Das Elterngeld beträgt mindestens 300 € und höchstens 1.800 € im Monat. Wie viel es im konkreten Fall tatsächlich ist, hängt davon ab, wie viel der Elternteil, der nach der Geburt zuhause bleibt, vorher verdient hatte. Wer zuvor keinen Verdienst hatte, wie Studenten zum Beispiel, erhält den Mindestsatz von 300 €.

 

In der Regel beträgt der Lohnersatz 65% des durchschnittlichen monatlichen Nettoeinkommens der zwölf Kalendermonate vor der Geburt. Hat der Elternteil, dessen Verdienst wegfällt, weniger als 1.240 € verdient, beträgt das Elterngeld 66%, bei weniger als 1.200 € erhöht es sich auf 67%.

 

Besonderheiten gelten für Geringverdiener: Wer vor der Geburt weniger als 1.000 € monatlich netto zur Verfügung hatte, bekommt eine sogenannte Ersatzrate. Je geringer das Nettoeinkommen im Jahr vor der Geburt war, desto höher ist der prozentuale Ausgleich. Er steigt um einen Prozentpunkt für jede 20 €, die das Einkommen unter der Grenze von 1.000 € liegt. So kann das Elterngeld das frühere Gehalt bis zu 100% ersetzen.

 

Wenn eine Mutter also zum Beispiel vor der Entbindung 800 € im Monat netto verdient hatte, lag sie um 200 € unter der Grenze von 1.000 €. Sie hatte monatlich zehn mal 20 € (10×20 € = 200 €) weniger. Deshalb erhöht sich ihr Elterngeld um zehn Prozentpunkte auf 77 % ihres früheren Nettolohnes.

 

Hatte sie zuvor nur 450 € monatlich, beträgt die Differenz zur 1.000 €-Grenze 550 €. Ihr Aufschlag erhöht sich um 27,5 % auf insgesamt 94,5% des Nettogehaltes.

 

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