In der Zeit, in der Elterngeld bezogen wird, müssen keine Beiträge für die Rentenversicherung gezahlt werden. Dennoch entsteht dort keine Lücke: Der Zeitraum wird bei den Rentenansprüchen als Kindererziehungszeit verbucht. Die Rentenversicherung trägt automatisch drei Jahre dafür ein.

 

Das kann allerdings immer nur der Elternteil in Anspruch nehmen, der das Kind überwiegend betreut hat. Die Rentenversicherung geht automatisch davon aus, dass das die Mutter ist. Will sich hingegen der Vater die Kindererziehung anrechnen lassen, müssen die Eltern das möglichst frühzeitig beantragen – rückwirkend geht das nur für zwei Monate.

 

Auch wenn beide gleichzeitig in Elternzeit gehen, müssen sie der Rentenversicherung mitteilen, bei wem die Erziehungszeiten gutgeschrieben werden. Arbeiten die Eltern parallel in Teilzeit, wie es durch das neue ElterngeldPlus gefördert wird, sind sie für ihre Tätigkeit normal gesetzlich rentenversicherungspflichtig. Auch dann entsteht also bei niemandem eine Lücke in der Rentenversicherung.