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Ausländische Arbeitnehmer beklagen unfreundliche und distanzierte Art in Deutschland

Statt mit offenen Armen empfangen zu werden, haben viele ausländische Arbeitnehmer in Deutschland das Gefühl, nicht willkommen zu sein. Wirtschaftliche Stabilität und politische Sicherheit können diese Unfreundlichkeit nur zum Teil aufwiegen.

In der neuen Expat-Insider-Studie des sozialen Netzwerkes InterNations wird ein altes Urteil vieler ausländischer Arbeitnehmer in der DACH-Region bestätigt: Besonders die unterkühlte und distanzierte Art vieler Mitmenschen in Deutschland, Österreich und der Schweiz mache die Eingewöhnung für Expats sehr schwierig, so die Umfrage.

In der Studie wurden 13.000 Teilnehmer aus 188 Ländern befragt, die im Ausland leben und arbeiten. Dabei wurde neben Fragen zu den Arbeitsbedingungen im Ausland, auch eine Rangliste von 65 Zielländern erstellt, welche besonders attraktiv für Expats sind. Faktoren wie zum Beispiel Lebensqualität, Arbeitswelt und Eingewöhnung im Gastland, wurden bei der Erstellung der Rangliste miteinbezogen. Deutschland landet mit dem 23. Platz – deutlich geschlagen von den beliebtesten Destinationen wie Bahrain, Costa Rica und Mexiko – nur im Mittelfeld. Noch schlechter schneiden die Schweiz (27. Platz) und Österreich (28. Platz) ab.

Ein Faktor sticht besonders negativ hervor: die Gastunfreundlichkeit.

Jeder siebte Expat beschreibt die Deutschen als zu reserviert – mehr als die Hälfte (58 Prozent) würde es deshalb schwerfallen, deutsche Kontakte zu knüpfen. In der Schweiz nehmen sogar drei von zehn der Befragten die Schweizer als unfreundlich wahr. Ein Grund für dieses Ergebnis seien unter anderem Sprachbarrieren, denn für viele ausländische Fachkräfte stelle das Erlernen der deutschen Sprache eine große Hürde dar. Das führe dazu, dass sich die Auswanderer in ihrer neuen Heimat nicht zu Hause fühlen würden.

Dennoch sei die DACH-Region für viele Arbeitskräfte ein attraktives Ziel, schließlich können die Länder mit wirtschaftlicher und politischer Stabilität punkten.

Besonders geschätzt werden die Sicherheit der Arbeitsplätze, die besseren Einkommensaussichten und die gelebte Work-Life-Balance. Im Allgemeinen wird Deutschland eine gute Lebensqualität zugesprochen: 83 Prozent seien mit ihrem Leben in der neuen Heimat zufrieden.

Besonders überraschend hat Bahrain dieses Jahr den 1. Platz in der Rangliste erzielt. Im Vorjahr lag der Golfstaat noch auf dem 19. Platz. Wie kommt diese positive Beurteilung der Befragten zustande? Insbesondere würde sich das Land durch die Freundlichkeit der Bevölkerung und die leichte Verständigung, ohne Arabisch sprechen zu müssen, auszeichnen.

Schlusslicht sind in diesem Jahr Nigeria, Kuwait und Griechenland. Problematisch in Griechenland sei vor allem die wirtschaftliche Situation: Die Hälfte der in Griechenland lebenden Expats gibt an, dass das Haushaltseinkommen nicht zur Deckung aller Lebenshaltungskosten ausreichen würde.

 

Über InterNations:  Mit mehr als 2.8 Millionen Mitgliedern in 390 Städten weltweit ist das Münchner Unternehmen InterNations das weltweit größte soziale Netzwerk und Informationsportal für alle, die im Ausland leben und arbeiten. Neben zahlreichen Informationsmaterialien und digitalen Vernetzungsmöglichkeiten bietet InterNations seinen Mitgliedern auch die Gelegenheit zum persönlichen Austausch: Im Rahmen von rund 6.000 monatlichen Veranstaltungen und Freizeitaktivitäten auf der ganzen Welt können die Mitglieder andere Expats und weltoffene Locals kennenlernen.

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