Um vor allem Eltern zu unterstützen, die frühzeitig in Teilzeit in ihren Job zurückkehren und trotzdem genügend Zeit für ihr Kind haben möchten, wurde das ElterngeldPlus eingeführt. Das können Mütter und Väter beantragen, deren Kind ab Anfang Juli 2015 geboren wurde.

 

Die Idee dabei: Wer zumindest Teilzeit arbeitet und Geld verdient, ist finanziell weniger auf das Elterngeld angewiesen. Also bekommen Eltern wenn sie bis zu 30 Stunden die Woche berufstätig sind, maximal die Hälfte des Elterngeldes – das aber dafür doppelt so lange. Aus einem Monat Elterngeld werden so zwei ElterngeldPlus-Monate. In der Zeit bekommen sie also während ihrer Teilzeittätigkeit ein um Elterngeld aufgestocktes Gehalt.

 

Das ElterngeldPlus will darüber hinaus auch die Väter motivieren, ihren Job zu reduzieren und sich neben dem Beruf mehr Zeit für das Baby zu nehmen. Deshalb können Eltern den Bezug des ElterngeldPlus um weitere vier Monate verlängern (sogenannter Partnerschaftsbonus), wenn sie sich die Betreuung ihres Kindes teilen und dafür zeitgleich in Teilzeit gehen. Voraussetzung für diese vier zusätzlichen Partnerschaftsbonus-Monate ist aber, dass

 

  • beide Eltern
  • parallel
  • über einen Zeitraum von vier Monaten
  • zwischen 25 und 30 Stunden die Woche arbeiten.

 

Auf die hierfür auch bei Vätern notwendige Reduktion der Arbeitszeit auf 25-30 Stunden die Woche, haben grundsätzlich alle Eltern nach der Geburt ihres Kindes einen Rechtsanspruch gegenüber ihrem Arbeitgeber.

 

Auch Alleinerziehenden steht selbst ohne Partner das ElterngeldPlus durch den Partnerschaftsbonus von vier Monaten für bis zu 28 Monate zu. Voraussetzung hierfür ist, dass sie selbst im Rahmen des ElterngeldPlus-Bezugszeitraums mindestens vier Monate zwischen 25 und 30 Stunden in Teilzeit berufstätig sind.

 

Das ursprüngliche Elterngeld gibt es natürlich immer noch, es heißt jetzt nur Basiselterngeld. Es ist ohne Probleme möglich, beide Formen miteinander zu kombinieren bzw. im Wechsel zu beziehen.

 

Tipp:
Das ElterngeldPlus kann übrigens auch bezogen werden, wenn man gar nicht in Teilzeit arbeiten, sondern nur über einen längeren Zeitraum, dafür aber weniger Elterngeld bekommen möchte. Es beträgt dann einfach die Hälfte des Basiselterngeldes, man bekommt es aber dafür für doppelt so viele Monate wie man sonst das volle Basiselterngeld bekommen hätte. Im Ergebnis bekommt man in diesem Fall genau so viel ElterngeldPlus wie man ansonsten Basiselterngeld bekommen hätte.

 

 

Umfangreiche weiterführende Informationen und Berechnungsbeispiele von Basiselterngeld und ElterngeldPlus finden Sie hier in unserem großen ElterngeldPlus 1×1.