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Abschiedsfehler in E-Mails: "Beste Grüße" gibt es nicht!

Viele Berufstätige schreiben jeden Tag Dutzende E-Mails – und wissen trotzdem nicht genau, wie sie sich verabschieden sollen. Immer richtig sind nur zwei Varianten, andere Grußformeln passen nur manchmal. Und bestimmte Grüße sollte man sich auch ganz verkneifen.

Fehler in den Abschiedsformeln bei E-Mails

Besser etwas distanzierter: Vermeintlich niedliche Grußformeln in E-Mails sollten sich Berufstätige lieber sparen. (©Foto: Alexander Heinl/dpa-tmn)

Mit „freundlichen“ oder „vielen Grüßen“ ist man in beruflichen E-Mails auf der sicheren Seite. „Das sind die beiden neutralsten Varianten“, sagt Coach und Etikette-Expertin Elisabeth Bonneau.

Wer einem Adressaten zum ersten Mal schreibt und noch keine vertrauliche oder informelle Beziehung zu ihm hat, greift also besser zu dieser Variante – heutzutage übrigens ohne das „mit“ vor den freundlichen Grüßen. Von den oft verwendeten „besten Grüßen“ rät Bonneau dagegen ab: „Die gibt es nicht, weil es ja auch keine guten Grüße gibt.“

Mit „lieben“ oder „herzlichen Grüßen“ sollte sich dagegen erst verabschieden, wer seine E-Mails auch so eröffnet – also mit dem vertraulichen „Lieber“ oder einem lockeren „Hallo“. Den Schritt zu dieser Ebene sollten Berufstätige aber am besten dem Gesprächspartner überlassen und dann nachziehen, rät Bonneau. Das gilt vor allem, wenn es sich um einen Vorgesetzten oder einen wichtigen Kunden handelt.

Ähnlich schwierig sind Adjektive oder niedliche Verzierungen: „Sportliche Grüße aus dem sonnigen München“ nennt Bonneau ein Beispiel. Viele versuchen, ihren E-Mails damit eine persönliche Note zu geben. „Das geht aber meistens schief“, sagt die Expertin – genau wie bei einem „Guten Morgen“ zur Begrüßung. Schließlich weiß der Absender nicht, wann der Empfänger die E-Mail liest.

Was dagegen geht, zumindest manchmal: E-Mails ohne Anrede und Grüße. „Und wenn Sie zum achten Mal am Tag hin und her schreiben, können Sie das auch ganz weglassen oder nur schnell „Gruß“ und Ihr Kürzel daruntersetzen“, sagt sie. In anderen Ländern ist das ohnehin üblich: Im Englischen zum Beispiel sind ein simples „Hi“ und ein „Best“ am Anfang und Ende von E-Mails oft schon das höchste der Gefühle. Und auch im Französischen gehe es deutlich informeller zu als im Deutschen, sagt Bonneau.


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5 Kommentare

Rolf Leder

01.12.2017

Das Spannende an Sprache ist, finde ich, dass sie (offensichtlich oder vermeintlich) falsche Worte und Formulierungen in sich aufnimmt – unter anderem aus der sog. „Jugendsprache“, aber eben auch aus dem Arbeitsumfeld. Schon von daher vermag ich die Abneigung der Expertin gegen die Formulierung „Beste Grüße“ nicht nachzuvollziehen, die hat sich aus meiner Sicht inzwischen vollumfänglich in der Sprache etabliert. Zudem finde ich die Begründung „Die gibt es nicht, weil es ja auch keine guten Grüße gibt.“ unpassend, denn „freundliche“ oder „sonnige“ oder „herzliche“ Grüße dürfte es dann eigentlich auch nicht geben – ein Gruß an sich ist nicht freundlich/sonnig/herzlich, er hat keinen eigenen Willen, kein wärmenden Strahlen, kein Herz. Er ist vom Absender nur sinngemäß so gemeint – und daher meine ich, dass man jemandem auch die besten aller Grüße senden darf. Aber das möge jeder so halten, wie er mag. ;-)

Beste Grüße
Rolf Leder

Paul Maurer

03.12.2017

Danke Herr Leder,
genau das gleiche habe ich mir gedacht als ich den Artikel gelesen habe.

Beste Grüße
Paul Maurer

Frank Korablin

06.12.2017

Ich habe in meinem bisherigen Leben viele E-Mails erhalten und kann mich nicht daran erinnern, mich jemals an irgendeiner bestimmten Abschieds-Formulierung gestört zu haben. Für mein Empfinden haben Leute, die sich an solche „Banalitäten“ stören, entweder Selbstwertprobleme oder machen sich über unnötige Dinge viel zu viel Gedanken.

Bin da ganz bei Herrn Leder, Grüße, solange freundlich oder gut oder höflich, sollten nicht auf die Goldwaage gelegt werden.
In diesem Sinne beste Grüße aus Berlin!

Kim Liewald

08.12.2017

Ein Artikel dem auch ich nicht beipflichte. Ich sehe das ähnlich wie meine Vorredner; warum sollte der Empfänger meiner Email sich an meinem Abschiedsgruß derart aufhängen?
Wenn man diese Floskeln schon so im Detail auseinander nimmt, dann hat ein „mit freundlichen Grüßen“ meiner Meinung nach die allerwenigste Daseins-Berechtigung. Sollte ein Gruß denn nicht immer freundlich sein?
Schlimm, dass heutzutage alles bis auf’s Letzte analysiert werden muss.

Ich wünsche jedenfalls allen ein schönes Wochenende und besinnliche Weihnachtstage.

Winterliche Grüße aus Franken!

Heinz _ Werner Heckenpenner

08.12.2017

Grußformel
Keine Ahnung wie man das interpretieren soll.
Ich freu mich schon, wenn ich bei dem was ich schreibe keine Vertippper habe,
und die Autokorrektur funtienihrt ; weiterhin ist das mit den Kommas und Semikolonias auch echt
nicht so einfach.

Grußformel

Heinz Heckenpenner

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