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Experimentierräume

Der moderne Arbeitsplatz: flexibel, mobil und individuell

Sein (Arbeits-) Leben lang von 9 bis 17 Uhr am Schreibtisch in der Firma zu sitzen, entspricht weder den Anforderungen der modernen Welt noch den Wünschen der meisten Arbeitnehmer. Hier sind zwei interessante Ansätze zum Thema Flexibles Arbeiten.

Wie führt man ein Unternehmen, in dem sich immer mehr Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter flexible Dienstzeiten und Arbeitsorte wünschen? Unternehmen gehen unterschiedliche Schritte, um diesen neuen Anforderungen gerecht zu werden. So hat etwa die Daimler AG mobiles Arbeiten in ihre Gesamtbetriebsvereinbarung aufgenommen. Das EO Institut wiederum nutzt digitale Möglichkeiten, um seinen Beschäftigten eine Zusammenarbeit auch über Ländergrenzen zu ermöglichen. Hier stellen wir die beiden Modelle vor:

Daimler AG – flexibles Arbeiten für alle

Die Daimler AG ist eines der erfolgreichsten Automobilunternehmen der Welt und bietet neben Pkw und Nutzfahrzeugen zahlreiche Mobilitäts- und Finanzdienstleistungen an. Vor fünf Jahren hat der Konzern den Wunsch der Beschäftigten nach mehr Flexibilität und ortsunabhängigem Arbeiten aufgegriffen und einen umfassenden Prozess zur Erweiterung der Gesamtbetriebsvereinbarung zum mobilen Arbeiten gestartet. In der neuen Vereinbarung legt Daimler fest, dass alle Beschäftigten – sofern es ihre Arbeitsaufgaben zulassen – ein grundsätzliches Recht auf mobiles Arbeiten haben. Damit stärkt Daimler die Eigenverantwortung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ermöglicht eine noch bessere Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben.

Wie Daimler dabei vorgegangen ist, vor welchen Herausforderungen das Unternehmen stand und was es daraus gelernt hat, erfahren Sie im Unternehmensportrait auf der Plattform „Lern- und Experimentierräume“

EO Institut GmbH – flexible Arbeitszeit aus dem Ausland

Auch das EO Institut, ein Dienstleister in den Bereichen Evaluation, Gesundheitsmanagement und Organisationsentwicklung, setzt auf flexible Arbeitsgestaltung. Variable Arbeitszeiten und Homeoffice-Regelungen gehören dabei schon länger zum Unternehmensalltag. Doch der Wunsch einiger Beschäftigten, auch aus dem Ausland arbeiten zu können, stellte das Institut vor eine neue Herausforderung. Nun erweitern virtuelle Dashboards und Teamsitzungen via Videokonferenzen den Arbeitsalltag. Mit diesen Maßnahmen möchte das EO Institut die Balance zwischen Privat- und Berufsleben aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in einem Job garantieren, der ein hohes Reiseaufkommen und enorme Flexibilität erfordert.

Detaillierte Einblicke in das Vorgehen, die Herausforderungen und die Erkenntnisse aus dem Experimentierraum „Flexible Arbeitszeit aus dem Ausland“ erhalten Sie ebenfalls in einem ausführlichen Bericht auf der Plattform. 

Kooperationsinfo: Mit dem Webportal www.experimentierraeume.de bietet das Bundesarbeitsministerium eine Plattform, auf der Unternehmen durch inspirierende Beispiele anderer dazu ermutigt werden sollen, neue Wege in Richtung Arbeitswelt der Zukunft zu gehen. In einer regelmäßigen Artikelreihe werden ausgesuchte Beispiele der Experimentierräume hier im XING Spielraum vorgestellt.


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2 Kommentare

Thorsten Wilhelm

04.04.2018

Arbeiten von zu Hause:
Das macht glücklich und produktiv!
Vielen Dank für die Beispiele, die schön aufzeigen, was alles geht, wenn man will. Und was mit der Möglichkeit auch zu Hause arbeiten zu können erreicht werden kann.
Wir bei eresult (www.eresult.de), einem UX Design Dienstleister, haben uns dem Thema orts- un zeitunabhängiges Arbeiten auch gewidmet. Was wir dabei lernten und welche Tools gut geeignet sind für Homeworker in virtuellen Teams, und welche Stolperfallen es gibt, das habe ich in meinem Blog dargestellt:
Titel des Beitrags: Als UX Professional zu Hause arbeiten: Das macht glücklich und produktiv!
–// https://www.nutzerbrille.de/als-ux-professional-zu-hause-arbeiten-das-macht-gluecklich-und-produktiv/

Jürgen Ende

15.04.2018

Also, ich habe mir keinen der weiterführenden Links angesehen. Ich bewege ich hauptsächlich im Bereich des klein- und mittelständigen Maschinenbaus. Da ist das bis dato noch nicht angekommen. Ganz im Gegenteil. Dort würde man am liebsten die 52 h/W. wieder einführen.
Ich kann leider nicht sagen, warum dort immer noch der Glaube vorherrscht, dass mehr Arbeitszeit pro Tage auch mehr Produktivität sein soll.
seit über 30 jahren beobachte ich jetzt die aussagen zu diesem Thema. Gefühlt stellt sich mir das so dar. Je mehr die Wissenschaft und Forschung Beweise bringt, dass kürzere Arbeitszeiten mehr Produktivität bedeutet, je höher werden die Arbeitszeiten pro Woche in den Betrieben.
Wir hatten im Maschinenbau mal 35 h/W. Seit Jahren wird das umgangen (die Betriebe treten einfach aus dem Arbeitgeberverband aus) und nur noch 40 h/W. Arbeitsverträge geschlossen. Auch die ganzen Personalvermittler haben nur 40 h/W. im Angebot.
Klar, eswerden Gleitzeit und Arbeitszeitkonten angeboten. Nur die werden vom Arbeitgeber nur genutzt um Überstunden nicht mit Aufschlag bezahlen zu müssen. -Ich kenne Leute mit +200 h.- Bei 40 h/W. besteht kaum eine Möglichkeit diese Plusstunden abzubauen.
Auch durfte ich feststellen, dass die Arbeitgeber in anspruchsfolleren Positionen keine oder kaum Teilzeitangebote haben. Obewohl ich selber fast 13 Jahre Teilzeit gearbeitet habe.
Nach meiner Erfahrung ist das auch für den Arbeitgeber eine ideale Regelung. Schließlich kann bei Auftragsrückgang auf Teilzeit gearbeitet werden (geringere Fixkosten) und wenn es denn mal „brummt“, habe ich halt länger gearbeitet. Gut, das kommt auch auf den Arbeitnehmer an. Ich habe das jedenfalls immer flexibel gehalten. Es hat mir Freiheiten gebracht und meinem Arbeitgeber trotzdem die Abarbeitung der Aufträge sichergestellt.
Ich würde das jedenfalls jederzeit wieder machen.

Heute bin ich freiberuflich unterwegs. Gut, jetzt kann ich da arbeiten, wo ich gerade bin. Aber nur deshalb würde ich nicht in die Freiberuflichkeit wechseln.

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