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Transformation

Throwback: Von der Floppy bis zur Cloud

Erinnern Sie sich noch an diese komischen schwarzen Plastikdinger, die man in den Computer stecken musste, um Daten zu sichern und auszutauschen? Die neue Folge unserer „Throwback“-Bilderreihe widmet sich den Speichermedien, die unseren Berufsalltag in den vergangenen 50 Jahren geprägt haben. Sweet memories. 

Wenn’s um Daten geht, spalten sich die Geister. Während viele noch an analogen Speichermethoden hängen, geschossene Fotos drucken und ganz traditionell ins Fotoalbum kleben, speichern andere ihre Daten in der „Cloud“ – einem „virtuellen“ Speichersystem im World Wide Web – ab. Und trotz Digitalisierung: Auch im Arbeitsleben existieren beide Methoden bis heute noch nebeneinander. Hier ist unsere Text- und Bild-Zeitreise durch die Geschichte der Datenträger.

1960 – Die Disketten eröffnen das Spiel

Unsere Zeitreise beginnt in den 60er Jahren mit der Diskette, auch Floppydisk genannt. Entwickelt wurde sie von IBM. Sie revolutionierte die Datenspeicherung grundlegend und stellte einen relevanten Schritt, hin zu unserer von „Big Data“ geprägten Gesellschaft, dar.  Während der 70er und 80er Jahre, wurde die Diskette sowohl privat, als auch beruflich meist im 1,44 MB Format genutzt, bis Sie dann von der CD abgelöst wurde…

Warum „Floppy“ fragen Sie sich? Die ursprüngliche Form dieser Datenträger zeichnete sich durch dünnen Kunststoff aus, der sich leicht verbiegen ließ und dadurch eben auch als „schlapp“  bezeichnet wurde.

1990 – CD Player als ein absolutes Muss

In den 90er Jahren wurde die Magnetspeichertechnik der Disketten zunehmend von neuen optischen Datenträgern ersetzt: Die CD kam ins Spiel. Informationen und Daten wurden hier in spiralförmig angelegten Datenspuren abgelegt. Durch die massiven Speichermöglichkeiten und dessen Überschreibbarkeit, stellt sich das neue Medium für den Endnutzer als revolutionär heraus. Startend mit der 650 Megabyte CD, welche bereits eine extreme Steigerung zur Diskette war, entwickelte sich die CD weiter hin zur 8,5 Gigabyte Dual-Layer DVD. Während wir heute bequem unsere Musik über unsere Smartphones oder sogar noch über unsere MP3 Player hören, war der CD Player mit den neuesten Alben und Singles ein absolutes Muss in den 90er Jahren!

2000 – kleines Gerät, große Kapazität

Angekommen im neuen Millennium bestimmen transportable Speichermedien unser Leben. Der USB-Stick lässt ist flexibel einsetzbar und passt mit seiner fingergroßen Form perfekt in jede Hosentasche oder an jeden Schlüsselanhänger. Hier wandelte sich der Sprachgebrauch – die „Megabytes“ verschwanden weitgehend aus unserem Vokabular, stattdessen zählen bis heute die Gigabytes zu den am häufigsten genutzten Begriffen für die Speicherkapazität. Heutzutage gibt es die kleinen, praktischen Daten-Helferlinge sogar mit bis zu 2 Terrabyte!

Heute –  Arbeit in den Wolken

Neben den allseits beliebten USB Sticks, erweitern sich unsere Möglichkeiten der Datenspeicherung fortlaufend weiter. So ist der USB Stick, trotz seiner praktischen mobilen Form, für unseren heutigen Gebrauch doch eher unpraktisch. Stattdessen wird heute immer häufiger auf noch kleinere, wenn nicht gar immaterielle Speichermethoden gesetzt.

Die Cloud ist das Sinnbild für die Digitalisierung und Dematerialisierung der Arbeitswelt. Wer eine sichere und schnelle Breitbandverbindung hat, kann sich die Wolke zu Nutze machen und muss Daten nicht mehr lokal speichern. Vorteil: Wer seinen USB-Stick vergisst, hat im Gegensatz zu Cloud-Nutzern keine Chance anderweitig auf die Daten zuzugreifen. Die Cloud lässt sich nicht konkret verorten, denn die Datenmengen liegen in dezentralen Serverfarmen. Der Nutzerzugriff ist jedoch von fast überall aus möglich und es bestehen keine lokalen oder zeitlichen Restriktionen.

Speichermedium von der 70er bis 90er: die Diskette
Speichermedium von der 70er bis 90er: die Diskette
Datenaustausch und -speicherung, sowie der Vertrieb von Software wurde lange Zeit über Disketten, auch Floppy-Disks genannt, abgewickelt.
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Fazit – wohin geht die Reise?

Für Nostalgiker gestaltet sich unsere heutige Big-Data-Gesellschaft schwierig: Wer seine Daten griffig und zur Hand haben möchte, wird wohl nichts mit der Cloud anfangen können. Auch Datenschutz-Skeptiker tun sich mit der digitalen Wolke eher schwer. Mit Disketten arbeiten heute nur noch die Wenigsten – wer es dennoch tut, wird notgedrungen auf externe Laufwerke zugreifen müssen. Ähnlich verhält es sich mit CDs. Die neusten Notebooks und PC-Modelle besitzen inzwischen nämlich kein herkömmliches CD-Laufwerk mehr.

Die Cloud beeinflusst schon viele Lebensbereiche und ist längst mehr als nur eine Modeerscheinung. Auch in der Arbeitswelt ist die Wolke heute in vielen Teilen unersetzlich. Die Mehrheit deutscher Unternehmen setzt Cloud Computing im täglichen Geschäft ein, wodurch sie zum Dreh- und Angelpunkt in der Organisation von Arbeitsprozessen wurde.

Diese Entwicklung ist wenig verwunderlich: Denn Trends der Digitalisierung, wie etwa Internet of Things, Machine Learning und die Geschäftsmodelle vieler Plattformen werden durch die Cloud ermöglicht. Für den Arbeitnehmer sind natürlich die technischen Annehmlichkeiten von Bedeutung: Ärger durch unwiderruflich gelöschte Fotos oder Dokumente, vergessene oder verlorengegangene USB-Sticks, aktuelle Zahlen nicht griffbereit – alles Probleme von gestern.

Die Arbeit in Cloud-Umgebungen verändert jedoch auch in sozialer Hinsicht die Kultur vieler Unternehmen. Offenere Kommunikationsweisen oder die flexiblere Zusammenarbeit mit Kollegen und Geschäftspartnern werden möglich. Was sagen Sie dazu – womit arbeiten Sie auf der Arbeit? Und wie haben sich die gravierenden Veränderungen in der Datenspeicherung über die Jahre auf Ihren Arbeitsalltag ausgewirkt?

Redaktion: Julia Nedoma


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1 Kommentare

Sinan German

09.04.2018

Und das Kasetten-Laufwerk vom C64???

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