Spätestens sieben Wochen vor Beginn der geplanten Elternzeit muss die Mutter oder der Vater das Vorhaben dem Arbeitgeber schriftlich mitteilen. Plant der Vater zum Beispiel erst ein halbes Jahr nach Geburt des Kindes in Elternzeit zu gehen, so muss er dieses erst spätestens sieben Wochen vor dem geplanten Beginn seiner Elternzeit dem Arbeitgeber mitteilen. 
Eine Zustimmung des Arbeitgebers ist für beide Elternteile nicht erforderlich, egal wie groß oder klein das Unternehmen ist. Die Elternzeit zu nehmen ist ein einseitiges Gestaltungsrecht des Mitarbeiters und muss dem Arbeitgeber lediglich mitgeteilt werden.

 

Bei der Anmeldung der Elternzeit müssen die Eltern sich für die kommenden beiden Jahre festlegen und dem Arbeitgeber mitteilen, wann und in welchem Umfang sie in den Job zurückkehren werden. Wollen sie das später doch noch ändern, muss der Arbeitgeber zustimmen.

 

Wann die Elternzeit beginnt, können die Eltern selbst bestimmen. Möglich ist es ab dem Zeitpunkt der Geburt. Beginnt die Elternzeit der Mutter direkt in Anschluss an den achtwöchigen Mutterschutz nach der Geburt, wird die Mutterschutzzeit in die Elternzeit mit einberechnet.

 

 

TIPP: Bei erneuter Schwangerschaft in der Elternzeit: Elternzeit frühzeitig beenden!

Sind Sie gerade in Elternzeit und werden währenddessen erneut schwanger, lohnt es sich finanziell, die Elternzeit frühzeitig zu beenden! Denn dann haben Sie wieder Anspruch auf das volle Mutterschaftsgeld für die sechs Wochen vor und acht Wochen nach der Geburt Ihres weiteren Kindes.
Das ist ohne die Zustimmung Ihres Arbeitgebers möglich1, auch dringende betriebliche Gründe kann er in diesem Fall nicht als Grund nennen. Sie müssen die vorzeitige Beendigung Ihrer laufenden Elternzeit Ihrem Arbeitgeber lediglich rechtzeitig schriftlich mitteilen, am besten ein paar Wochen vorher. In Ihrem Schreiben muss als Datum der vorzeitigen Beendigung Ihrer laufenden Elternzeit der Tag vor Beginn des neuen Mutterschutz angegeben werden. Das genaue Datum des Beginns ihres neuen Mutterschutzes errechnet Ihnen der Frauenarzt. Sie erhalten für den gesamten Mutterschutz-Zeitraum wieder die Mutterschaftsgeld-Zahlungen von Ihrer Krankenkasse sowie die Zuzahlungen von Ihrem Arbeitgeber zu Ihrem ursprünglichen vollen Nettogehalt. Grundlage für die Höhe des Mutterschaftsgeldes sind dann wieder die drei letzen Monatsgehälter vor Ihrem ersten Mutterschutz. So erhalten Sie auch für Ihr weiteres Kind das volle Mutterschaftsgeld, obwohl Sie in den Monaten zuvor wegen Ihrer laufenden Elternzeit nicht gearbeitet haben.

 

Um die geplante Elternzeit Ihrem Arbeitgeber schriftlich mitzuteilen reicht ein Schreiben, in dem lediglich einige Punkte beachtet werden müssen. Nutzen Sie hierfür einfach unser Muster zur Mitteilung der Elternzeit!

 

 

 

  1. Gemäß § 16 Abs. 3 Satz 3 BEEG.