In der Elternzeit ruht das Arbeitsverhältnis. Der Arbeitnehmer muss nicht arbeiten, der Arbeitgeber keinen Lohn zahlen. Da der Job durch die Auszeit nicht beendet ist, wird er nach der Elternzeit nahtlos fortgesetzt. Das Unternehmen ist allerdings nicht verpflichtet, dem Rückkehrer genau die frühere Stelle drei Jahre lang frei zuhalten – zumindest nicht, wenn in dessen Arbeitsvertrag grundsätzlich die Möglichkeit einer Versetzung innerhalb des Unternehmens vorgesehen ist. Er muss aber eine vergleichbare Beschäftigung bieten, die dem Profil und den Arbeitsbedingungen entspricht, die im Arbeitsvertrag vereinbart sind. So müssen zum Beispiel das Gehalt und die wöchentlichen Arbeitsstunden die selben sein wir vor der Elternzeit.

 

Eine Rückkehr aus der Elternzeit schon vor dem Termin, den Sie ursprünglich bei Ihrem Arbeitgeber beantragt haben, ist generell nur mit Zustimmung Ihres Arbeitgebers möglich. Ein Rechtsanspruch hierauf besteht nicht.

 

Wer aus der Elternzeit zurückkehrt, hat Anspruch darauf, im gleichen Umfang wie zuvor zu arbeiten – auch dann, wenn die Stundenzahl im Rahmen einer Teilzeitbeschäftigung während der Elternzeit reduziert war. Haben sich im Unternehmen in der Zwischenzeit Arbeitsbedingungen geändert, die alle Mitarbeiter betreffen, gelten sie auch für die aus der Elternzeit zurückkehrende Mutter oder den Vater.

 

 

TIPP:
Möchten Sie bereits früher als ursprünglich geplant Ihre Elternzeit beenden und wieder in Ihren Job zurück, muss Ihr Arbeitgeber zustimmen. Tut er dies nicht, so haben Sie dennoch das Recht, in Teilzeit noch während Ihrer Elternzeit bis zu 30 Stunden die Woche zu arbeiten. Ablehnen kann Ihr Arbeitgeber Ihren schriftlichen Antrag hierauf nur, wenn dringende betriebliche Gründe dagegen sprechen.
Weitere Informationen und die Voraussetzungen für eine Teilzeitbeschäftigung während in der Elternzeit finden sie hier!