Mit der Einführung des ElterngeldPlus, das es seit dem 1.1.2015 zusätzlich zum nun sogenannten Basiselterngeld gibt (das vor dem 1.1.2015 Elterngeld hieß), hat der Gesetzgeber die Elternzeit flexibilisiert. Elternzeit kann generell von beiden Elternteilen jeweils für bis zu drei Jahren genommen werden. Vor dem 1.1.2015 konnten Eltern diese drei Jahre in zwei Abschnitte aufteilen. Einen Teil der bis zu drei möglichen Jahre konnten sie auch erst zwischen dem 3. und 8. Lebensjahr des Kindes nehmen, zum Beispiel zu dessen Einschulung.

 

Nun können Eltern die drei möglichen Jahre auf insgesamt drei Abschnitte aufteilen. Dabei können bis zu zwei der drei Jahre Elternzeit auf den späteren Zeitpunkt nach dem 3. Lebensjahr des Kindes verlagert werden. Damit der Arbeitgeber sich rechtzeitig darauf einstellen kann, muss ihm das allerdings nicht nur sieben Wochen vorher mitgeteilt werden, wie bei der Elternzeit nach der Geburt, sondern schon 13 Wochen vor Beginn der Auszeit zwischen dem 3. und 8. Lebensjahr des Kindes.

 

Für diese nun drei möglichen Abschnitte der Elternzeit wird grundsätzlich keine Zustimmung des Arbeitgebers benötigt, er kann diese also nicht ablehnen. Voraussetzung ist aber, dass der Elternteil der Elternzeit nimmt, in dieser Zeit nicht arbeitet, das heißt auch nicht in Teilzeit. Nur wenn der dritte Abschnitt der Elternzeit zwischen dem 3. und 8. Lebensjahr des Kindes liegt, kann ein Arbeitgeber die Elternzeit ablehnen. Allerdings nur, wenn er dringende betriebliche Gründe dagegen geltend machen kann.

 

 

TIPP:
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