Ratgeber zu: Alles Wissenswerte zum Arbeitszeugnis

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Jeder Arbeitnehmer hat Anspruch auf ein Arbeitszeugnis

Wenn Ihr Arbeitsverhältnis endet, können Sie ein schriftliches Zeugnis verlangen.1

 

Dies gilt insbesondere bei allen

  • Voll- oder Teilzeitjobs
  • Nebentätigkeiten
  • befristeten oder unbefristeten Arbeitsverhältnissen
  • und auch Jobs mit leitender Funktion.

 

Leiharbeitnehmer haben den Anspruch auf ein Zeugnis nur gegenüber dem verleihenden Arbeitgeber. Der Entleiher, bei dem sie eingesetzt waren, ist jedoch verpflichtet, dem verleihenden Arbeitgeber ein Zeugnis über das Leistungsverhalten des Leiharbeitnehmers zukommen zu lassen.

 

Ihr Arbeitgeber muss Ihnen nur ein Zeugnis ausstellen, wenn Sie es verlangen. Anderes gilt zum Ende eines Berufsausbildungsverhältnisses. Zumindest ein einfaches Zeugnis ist hier automatisch zu erteilen. Der Auszubildende muss nicht erst darum bitten.

 

Bei sehr kurzen Arbeitsverhältnissen werden teilweise nur einfache Zeugnisse ausgestellt. Der Arbeitgeber kann die Leistung des Mitarbeiters kaum bewerten.

 

 

  1. Dieser Anspruch ergibt sich für Arbeitnehmer direkt aus § 109 Abs. 1 GewO – Zeugnis

    „Der Arbeitnehmer hat bei Beendigung eines Arbeitsverhältnisses Anspruch auf ein schriftliches Zeugnis. Das Zeugnis muss mindestens Angaben zu Art und Dauer der Tätigkeit (einfaches Zeugnis) enthalten. Der Arbeitnehmer kann verlangen, dass sich die Angaben darüber hinaus auf Leistung und Verhalten im Arbeitsverhältnis (qualifiziertes Zeugnis) erstrecken.“