Familie & Beruf

Studie zu Beruf und Familie: Eltern wünschen sich mehr Flexibilität

Eine aktuelle Studie der Initiative „families@work“ zeigt: Viele Paare mit Kindern beschäftigen sich intensiv mit den Faktoren, Chancen (und Grenzen) der Elternzeit. Doch für eine nachhaltige Verbesserung der Situation müssen Unternehmen, Politik und Gesellschaft noch einige Wünsche erfüllen. 

Bei Männern, die sich mit dem Thema Partnerschaftlichkeit beschäftigen, ist die Bereitschaft, in Elternzeit zu gehen, überdurchschnittlich hoch: Jeder zweite dieser Männer ist offen für alle Möglichkeiten der Aufgabenteilung – bei den Frauen ist es nur jede Dritte. Allerdings fürchten Männer nach wie vor berufliche Nachteile, je länger die Elternzeit dauert. Deshalb wünschen sich Eltern vor allem Vertrauen, Wertschätzung und Planungssicherheit von Seiten ihrer Arbeitgeber.

Das sind die ersten Ergebnisse der Umfrage „Vereinbarkeit verhandeln – Wie handeln Eltern berufliche und familiäre Aufgaben in der Partnerschaft aus?“, die im Januar und Februar von der Experten-Community Families@Work gemeinsam mit XING, care.com und Kununu durchgeführt wurde. Befragt wurden Eltern, die sich bereits mit den Themen „Vereinbarkeit“ und „Partnerschaftlichkeit“ auseinandersetzen. Ziel war es, so die Organisatoren, Erfolgsfaktoren für „Beziehungen auf Augenhöhe“ herauszustellen und zu zeigen, wie Partnerschaftlichkeit gelingen kann.

Frauen und Männer möchten während der Elternzeit so viel Zeit wie möglich mit dem Kind verbringen (Frauen 74 Prozent, Männer 88 Prozent). Dabei ist eine gerechte Verteilung der Aufgaben sowohl Männern als auch Frauen wichtig, Männern sogar noch wichtiger. Doch wie die Aufgaben verteilt sind, empfinden die Partner aber oft sehr unterschiedlich.  Deshalb wurde unter anderem danach gefragt, wie Paare mit Kindern die Verteilung von beruflichen und familiären Aufgaben miteinander verhandeln, wie sie zu ihren individuellen Lösungen kommen und was sie sich von ihren Partnern, ihrem Arbeitsumfeld und der Politik wünschen. Genannt wurden dabei vor allem moderne Arbeitsmodelle und Kinderbetreuungsangebote, oder wie es Dirk Kasten von Care.com unterstreicht: „Moderne Eltern brauchen drei Dinge: Flexibilität, Flexibilität, Flexibilität.“

Families@Work hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Thema „Vereinbarkeit von Beruf und Familie“ nachhaltig in die Arbeitswelt zu tragen und sucht dafür auch im Dialog mit Unternehmen neue, innovative Umfelder. Für Volker Baisch, Geschäftsführer der Väter gGmbH und einer der Gründer der Initiative steht fest: “Ohne Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist New Work eine Worthülse.”

Mehr über ihre Arbeit und die Ergebnisse der Studie stellt Families@Work in ihrer Session während der New Work Experience von XING am 6.März in Hamburg vor. Mit New Work-Experten, Arbeitgebern und den Teilnehmern soll dann über Ideen, Vision und Erfolgsbeispiele in Sachen Vereinbarkeit berichtet und diskutiert werden.

 

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