Väter und Mütter, die in einer gesetzlichen Krankenkasse pflicht- 1oder familienversichert sind, bleiben das auch während der Elternzeit. Arbeiten sie in der Zeit gar nicht, also auch nicht in Teilzeit, zahlen sie auch keine Beiträge.

 

Freiwillige Mitglieder2 einer gesetzlichen Krankenkasse hingegen müssen trotz der Elternzeit weiter Beiträge an die Krankenkasse überweisen. Sie haben aber unter Umständen die Möglichkeit, in der gesetzlichen Familienversicherung des Ehegatten unterzuschlüpfen. Für ein mitversichertes Familienmitglied fallen keine eigenen Krankenversicherungsbeiträge an. Dies muss aber im Einzelfall mit der jeweiligen Krankenkasse geklärt werden.

 

Eltern, die privat krankenversichert3 sind, müssen ihre Beiträge während der Elternzeit weiter bezahlen. Einige private Krankenversicherungen bieten für diese Zeit aber Tarife an, die die Mehrbelastung etwas abfedern sollen. Zum Teil stellen sie die jungen Eltern in den ersten sechs Monaten nach der Geburt von den Beiträgen frei.

 

 

 

 

 

  1. Zunächst ist jeder angestellte Arbeitnehmer unter 54.900 € Jahreseinkommen Pflichtmitglied in einer gesetzlichen Krankenenkasse wie z. B. AOK, BKK, DAK, IKK.

  2. Ab einem Jahreseinkommen von 54.900 € können Arbeitnehmer frei wählen, ob sie in der gesetzlichen (GKV) oder in der privaten Krankenversicherung (PKV) versichert sein möchten. Entscheiden sie sich für die gesetzliche Krankenversicherung, sind sie „freiwillig versichert“. Selbstständige und Freiberufler unterliegen nicht dieser so genannten Versicherungspflichtgrenze – auch sie gelten als freiwillig versichert, wenn sie der GKV beitreten.

  3. Angestellte Arbeitnehmer können sich privat bei einer Krankenkasse Ihrer Wahl versichern, wenn ihr Einkommen die sogenannte Versicherungspflichtgrenze erreicht oder überschreitet. Diese ändert sich jedes Jahr und liegt in 2015 bei einem Brutto-Einkommen von 54.900 € im Jahr bzw. 4.575 € im Monat. Andere Berufsgruppen wie zum Beispiel Selbstständige, Freiberufler oder Beamte können frei wählen, ob sie privat oder (freiwillig) gesetzlich krankenversichert sein möchten. Für sie besteht diese Wahlmöglichkeit unabhängig davon, wie hoch ihr Einkommen ist.