Grundsätzlich lebt das alte Arbeitsverhältnis nach der Elternzeit im ursprünglichen Umfang wieder auf. Das ist ganz unabhängig davon, ob die Mutter oder der Vater während der Elternzeit in Teilzeit im Unternehmen tätig war. Es besteht jedoch nach der Elternzeit ein Anspruch darauf, in den alten Job nur noch in Teilzeit zurückzukehren und die Stelle entsprechend zu reduzieren. Allerdings: Wer sich dazu entscheidet, ändert seinen ursprünglichen Vollzeitarbeitsvertrag in einen Teilzeitvertrag um. Anders als bei einer Teilzeitbeschäftigung in der Elternzeit besteht kein Anspruch darauf, die Stelle nur für einen begrenzten Zeitraum zu reduzieren. Zudem kann der Arbeitgeber den Teilzeitwunsch nach der Elternzeit aus betrieblichen Gründen ablehnen.

 

Die Bedingungen für den Anspruch auf Reduktion sind im Grunde die gleichen wie innerhalb der Elternzeit:

  • Das Unternehmen muss mindestens 15 Mitarbeiter haben und
  • der zurückkehrende Elternteil muss zuvor wenigstens sechs Monate dort beschäftigt gewesen sein.

 

Den Antrag auf die Stellenreduktion müssen die Eltern aber schon früher stellen: drei Monate vor Ablauf der Elternzeit müssen sie ihren Arbeitgeber über den Teilzeitwunsch informieren. Begründen müssen sie den nicht. Sie sollten aber im Antrag bereits darlegen, auf wie viele Wochenstunden sie reduzieren und wie sie diese verteilen möchten.