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Konflikte

Schlechte Stimmung im Büro: Darunter leiden die Deutschen am meisten

Viele Arbeitnehmer sind gestresst und unmotiviert, wenn die Stimmung am Arbeitsplatz schlecht ist. Vor allem faule und lästernde Kollegen verleiden laut einer aktuellen Studie vielen die Freude am Job. Die Verantwortung für das schlechte Betriebsklima suchen aber nur wenige beim Chef.

Kollegen lästern, die Team-Konstellation funktioniert einfach nicht oder ein Mitarbeiter lässt die Kollegen ständig im Stich: Fast jeder Arbeitnehmer ist mindestens einmal in seinem Berufsleben mit einer solchen Situation konfrontiert. Was die Deutschen an ihrem Arbeitsplatz besonders nervt, hat die Outplacement- und Karriereberatung von Rundstedt in ihrer jüngsten repräsentativen Talents & Trends-Befragung unter 1.004 Teilnehmern ermittelt, deren Ergebnisse XING Spielraum exklusiv vorab vorliegen.

Hier ist die Liste der größten Ärgernisse und Stressfaktoren:

  • 66,3 Prozent: Schlechtes Arbeitsklima bedeutet für mich Stress pur.
  • 60,8 Prozent: Ich habe es schon erlebt, dass ein Kollege seine Arbeit nicht gut erledigt / faul ist und darunter das ganze Team leidet.
  • 59,8 Prozent: An meinem Arbeitsplatz habe ich schon mitbekommen, dass Kollegen schlecht übereinander reden und sich gegenseitig anschwärzen.
  • 56,8 Prozent: Wenn die Zusammenarbeit und die persönliche Ebene mit einem Kollegen nicht funktioniert, sinkt meine Motivation.
  • 52,4 Prozent: Ich habe es erlebt, dass Kollegen bei Streitigkeiten im Team erst den Chef informieren, anstatt ein klärendes Gespräch mit dem Kollegen / dem Team zu suchen.
  • 49,0 Prozent: Probleme unter Kollegen sind kein schönes Thema. Ich glaube, dass sich deshalb niemand dafür zuständig fühlen will, auch nicht in der Chefetage.
  • 40,1 Prozent: Wenn es mit der Zusammenarbeit nicht klappt und keine Besserung in Sicht ist, ist das ein Kündigungsgrund für mich.
  • 39,5 Prozent: Die Verantwortlichkeit, wieder für ein gutes Arbeitsklima zu sorgen, liegt beim Chef.
  • 32,3 Prozent: Ich tue mich schwer damit, Unstimmigkeiten im Team offen anzusprechen, da ich den Eindruck habe, dass Kollegen sich direkt angegriffen fühlen und daher gar nicht offen für eine Problemklärung sind.
  • 30,5 Prozent: In meinem Unternehmen ist nicht klar, wer für die Lösung interner Team-Probleme / Unstimmigkeiten in der Abteilung zuständig ist

Akademiker beim Thema Arbeitsklima besonders sensibel

Vorsicht: Gerade Akademiker sind empfindsam, wenn es um die Stimmung am Arbeitsplatz geht: Ganze 74 Prozent, acht Prozent mehr als der Durchschnitt, empfinden dicke Luft im Büro als extrem stressig. Darüber hinaus sind sie auch schneller demotiviert: Neun Prozent mehr (66 Prozent) geben an, dass ihre Motivation sinkt, wenn die Zusammenarbeit mit den Kollegen auf persönlicher Ebene hakt. Der höhere Leidensdruck bei Talenten zeigt sich auch beim Thema Kündigung: Fast 50 Prozent bewegt eine schwierige Zusammenarbeit mit den Kollegen zur Kündigung.

Die Studienergebnisse zeigen deutlich: Mitarbeiter, vor allem die höher gebildeten, reagieren auf schlechte Stimmung mit Motivationsverlust und gesteigertem Stressempfinden. Dabei sieht die Mehrheit der Befragten die Verantwortung fürs Arbeitsklima nicht beim Chef, erlebt jedoch, dass Kollegen lieber in der Chefetage klagen, anstatt sich dem Problem selbst zu widmen. Aber nicht nur das: „Viele Mitarbeiter sind bereit, selbst aktiv zu werden“, sagt Sophia von Rundstedt, CEO bei von Rundstedt. „Diese Initiative gilt es seitens des Arbeitgebers zu stärken, beispielsweise durch die Schaffung einer konstruktiven Feedbackkultur sowie durch interne Trainings zum Umgang mit Konflikten am Arbeitsplatz. Unmotivierte, gestresste Mitarbeiter – gerade Führungskräfte – sind dem Unternehmen nicht zuträglich, schaden ihm sogar im Zweifelsfall. Zudem möchte niemand die klugen Köpfe verlieren, die das Unternehmen vorantreiben.“


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