Elterngeld bekommen Mütter und Väter, die ihren dauerhaften Wohnsitz in Deutschland haben. Das ist nicht an die Staatsangehörigkeit gebunden. Auch nichtdeutsche Eltern können also einen Anspruch darauf haben.

 

Bei ausländischen Eltern ist allerdings nach dem Status zu unterscheiden. Staatsangehörige aus anderen EU-Mitgliedstaaten sowie der Schweiz haben den Anspruch auf Elterngeld unter den gleichen Voraussetzungen wie deutsche Staatsangehörige, also nur abhängig von ihrem Verdienst. Der Grund: innerhalb der EU gilt die sogenannte Freizügigkeit. EU-Bürger dürfen in jedem anderen EU-Land arbeiten. Deshalb dürfen sie dort auch Lohnersatzleistungen wie das Elterngeld beziehen.

 

Anders ist es bei Eltern aus Ländern, die nicht der Europäischen Union angehören und deshalb auch kein Recht auf Freizügigkeit haben. Um in Deutschland arbeiten zu können, benötigen sie eine Aufenthaltserlaubnis. Von der hängt auch ihr Anspruch auf Elterngeld ab. Eltern aus nicht-EU-Staaten bekommen das Elterngeld nur, wenn sie eine Niederlassungserlaubnis oder unbefristete Aufenthaltsgenehmigung in Deutschland haben. Kein Elterngeld beziehen also zum Beispiel Asylbewerber oder Ausländerinnen und Ausländer, die befristet für eine Ausbildung in Deutschland sind.