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Entspannter arbeiten

Mit "Ruhewort" und "Katastrophen-Skala" gegen Jobstress

Im Job lässt sich Stress nicht immer vermeiden. Man kann sich aber in brenzligen Situationen selbst helfen, etwa mit einer gedanklichen „Katastrophen-Skala“. Auch mit einem entspannenden „Ruhewort“.

Stress ist bei der Arbeit oft vermeidbar – durch Disziplin und gute Planung etwa. Doch wenn spontan zwei neue Aufgaben hereinschneien, das Telefon in einer Tour klingelt und in 20 Minuten die Kita schließt, lassen sich Druck und Hektik manchmal nicht vermeiden. Doch auch solche Situationen können Berufstätige mit den richtigen Tricks entschärfen, sagt Utz Niklas Walter vom Institut für Betriebliche Gesundheitsberatung (IFBG) in Konstanz. Er empfiehlt vor allem zwei: das „Entkatastrophisieren“ und das „Ruhewort“.

Die erste Methode ist in der Regel etwas einfacher zu erlernen. Im Mittelpunkt steht dabei eine gedankliche Katastrophenskala: Die reicht von 1 für absolute Bagatellen, verlorenes Kleingeld etwa, bis hin zur 10 für die schlimmst mögliche Tragödie. Auf dieser Skala sortieren gestresste Berufstätige dann das aktuelle Problem oder die Situation ein. „Da merkt man dann meist recht schnell, dass das, was einen umtreibt, gar nicht so schlimm ist“, sagt Walter. Der Kopf bekommt so neue Klarheit. „Man holt sich damit erstmal runter und kann das Problem dann in Ruhe lösen.“

Etwas mehr Übung braucht das „Ruhewort“, im Kopf verknüpft mit einer entspannenden oder beruhigenden Erinnerung. „Das kann zum Beispiel etwas aus der Kindheit sein“, sagt Walter. Ist die Verknüpfung einmal hergestellt und der Umgang mit dem Ruhewort erlernt, braucht der Anwender nur noch daran zu denken, um sich eine Entspannungspause zu verschaffen. Manchen Menschen hilft es zusätzlich, das Wort mit einem physischen Auslöser zu verknüpfen. Walter empfiehlt dafür zum Beispiel einen Fingerschnipser gegen das eigene Handgelenk. Probieren Sie das doch ruhig mal aus.


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