Das Zeugnis muss sauber und ordentlich sein. Standard ist auch, dass es maschinell und nicht handschriftlich erstellt wird. Die Form darf nicht den Eindruck erwecken, dass der Arbeitgeber sich vom – lobenden – Inhalt distanzieren will. Allerdings darf er das Zeugnis geknickt verschicken, sofern die Faltlinie beim Kopieren des Dokumentes später nicht mehr sichtbar ist. Rechtschreibfehler hingegen müssen Sie als Arbeitnehmer nicht hinnehmen, wenn dadurch negative Auswirkungen auf Ihre Bewerbungsaussichten zu erwarten sind.

 

Ein Arbeitszeugnis endet immer mit der Unterschrift Ihres Arbeitgebers. Der kann sich allerdings vertreten lassen.1

 

Der Tag der Ausstellung sollte nicht Wochen oder sogar Monate nach Ihrem Ausscheiden aus dem Unternehmen datieren. Am besten ist es, wenn das Zeugnis das Datum des letzten Tages des rechtlichen Bestands Ihres Arbeitsverhältnisses trägt.

 

Braucht Ihr Arbeitgeber länger, um Ihr Arbeitszeugnis auszustellen, sollten Sie darum bitten, dass er es auf diesen Zeitpunkt rückdatiert. Sonst kann bei einem potenziellen neuen Arbeitgeber der Eindruck entstehen, dass Sie sich mit Ihrem früheren Chef über den Inhalt gestritten haben oder aus anderen Gründen ein Konflikt bestand. Ein Anspruch auf Rückdatierung besteht jedoch auch bei verspäteter Zeugniserteilung grundsätzlich nicht.

 

 

Dem gegenüber muss ein nachträglich berichtigtes Zeugnis das Datum des Ursprungszeugnisses tragen, wenn die verspätete Ausstellung nicht vom Arbeitnehmer zu vertreten ist.2

 

 

 

 

 

  1. „Lässt sich ein Arbeitgeber bei der Ausstellung des Zeugnisses durch einen Angestellten vertreten, ist im Arbeitszeugnis deutlich zu machen, dass dieser Vertreter dem Arbeitnehmer gegenüber weisungsbefugt war. Ist der Arbeitnehmer direkt der Geschäftsleitung unterstellt gewesen, so ist das Zeugnis von einem Mitglied der Geschäftsleitung auszustellen, das auf seine Position als Mitglied der Geschäftsleitung hinweisen muss.“ Urteil des BAG vom 26.06.2001, 9 AZR 392/00.

  2. „Ein vom Arbeitgeber berichtigtes Zeugnis ist auf das ursprüngliche Ausstellungsdatum zurückzudatieren, wenn die verspätete Ausstellung nicht vom Arbeitnehmer zu vertreten ist.“ Urteil des BAG vom 09.09.1992, 5 AZR 509/91.