Besser leben. Anders arbeiten.
Das New Work Themen-Portal.

Besser leben. Anders arbeiten.
Das New Work Themen-Portal.

New Work Experience

New Work Sessions in Winterthur: Zukunftswerkstatt - Chefsessel für alle?

Chefsessel für alle? Diese Frage stand im Fokus der ersten New Work Sessions in der Schweiz. Vor- und Querdenker aus Wirtschaft, Politik und Bildung folgten unserer Einladung ins historische und einzigartige Schoch Werkhaus nach Winterthur, um über die Zukunft der Arbeit und weitere Themen wie Holacracy und Unlearning zu diskutieren.

Besonderes Highlight dieser Veranstaltung stellte der Gastvortrag von Daniel Freitag (Co-Gründer von Freitag & bekennender Holokrat) dar. Zudem wurden die Themen der einzelnen Sessions anhand spekulativer Objekte (siehe folgendes Foto rechts, Gestaltung: Priscille Jotzu) visualisiert, um Zukunftsvisionen für alle Teilnehmenden greifbar zu machen.

Von links nach rechts: „Der Kompass“, „Die Quelle“, „Das grosse Ohr“, „Der goldene Abfall“ –  «Die Zukunft ist nicht vorhersehbar, gerade deshalb bietet sie Gestaltungsspielraum. Doch wie wollen wir sie, angesichts der vielen Ungewissheiten, überhaupt gestalten? Mit Hilfe von spekulativen Objekten werden abstrakte Zukunftsvisionen besser greifbar und be-greifbar. Die Objekte sollen auf spielerische, sinnliche, vielleicht schockierende Art zum Nachdenken anregen – über den Wandel in der Arbeitswelt, über die Zukunft von Arbeitsplätzen und -märkten, über Führung, Verantwortung und darüber ob wir die Zukunft so, oder lieber ganz anders haben wollen.»

In der Zukunftswerkstatt „Verantwortung der Zukunft“ mit Daniel Freitag hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit sich die Frage zu stellen, wer in Zukunft entscheidet und Verantwortung übernimmt. Was sind klassische Gründe dafür, dass in vielen Unternehmen Holokratie im Management noch nicht implementiert wurde? Damit verbunden ist auch die Frage, ob Mitarbeiter denn überhaupt Verantwortung übernehmen möchten. Dazu Daniel Freitag: „Verantwortung zu übernehmen ist ein Prozess, aber Verantwortung abgeben ist noch viel schwieriger“. Das dazugehörige spekulative Objekt „Das grosse Ohr“ wurde von den Teilnehmenden als besonders passend empfunden, da Zuhören zur grossen Fähigkeit auf dem Arbeitsmarkt wird.

Die Zukunftswerkstatt zum Thema „Arbeitsplatz der Zukunft“, geführt von Jan Schoch, wurde repräsentiert durch das spekulative Objekt „Die Quelle“. Dort waren sich die Teilnehmenden darüber einig, dass der Mensch auch in Zukunft Orientierung sucht. Werte können zum Beispiel orientierungsstiftend sein. So wünschen sich die Teilnehmenden im Berufsleben von Unternehmen eine ausgeprägte „Unternehmens-DNA“, was bei vielen Unternehmen aktuell nicht spürbar ist.

Die von XING Schweiz Geschäftsführer Yves Schneuwly geleitete Zukunftswerkstatt zum Thema „Arbeitsmarkt der Zukunft“ – visualisiert durch das Objekt „Der Kompass“ – ist zum Ergebnis gekommen, dass wir im Berufsleben den Kompass immer wieder neu ausrichten müssen, damit wir uns nicht verlaufen. Wir wollen unsere Energie dort aufwenden, wo es auch Spass macht. Wir streben nach Arbeit, die meaningful ist und nach Mitmenschen, die sich für dieselben Themen interessieren. Im Arbeitsmarkt der Zukunft besteht der Eindruck, dass Flexibilität und Sicherheit in einem Spannungsverhältnis zueinander stehen. Es besteht das Gefühl, dass man sich beruflich nicht so leicht neu orientieren kann. Dabei wäre dies doch beim lebenslangen Lernen so sehr gewünscht.

In einer anderen Session mit Senem Wicki zum Thema „Unlearning“ oder auch „Transformation New Work“ – symbolisiert durch den „Goldenen Abfall“ – wurde darüber diskutiert, welche lieb gewonnenen Rituale und Verhaltensformen wir in Zukunft ablegen sollten, um beruflich wie auch privat weiter zu kommen. Ein Beispiel: Aus Bequemlichkeit peilt man morgens immer den gleichen Arbeitsplatz im Büro an. Auch das Motzen und Jammern ist einfacher, als dass man etwas dagegen tun würde. Die Institutionalisierung einer Feedback-Kultur und Transparenz am Arbeitsplatz wären erste Schritte in die richtige Richtung. Die Teilnehmenden sind sich einig: Für all diese Veränderungen braucht es Vertrauen.

 

„XING bewegt sich an der Schnittstelle von Digitalisierung und Arbeitswelt. Wir sind ein Mitspieler in diesem Konstrukt und gestalten den Wandel proaktiv mit. Wir sehen uns hier auch klar einer gesellschaftlichen Erwartungshaltung gegenüber. Aus diesem Grund möchten wir mit den New Work Sessions lokal in den Dialog treten, um dieser Erwartung Rechnung zu tragen. Dies ist uns mit der New Work Session in Winterthur auch gelungen. Die Teilnehmer sind mit tollen Eindrücken und den richtigen Denkanstössen nach Hause gegangen“. (Yves Schneuwly, XING Schweiz Geschäftsführer)

New Work Sessions in Winterthur
New Work Sessions in Winterthur
Akkreditierung & Power Breakfast (©Fotos: Daniel Schmucki)
« 1 von 8 »

Für das Team von XING Schweiz war das ein spannender Event mit anregenden Diskussionen einer demographisch sehr diversen Teilnehmergruppe und Branchenerfahrung. Aus diesen New Work Sessions ist zu entnehmen, dass Einsatz, Verantwortung, Eigeninitiative, Selbstbestimmung zentrale und wichtige Fertigkeiten und Fähigkeiten für die Arbeitswelt von Morgen sein werden. Wir bedanken uns herzlich bei unseren Kooperationspartnern Jan Schoch (CEO Schoch Werkhaus) und Senem Wicki (Partner kühne wicki), allen Teilnehmenden fürs zahlreiche Erscheinen und natürlich unserem Key Note Speaker Daniel Freitag für die spannenden Inputs zu Holacracy.

Diese New Work Sessions waren erst der Anfang einer Reihe weiterer Sessions in der Schweiz. Im März 2019 findet die dritte New Work Experience NWX19 in Hamburg statt. In diesem Sinne: Stay tuned!

0 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.