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"Work-Life-Blending": Wie gefährlich ist die schöne neue Arbeitswelt?

Digitalisierung und New-Work-Ideen lassen Arbeit und Leben immer mehr miteinander verschmelzen. Doch aus dem Traum des „Work-Life-Blending“ kann auch schnell ein Alptraum werden – meint unser Gastautor Christian Scholz* in seinem streitbaren Beitrag zu einer notwendigen Diskussion.

Buchautor Christian Scholz

Buchautor Scholz: „Gibt es wirklich den Widerspruch zwischen Lebensqualität und Arbeit? „

Wir leben in einer faszinierenden Welt: Smarte Produkte verbinden sich in smarten Fabriken zu smarten Geschäftsmodellen. Dass wir dann auch noch Smart Cities mit völlig vernetzten Menschen bekommen, ist genauso folgerichtig wie die smarte Personalarbeit, die uns optimal in der Arbeitswelt platziert. Und am Ende jubeln die Medien und erklären uns, „wie die Roboter unsere Rente sichern“.

Das Zauberwort lautet Digitalisierung. Dahinter steht die informationstechnische Vernetzung der gesamten Lebenswelt, also der beruflichen Sphäre ebenso wie der privaten, einschließlich der Verknüpfung zwischen beliebigen Objekten. Alles wird digital und wir bekommen das „Internet of Things“.

Digitalisierung hat nicht nur etwas mit Technik zu tun. Sie ergreift die gesamte Arbeitswelt und bringt sie auf ein anderes Niveau. Das führt uns zu einem anderen Zauberwort, nämlich New Work: Ursprünglich auf Fritjof Bergmann und sein Buch zur „Neuen Arbeit“ zurückgehend, wird es aktuell vor allem von Unternehmensberatern neu entdeckt. NewWork, das sind hochdynamische, moderne, angenehme und produktive Organisationsformen, die alles, was auch nur irgendwie als „alt“ gilt, hinter sich lassen.

Im New Work wird Arbeiten so angenehm wie Frühstück am Sonntag und besticht durch lauter positive Visionen: schöne Umgebung, attraktive Jobs, gute Bezahlung und natürlich – das überrascht jetzt niemanden mehr – alles vernetzt und alles digital.

Scholz-Buch: „Disruption klingt weniger gut, wenn es mich persönlich betrifft.“

Wir ahnen es: Hier kommt der Brückenschlag zum Work-Life-Blending. Wir arbeiten im Kaffeehaus in Wien oder im Berliner Coffee-Shop und trinken einen Latte Macchiato, der aus irgendwelchen Gründen in vielen Geschichten aus dieser Traumwelt immer wieder auftaucht. Nur: In der digitalen „Welt“ der Informatiker ist der schwarze Kaffee am beliebtesten. Wir haben auch keinen Wecker mehr neben dem Bett: Wir stehen auf, wenn wir Lust dazu haben, und arbeiten dann auch, wann und wo und wie wir wollen. Die klare Botschaft: Noch nie haben wir uns so wohl gefühlt wie heute. Noch nie waren wir so gut informiert wie heute. Noch nie konnten wir unsere Entscheidungen basierend auf gut abgewogenen Alternativen treffen, und auch noch nie waren wir so irrelevant im Treffen dieser Entscheidungen.

Mein Smartphone informiert mich brav über die App der Deutschen Bahn wenige Minuten, bevor ich in Mannheim am Hauptbahnhof ankomme: Ich bekomme eine garantierte Fahrzeitverlängerung von mindestens 14 Minuten. Ich werde also gerade noch – auch hierzu liefert mir die Digitalisierung entsprechende Daten – meinen Zug nach Saarbrücken auf Gleis 2 wegfahren sehen. Sicher, in der alten Zeit hätte der Zugführer des einen Zuges mit dem anderen telefoniert und mir den Anschluss gesichert – ebenso wie den geschätzten 50 anderen Fahrgästen, die wie ich noch die letzte vernünftige Verbindung nach Saarbücken bekommen wollen. Dafür sehe ich aber jetzt, dank der Digitalisierung, dass der Zug von Stuttgart in Richtung Saarbrücken auch 35 Minuten Verspätung haben wird. Ich fühle mich gut informiert.

Ist Work-Life-Blending nur ein Märchen?

Mit dem Internet sind Analysen einfacher geworden, da Google auf fast jede Frage mit hunderttausend Einträgen antwortet. Doch in diesem Datenmüll auf verlässliche Information zu stoßen, grenzt an Unmöglichkeit und setzt analytische Fähigkeit voraus. Wenn man bedenkt, dass soziale Medien mich mit dieser Informationsflut manipulieren wollen, bin ich mir nicht so sicher, wie gut mir dieser Traum gefällt, den ich jetzt gerade träume. Selbst in der Wissenschaft gibt es inzwischen mehr Müll als intelligent Lesbares. Vor allem der wissenschaftliche Nachwuchs muss am laufenden Band Papiere wie im Film Moderne Zeiten von Charlie Chaplin produzieren, die keiner mehr liest, die aber ihre Existenzberechtigung durch Vorhandensein bekommen.

Irgendwie passt das Wort „traumhaft“ nicht mehr und man erkennt das Muster: Die gleichen Technologien und Innovationen, die mir das Leben lebenswerter machen, produzieren gegenteilige Effekte in noch größerem Ausmaß. Alles nur ein Märchen? Eine „Mär von der Freiheit“? Ein Betrug? Eine vorsätzliche Täuschung?

Ich sitze bei einer perfekten Pizza Prosciutto in einem romantischen Lokal und trinke mein Weißbier, da vibriert das Handy: Die quengelige Anfrage eines quengeligen Kunden kommt automatisch bei mir an und führt im Extremfall zu einer quengeligen Antwort. Oder aber mein Chef – der vielleicht zu Hause in seinem Garten unter seinem Kirschbaum sitzt – hat wieder eine seiner unzähligen genialen Ideen, für die er sofort meinen Input braucht.

Ist das schon die viel zitierte Disruption, die Störung, die Zerstörung, wo eine Idee die vorherige ablöst, wo Andersartigkeit die Andersartigkeit auslöscht und wo Unternehmen wie Google sich selbst permanent neu erfinden? Und wo das Wort Disruption auch als Ausdruck für abrupte Veränderungen der Arbeitswelt auftaucht. Das mag vielleicht für einige gut klingen. Allgemein gesprochen ist die Disruption positiv konnotiert. Es klingt aber bereits weniger gut, wenn es mich persönlich betrifft.

Die verordnete Zwangsbeglückung macht nicht fröhlich

Was geht in mir vor? Irgendwie kommt bei dieser verordnet unausweichlichen Zwangsbeglückung nur begrenzt Freude auf. Auch wenn ich persönlich von Technologie begeistert bin und kaum ein elektronisches Spielzeug auslasse (also selbst den BB-8 Roboter aus dem Film Star Wars auf meinem Schreibtisch stehen habe, der auf mein iPhone reagiert), schwingt bei mir ein dumpfer Unterton mit.

Es gibt Technologien, bei denen ich noch nicht mitspiele: So ist mein Kühlschrank nicht mit dem Bestellservice von Amazon gekoppelt und füllt sich nicht automatisch zum maximalen Befüllungspunkt auf. Man muss sich nur die technik-affinen Nerds anschauen, die oft diese Technologie kategorisch ablehnen. Sie weigern sich, WhatsApp zu nutzen, und hatten immerhin die Idee, die Piratenpartei zum Thema Digitalisierung zu gründen. Warum sieht nach Elon Musk und Stephan Hawking jetzt auch Bill Gates in künstlicher Intelligenz eine Gefahr? Es sind die Vorahnungen, dass wir die soziotechnologische Balance verloren haben könnten.

Mit meinem Buch habe ich mich auf eine ganz andere Reise begeben und wollte herausfinden, was wirklich hinter diesen Disruptionen und Verschmelzungen steckt, ob mich die Digitalisierung nervös machen oder glücklich stimmen soll und überhaupt: Wie passt das Ganze zusammen?

Dabei allerdings hilft die Digitalisierung mit Fakten, Beispielen, Protagonisten und vielem anderen, was man bereits im Internet recherchieren kann. Dazu kommen alle die Menschen, mit denen man in den persönlichen Dialog treten und diskutieren kann. Natürlich muss man nicht alles glauben, was man liest und hört. „Alternative Fakten“ oder „postfaktische Überlegungen“ lauern nicht nur in der Politik, sondern auch im Umgang mit der Digitalisierung und der Arbeitswelt.

Dies gilt ganz besonders für eine Idee, die meinem Buch den Namen gegeben hat, nämlich das „Work-Life- Blending“. Gerade dieses Wort ist eine Schöpfung mit hochgradig manipulativer Wirkung, die es uns schwer macht, zum eigentlichen Kern vorzudringen. Um es ganz praktisch auszudrücken: „Zum Beispiel wird Berufliches auch nach Feierabend erledigt oder die Freizeit mit den Kollegen verbracht.“

„Work-Life-Blending“ animiert uns zu Daueraktivität

Warum soll ich überhaupt noch nach Hause gehen, wenn mein Arbeitsplatz mir alles bietet, was ich brauche? Obst, soziale Kontakte, Schlafkojen, Stehschreibtische, luftige Großraumlandschaften in anregenden Farben: bald (oder jetzt schon) alles gegeben. Work-Life-Blending animiert uns zu Daueraktivität – vielleicht nicht mehr nur im Büro, sondern auch im Zug, im Café und im Strandbad.

Auf Kongressen wird gejubelt: Die Macht des Kollektivs ist mit uns, Energie überall, wir brechen begeistert ins Ungewisse auf und ohne Führung sind wir rund um die Uhr im perfekten Work-Life-Blending glücklich. Progressive Animatoren in Turnschuhen verkünden uns von der Bühne das Evangelium der neuen Arbeit, die eigentlich keine Arbeit ist. Wir sehen in einem Vortrag die Traumwelten im Silicon Valley und begeben uns bei flotter Musik auf HR-Safari nach Berlin.

Work-Life-Blending klingt vielleicht gut, ist es aber vielleicht gar nicht. Work-Life-Blending klingt klein und unschuldig, betrifft aber den Großteil unseres Lebens. Genauer gesagt: Bei acht Stunden Schlaf betrifft Work-Life-Blending zwei Drittel unseres Lebens zwischen Schule und Ruhestand, also 262.080 Stunden.

Was wir zurzeit über diese neue Arbeitswelt lesen, macht rund um die Uhr glücklich. Erfolgsrezepte gibt es genug. Besonders schön die Idee von Lee McAteer: Wenn er nicht gerade seine Mitarbeiter nach Las Vegas einlädt, versteckt er am Abend 250000 Plastikbälle im Büro und sich vor Arbeitsbeginn wie Sheldon Cooper in diesen Bällen. Ob er auch „Bazinga“ gerufen hat?

Vorher gab es einen ganz anderen Hype, nämlich die Work-Life-Balance mit dem Ziel, zwei gleich wichtige Teile im Leben zu haben. Auch wenn „Work-Life-Balance“ wissenschaftlich solide erforscht, in seinen verschiedenen Implikationen analysiert und gerade für Europa durchaus typisch ist, wird es aktuell mit aufoktroyierter Unfreiheit gleichgesetzt, also geächtet. Wer genau will das aber? Und warum? Und wie? Und bekommen wir wirklich, was uns versprochen wird? Oder ist es tatsächlich nichts anderes als eine ganz große Mogelpackung?

Was ich wissen will: Werden wir am Ende belogen, betrogen, manipuliert? Der Verdacht drängt sich auf. Doch durch wen und warum? Kann und soll es uns beruhigen, wenn alle „relevanten“ politischen Parteien sich bei unserer Arbeitswelt verblüffend einig sind und sich immer mehr wie durch geheime Koordination darauf verständigen, wie sie in einheitlicher Form uns Bürgern Zusammenhänge klarmachen? Oder laufen sie genauso blind hinter irgendetwas her? Aber warum? Und wie? Gibt es wirklich den Widerspruch zwischen Lebensqualität und Arbeit, der sich nur durch Work-Life-Blending auflösen lässt?

Jetzt bleibt nur noch ein Punkt: Warum steht in der Überschrift das Wort Kaktus? Der Kaktus ist ein Symbol für die Generation Z. Mit ihr habe ich mich in einem anderen Buch ausführlich beschäftigt: Die Generation Z sind die Jugendlichen, die ab den 1990er Jahren geboren wurden und jetzt langsam auch ins Berufsleben vordringen. Sie unterscheidet sich in vielen Punkten von den vorangegangenen Generationen, vor allem in ihrem Realismus, ihrer Suche nach klaren Strukturen und auch darin, dass für sie Beruf und Privatleben gleich wichtig sind. Diese Generation Z möchte eine Arbeitswelt, in der sie sich wohlfühlt. Und ein Symbol für dieses Wohlfühlen ist der eigene Schreibtisch, auf dem das Bild von Freund oder Freundin steht, möglicherweise aber auch eine Pflanze, wobei sich hier der durchaus pflegeleichte Kaktus anbietet. Diese junge Generation gilt es in ihrer Andersartigkeit bei Diskussion und Konzeption unserer Arbeitswelt zu berücksichtigen – denn es wird primär irgendwann ihre Welt sein.

Aber unabhängig davon stellt sich eine weitere Frage: Selbst wenn – warum auch immer – Work-Life-Blending heute als hip gilt, kann es nicht sein, dass dieses Konzept vielleicht ähnlich schnell „veraltet“ wie Work-Life-Balance? Brauchen wir nicht doch etwas mehr Nachhaltigkeit in der Arbeitswelt? Kombiniert mit menschenfreundlicher Innovation?

*Autoreninfo: Christian Scholz ist Wirtschaftswissenschaftler und Autor. Der Österreicher zählt zu den renommiertesten Personalmanagement-Experten, kam sechsmal auf die Liste der 40 führenden Köpfe im Personalwesen und danach 2015 in die „Hall of Fame“. Er publiziert in wissenschaftlichen Zeitschriften, schreibt Kolumnen unter anderem als „MeinungsMacher“ auf manager-magazin.de und bloggt seit 2006 als „Per Anhalter durch die Arbeitswelt“.

Dieser Beitrag ist ein bearbeiteter Auszug aus seinem neuen Buch „Mogelpackung Work-Life-Blending“


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1 Kommentare

Joachim Walter

20.10.2017

Hallo zusammen,
gerne kokettiere ich mit meinem Alter (66 Jahre und immer noch als Personalberater beruflich aktiv) . Alter bedeutet aber auch Erfahrung, im Positiven wie im Negativen. Ich habe viele Trends kommen und gehen sehen. Mein Eindruck ist, dass extreme Veränderungen automatisch zum Scheitern führen. Ich betrachte die (Arbeits)welt nicht aus wissenschaftlicher Sicht, sondern rein pragmatisch.

Der Wunsch Arbeitswelt und Privatinteressen /-leben optimal in Einklang zu bringen ist legitim, wird aber aus subjektiver Sicht nicht erfüllbar sein. Herr Scholz zeigt selber Beispiele auf. Es wird aus meiner Sicht einfach zu viel erwartet, zu viel hineingepackt, der Kalender bis ans Limit gefüllt. Das erzeugt Stress und damit Unzufriedenheit. Dazu kommt die „Geißel neue Medien“, immer und überall erreichbar zu sein und andere erreichen zu wollen.

Wer will, kann sich ja dem Mobiltelefon oder dem Tablett/PC und den technischen Möglichkeiten des WWW. unterwerfen. Nur wenn wie erwähnt als Beispiel der Kühlschrank der Kontrolle von Amazon und Co. unterliegt nebst anderen vernetzten oder verlinkten Einheiten, geben wir einen wesentlichen Teil unserer Identität, unserer Persönlichkeit und unseren Freiheiten auf. Wir lassen denken und lassen entscheiden, geben letzte Details von uns preis und fordern auf der anderen Seite aber einen maximalen Datenschutz.

Wie war es denn früher? Die Welt war nicht so schnelllebig, hat aber trotzdem funktioniert. Ich bin für eine Trennung von Arbeit und Privat. Diese Meinung basiert auf persönlichen Erfahrungen. Ehemalige Kollegen arbeiten Vollzeit im Homeoffice, sind bestens an ihr Unternehmen angebunden und beklagen sich darüber, dass sie nicht informiert sind, Stichwort „Flurfunk“ oder die Kollegen aus den USA um Mitternacht anrufen „..wieso, bei uns ist es gerade Tag“.

Die Trennung funktioniert bei mir auch nicht immer, aber wenn ich die Bürotür (kein Homeoffice!!!) ins Schloss ziehe, ist Feierabend. Und wenn ich im Auto sitze arbeite ich keine Telefonliste ab und ich bin auch sonst nicht immer erreichbar. Auch habe ich in den 90er Jahren Firmen erlebt die vom Frühstücksbuffet über den Kaffeeservice und Sportangebot bis zum möblierten Zimmer im Bürotrakt alles angeboten haben und heute nicht mehr existieren, auch weil die Mitarbeiter durch die extreme Bindung verschlissen wurden und nicht mehr konnten bzw. irgendwann auch nicht mehr wollten.

Vielleicht bin ich ein Frühgeborener der Generation „Z“, aber ich lege Wert auf klare Strukturen und eine Vernetzung nur dort, wo sie sinnvoll erscheint wie z.B. Industrie 4.0. Last mir/uns bitte Freiheiten. Ich möchte nicht fremdbestimmt sein bzw. werden und möchte auch in Zukunft mein Auto, auch noch ein Diesel, eigenverantwortlich selber im Straßenverkehr bewegen.

Der Platz und die Zeit reichen nicht, um alle meine Gedanken nieder zu schreiben. Wahrscheinlich könnte ich auch ein Buch füllen. Lassen Sie es mich so zusammenfassen: Arbeit und Privat in einem vernünftigen Maß zu „verschneiden“ erscheint sinnvoll, elektronische Anbindung auch, weil andere Trends mitmachen. Es darf aber nicht dazu führen, das der „Blend“ dann keinen eindeutigen Geschmack mehr hat. Ich wage einen Blick aus der Vergangenheit in die Zukunft und sage, dass es bei Veränderungen / Trends zwei Extreme gibt: volle Zustimmung und volle Ablehnung. Die Realität liegt dann in irgendwo dazwischen. Aber wir selber sollen festlegen, welchen Dingen wir uns „unterwerfen“.

Ein Zuviel an Vermischung von Arbeit und Privat führt zu Stress, zu Unzufriedenheit und damit dreht sich die Spirale nach unten. Misserfolge oder Unzufriedenheit im privaten wie im dienstlichen Bereich führen zu wechselseitigen Übertragungen und dazu, dass sich die Abwärtsspirale nur noch schneller dreht. Aus meiner Sicht führt ein „Weniger“ in den Ansprüchen mit einer möglichst klaren Trennung im „Work-Life-Blending“ zu mehr Zufriedenheit „… im Blend muss eine Geschmacksrichtung erkennbar sein“. Selbst ein Cocktail hat eine dominante Note. Nur wenn der Blend auch gut schmeckt ist das Blending gelungen.

Es mag sein, dass ich mit meinen Ausführungen auch anecke. Das ist gut so, denn wenn ich Reaktionen auf meine Worte erfahre wurde mein Kommentar auch gelesen. Dafür vielen Dank!

Joachim Walter

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