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Das New-Work-Lexikon: Von "Agilität" bis "Work-Life-Integration"

Die New-Work-Philosophie hat längst den Hype-Status überwunden, sie beeinflusst die Arbeitswelt schon jetzt maßgeblich. Sie transformiert Unternehmenskulturen, schafft neue Werte im Arbeitsalltag und bringt alternative Modelle der Zusammenarbeit hervor. In unserem New-Work-Lexikon erklären wir Begriffe und wichtige Konzepte dieser Bewegung.

Agilität
Beweglich und anpassungsfähig anstatt starr und verkrustet, so sollten Unternehmensstrukturen heute sein. Firmen können auf diese Weise besser und schneller auf die Anforderungen der Märkte reagieren, die sich im ständigen Wandel befinden. Wie gelingt es? Flache Hierarchien, interdisziplinäre und projektbasierte Teams und empathische Führungskräfte.

Businessnetzwerke
Wissen teilen schafft Innovation und Kreativität – so das Credo in der New Work Umgebung. Arbeit findet jenseits traditioneller Strukturen in Abteilungen und festen Teams statt. Vielmehr bilden sich projektbasierte Netzwerke, die zusammen an Lösungen arbeiten und Probleme von verschiedenen Perspektiven betrachtet. Um auf effizientere Weise zusammenzuarbeiten wird das Networking unter Kollegen und Geschäftspartnern immer wichtiger, oft auch außerhalb der regulären Arbeitszeiten!

CoWorking Space
Menschen aus den verschiedensten Arbeitsbereichen zusammenbringen und hierdurch ein kreatives und dynamisches Arbeitsumfeld und vor allem Synergieeffekte schaffen – das ist das Ziel. In vielen deutschen Städten schießen CoWorking Spaces wie Pilze aus dem Boden. Sie bieten beispielsweise Freelancern einen Platz, um unter Gleichgesinnten zu arbeiten und nicht ausschließlich in den eigenen vier Wänden. Alles was es braucht: funktionierendes WLAN, Kaffee und Schreibtische.

Kaffee, WLAN, Schreibtische und Gleichgesinnte: CoWorking Spaces fördern Kreativität und Kollaboration.

Design Thinking
Seinen Ursprung findet die Kreativmethode im Design-Bereich. Heute ist es ein etablierter Prozess in vielen Unternehmen, um Produkte und Services ganzheitlich und nutzerfreundlich zu gestalten. Durch die Förderung kollaborativer Kreativität, sollen auch unkonventionelle Lösungsansätze entwickelt werden. Das Wichtigste ist jedoch, wer im Mittelpunkt des Prozesses steht: der Mensch.

Der Kreativprozess Design-Thinking in der Praxis.

Wanted: innovative und kreative Ideen. Im Mittelpunkt beim Design Thinking steht der Nutzer.

Employer Branding (dt. Arbeitgebermarkenbildung)
Weiterbildungsmöglichkeiten, kostenloses Essen und Trinken, Sabbaticals – Unternehmen kämpfen mit vielfältigen Benefits im „War for Talents“ um gut ausgebildete Fachkräfte. Unter Employer Branding sind jedoch alle Maßnahmen zu verstehen, die ein Unternehmen ergreifen kann, um sich gegenüber potentiellen Bewerbern als attraktiver Arbeitgeber zu positionieren. Behandelte Fragen sind etwa: Was macht den Arbeitgeber einzigartig? Warum sollte sich ein Bewerber für das Unternehmen entscheiden, anstatt für die Konkurrenz?

Fehlerkultur
Angst vor Fehlern lähmt Mitarbeiter und somit die Entwicklung innovativer Projekte. Eine etablierte Fehlerkultur lässt Scheitern dagegen zu. Ermöglicht offenes und konstruktives Feedback, regt Teammitglieder an, etwas zu wagen und aus Fehlern zu lernen. Nur so kann das nächste Projekt dann möglicherweise zum „next big thing“ werden.

Flexible Arbeitszeiten
Feste zeitliche Vorgaben oder klassische 9-to-5-Jobs gehören vielerorts der Vergangenheit an. Im Wertezentrum der neuen Arbeitswelt steht die Flexibilität. Neue Arbeitszeitmodelle, wie etwa die Vertrauensarbeitszeit oder Gleitzeit, ermöglichen es Mitarbeitern eigenverantwortlich oder innerhalb eines bestimmten Rahmens frei einzuteilen, wann sie arbeiten.

Holokratie
Aus dem Griechischen von holos (ganz) und –kratie (Herrschaft). Es handelt sich um eine Organisationsform ohne Hierarchien. Gearbeitet wird nicht in Abteilungen, sondern in projektorientierten Zirkeln. Chefs im klassischen Sinne gibt es nicht. Jeder Mitarbeiter hat das gleiche Mitspracherecht und ein bestimmtes Zuständigkeitsgebiet in seiner jeweiligen Arbeitsgruppe.

Ideenmanagement
Der Wert eines Unternehmens liegt in seinem Personal – so die These. Konkrete Umsetzung findet diese in einem professionellen Ideenmanagement von Firmen. Mitarbeiter machen Vorschläge, um Ziele besser zu erreichen und Produkte innovativer zu machen. Ein relativ altes Konzept – auch bekannt als Innovationsmanagement – wird vor allem in jungen Unternehmen angewendet, wodurch man messbare Erfolge erzielt.

Think outside the Box: ein Teil des Ideenmanagements ist es, Mitarbeiter anzuregen, kreative Ideen einzubringen und umzusetzen.

Lernagilität
Organisationen und Arbeitsprozesse stehen im ständigen Wandel. Lernfähigkeit ist daher eine wichtige Schlüsselkompetenz für Mitarbeiter, die oft auch als Potentialindikator gesehen wird.   Lernagile Arbeitnehmer nutzen gesammelte Erfahrungen, um schnell und flexibel neue Verhaltensweisen zu adaptieren. Sie suchen aktiver nach Herausforderungen und betrachten ihr eigenes Verhalten unkritisch, weshalb sie meist Feedback annehmen und umsetzen können.

Open Space Büros
Feste Sitzordnung war gestern – heute führen immer mehr Unternehmen flexible Arbeitsplatzmodelle ein. Das Open Space Büro ist eine besondere Form des Großraumbüros, indem sich Mitarbeiter täglich einen anderen Arbeitsplatz einnehmen können. Büroflächen sollen hierdurch effektiver genutzt werden, Austausch und Kreativität fördern. Unternehmen, wie Google, Siemens oder Microsoft schwören seit einigen Jahren auf dieses Konzept.

Remote Work
Flexibilität bezieht sich nicht nur auf die Arbeitszeit, sondern auch auf den Ort. Wer remote arbeitet, tut dies in den eigenen vier Wänden, auf Bali am Strand oder an einem x-beliebigen Ort. Je nach Modell, können auch bestimmte Präsenzzeiten des Arbeitnehmers im Büro gefordert sein. Vor allem Jobs, die hauptsächlich am PC und am Telefon verrichtet werden, eignen sich für Remote Work. Denn die Digitalisierung erlaubt durch die Cloud den ortsunabhängigen Zugriff auf Dokumente und Netzwerke.

Der tägliche Blick auf das Scrum Board gibt einen Überblick über (erledigte) To-Dos.

Scrum
Scrum ist einer von mehreren existierenden agilen Prozessen. Ursprünglich wurden diese vor allem in der Softwareentwicklung angewendet, heute jedoch vermehrt im Projektmanagement. Die Grundidee: Für die Realisierung eines Großprojektes werden verschiedene Meilensteine festgelegt, die je nach Wichtigkeit innerhalb eines bestimmten Zeitraumes (sog. Sprints) abgearbeitet. In Scrum-Teams gibt es drei Rollen: Product Owner, Scrum-Master und das Team.

Vertrauenskultur
Zu viele Vorgaben und eine umfangreiche Kontrolle der Führungsriege hemmen Mitarbeiter und verlangsamen Arbeitsprozesse. Vertrauen in Arbeitnehmer ist daher das A und O. Entscheidungen müssen dezentral getroffen werden. Für viele Chefs bedeutet dies ein drohender Kontrollverlust und es ist daher wichtig, Personal mit dem zum Unternehmen passenden Mindset zu finden. Gemeinsame Werte und Vorstellungen fördern die Wahrscheinlichkeit, dass Entscheidungen des Mitarbeiters zu Unternehmensziele passen.

„Schenke Deinen Leuten etwas mehr Vertrauen, Freiheit und Befugnisse, als es dir eigentlich Recht ist. Wenn Du dabei nicht nervös wirst, hast Du ihnen noch nicht genug gegeben.“
Laszlo Bock

Work-Life-Integration
Aus Balance wird Integration. Während in der Work-Life-Balance das Arbeits- und Privatleben als zwei getrennte Welten betrachtet werden, verschwimmen in der neuen Arbeitswelt beide Bereiche zunehmend. Wir sind durch das Smartphone „always on“, arbeiten im Home Office und können auch nach Feierabend noch unsere Mails checken oder über die Cloud Dokumente aufrufen. Arbeitgeber sind daher gefragt, ihren Mitarbeitern es zu ermöglichen, ihren Job perfekt mit ihrem Leben zu vereinbaren.

Redaktion: Julia Nedoma

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