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Mit Hund ins Büro? Aber bitte mit Regeln!

Immer mehr Firmen erlauben Hundehaltern, ihre Vierbeiner mitzubringen. Um sich Probleme zu ersparen, sollten alle Seiten aber einen separaten Vertrag abschließen, raten Experten.

Hunde im Büro, das ist im immer mehr deutschen Firmen Alltag. Zu offensichtlich sind die Vorteile für alle Beteiligten: Hunde fördern das Betriebsklima, reduzieren Stress, liefern immer Smalltalk-Stoff – und warten nicht mehr den ganzen Tag allein zu Hause. Nur selten kommt es mit „Bürohunden“ zu Problemen. Aber genau für solche Fälle, sollten Arbeitgeber und Tierhalter gewisse Regeln schriftlich festhalten, sagen Experten.

Das geht zum Beispiel als separater Vertrag, aber auch in Form einer Betriebsvereinbarung, erklärt die Stiftung Warentest in ihrer Zeitschrift «test». Fest vereinbaren sollte man zum Beispiel, in welchen Räumen sich der Vierbeiner aufhalten darf und wie oft er vor die Tür muss – und welchen Einfluss das Gassigehen auf die Arbeitszeit hat.

Wichtig ist auch der Umgang mit Problemen: Was ist zum Beispiel zu tun, wenn Kollegen Angst vor dem Hund haben oder er aggressiv wird? Wer haftet bei Schäden? Die einfachste Antwort auf die letzte Frage ist eine Tierhalter-Haftpflichtversicherung, die Hundebesitzer in vielen Bundesländern ohnehin abschließen müssen. Gute Policen gibt es den Angaben nach ab 60 Euro pro Jahr.

Ob Arbeitnehmer ihren Hund mitbringen dürfen, entscheidet grundsätzlich der Arbeitgeber. Dabei gilt der Grundsatz der Gleichbehandlung: Dass manche Mitarbeiter mit tierischer Begleitung kommen dürfen, andere aber nicht, ist also nicht ohne weiteres erlaubt. Fragen müssen Angestellte aber trotzdem. Eine einmal erteilte Erlaubnis kann der Chef dabei jederzeit widerrufen.

Weitere Auskünfte bekommen Sie auch beim Bundesverband Bürohund e.V.

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Pro & Kontra: Hunde im Büro

4 Kommentare

Sally

30.01.2018

in unserer Firma sind drei Hunde. Sie sind gut erzogen und vertragen sich sehr gut. Die Hunde hellen das Büroklima auf – sie verbreiten einfach nur gute Laune. Schriftlich haben wir nichts vereinbart. Bis jetzt funktioniert alles ohne Vertrag. Wir sind eine kleine Werbeagentur. Ob Hunde in der Firma erlaubt sind, wurde im Vorfeld mit der Belegschaft besprochen. Die Chefin hatte das letze Wort und das war „ja“.

Lisa

30.01.2018

Ich würde unglaublich gerne in einer Firma mit Bürohund(en) arbeiten. Das wäre ein echtes Kriterium einer Firma zu wählen, denn Hunde tun der Seele gut und strahlen viel Ruhe aus. Ich suche bisher vergeblich nach Firmen in meinem Tätigkeitsbereich mit Bürohund.

Katharina

03.02.2018

Ich darf meine Hündin einmal pro Woche mit ins Büro nehmen. Sie hält sich bei uns im Büro auf, wo sie eine eigene bequeme Box als Rückzugsraum hat. Ich glaube, sie sieht uns alle als Rudelmitglieder an. 😊 In die Besprechungszimmer nehme ich sie nicht mit, sondern plane diesen Tag ohne größere Meetings (was auch dem Arbeitsfortschritt guttut 😉). In Allgemeinbereichen, wie am Gang oder im Stiegenhaus, ist sie ausnahmslos angeleint und geht bei Fuß. Sobald ich mit ihr vor die Tür gehe, ist das Freizeit; ich steche immer aus. Selbstverständlich habe ich eine Haftpflichtversicherung für sie abgeschlossen. Wenn wir mittags spazieren gehen, schließen sich uns immer mehr KollegInnen an. Die Bewegung an der Luft tut uns schließlich allen gut 😉
Fazit: Hund im Büro – für mich absolut positiv und nicht mehr wegzudenken.

Sarah 40

10.07.2018

Ich finde es unmöglich zu glauben das Hunde im Büro unproblematisch sind. Es stinkt sie laufen vor die Beine wenn sie nicht erzogen sind. Es ist unhygienisch und statt für Entspannung zu sorgen krieg ich Bluthochdruck wenn sie im Raum sind.