Throwback: Wie hat sich die Office-Welt im Laufe der Zeit verändert?

In unserer neuen Bilderreihe „Throwback“ möchten wir die Arbeitswelt einmal ganz genau unter die Lupe nehmen. Was hat sich im Laufe der Zeit alles verändert? Wie arbeiten wir heute im Vergleich zu gestern? Unsere erste Bilderstrecke möchten wir den Büro-Trends im Zeitverlauf widmen: Von repräsentativen Chefbüros bis hin zu innovativen Coworking-Spaces ist alles mit dabei!

Büros sind nicht mehr wegzudenken – und dies schon seit dem 18. Jahrhundert. Heute sind ca. 50 Prozent der Beschäftigten als Büroangestellte tätig. Vergleichbar sind die Büros von 1800 natürlich nicht mehr mit den heutigen Offices.

Die Entwicklung der Arbeitsplätze wurde vorwiegend durch Ideen aus den USA beeinflusst, aber vor allem durch die Digitalisierung der vergangenen Jahre. Der Büromöbel-Experte Steelcase hat vier maßgebliche Trends identifizieren können: Das Großraumbüro, die repräsentativen Chefbüros, die Wohlfühloasen und das Home-Office.

Eine Frage bleibt: Wie wird das Büro der Zukunft aussehen? Im Zuge des digitalen Wandels lässt sich feststellen, dass Arbeit nicht länger lokal gebunden sein muss. Mit Hilfe von vernetzten Technologien, ergreifen immer mehr Mitarbeiter die Möglichkeit im Home-Office oder in Coworking Spaces zu arbeiten. Insbesondere Coworking Spaces, wie die Arbeitslandschaften von Design Offices passen sich flexibel an die Bedürfnisse der Mitarbeiter an. Statt eines starren Umfeldes können sich die Kunden je nach Arbeitsaufgabe zwischen Conference Spaces, Event-Spaces oder Einzelbüros entscheiden.

Büro im Jahr 1953
Büro im Jahr 1953
1953 – Es wird farbig im Büro. Noch bestehen die Offices vorwiegend aus Einzelbüros. ©Steelcase
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Eine netzbasierte Zusammenarbeit beeinflusst nicht nur die Arbeitsumgebung, sondern auch das Verhältnis zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitern. Laut Steelcase kann eine grundlegende Veränderung beobachtet werden: „Die Führungskraft wird mehr zum Coach, weniger zum fachlich inhaltlichen Tonangeber“ – und dies zeige sich auch räumlich: Das hierarchische Chefbüro würde immer mehr dem „Open Doors“ Gedanken weichen und flache Hierarchien ermöglichen.

Werfen Sie einen Blick in unsere Bildergalerie und sehen Sie, welche Trends maßgeblich unsere Bürowände in den letzten Jahren beeinflusst haben. Wir wünschen Ihnen viel Spaß!

Text: Larissa Kern

*Über Steelcase: Seit über 100 Jahren unterstützt Steelcase weltweit führende Organisationen mit fundiertem Wissen und seinem bedeutenden Erfahrungsschatz – und zwar überall dort, wo Arbeit stattfindet. Steelcase versteht, wie Menschen arbeiten und wie intelligent gestaltete Räume Menschen dabei unterstützen, produktiver, engagierter und inspirierter zu sein. Soziale, wirtschaftliche und ökologische Nachhaltigkeit ist dabei von besonderer Bedeutung. Steelcase Inc. erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2017 weltweit einen Umsatz von 3,0 Milliarden US-Dollar und ist mit einem Netzwerk aus über 800 Fachhandelspartnern global vertreten.

2 Kommentare

Heike Andersen

17.08.2017

Kommentar zum Home Office Bild: Irgendwas mache ich wohl falsch. Ich sitze immer noch konzentriert am heimischen Schreibtisch, statt entspannt mit dem Laptop auf einem großen Lümmelsofa. Wenn das das Bild vom „Heimwerker“ ist, wundert es mich nicht, dass IBM die Leute zurück ins Büro ruft. In der gezeigten Haltung mag man viele schöne kreative Ideen bekommen, sie weckt aber auch den Neid derer, die das nicht können und das Misstrauen, dass man so eine Haltung doch wohl kaum Arbeit nennen kann. Na ja, in Deutschland wird eben immer noch geackert, statt mit Leichtigkeit durch den Tag geglitten…
Für mich die optimale Form: Co-Working Space + stille Räume zum konzentrierten Arbeiten (deep work!) + Home Office, das von beidem etwas hat. Dazu: helle, freundliche Meetingräume, in denen auch mal gelacht werden darf und trotzdem tolle Projekte diskutiert und vor allem entschieden und effizient voran gebracht werden.

Ida L

04.09.2017

Was Heike Andersen schreibt, kann ich nur bestätigen.
Wer sich nicht mit zeitgemäßen Formen der Arbeit auseinandersetzt, sondern auf überkommene Tugenden wie Fleiß, Ordnung, Gehorsam zählt, der hat es natürlich schwer, sich einen Homeoffice-Worker auch als tatsächlich arbeitend vorzustellen. In dessen Wertewelt wäre ein Büro wie anno 1963 der ideale Arbeitsort – ein Chef, der ständig alles beaufsichtigen kann, und emsige, sichtlich „arbeitende“ Angestellte. Im Schwabenland z.B. werden diese Werte noch vielerorts sehr hoch gehalten.

Noch eine Ergänzung: Früher gab es auch noch den großen Unterschied zwischen „Arbeitern“ (Blaukitteln) und „Angestellten“ (Weißkitteln). Während die einen handwerklich arbeiteten, meist in Produktionshallen, überwiegend im Stehen und ohne eigenen Schreibtisch, waren die anderen „etwas Besseres“ und hatten immerhin Dauer-Sitzplätze hinter einem Schreibtisch. Es gab in früheren Zeiten wesentlich mehr „Blaukittel“ als „Weißkittel“. Denn produziert wurde alles vor Ort mit viel Manpower, und an Schreibtischtätigkeiten gab es praktisch nur Administratives wie Personalabteilungen und Sekretariate, außerdem Ingenieure und Kaufleute. Ein Großraumbüro galt als enorm fortschrittlich, weil die vorher deutlichen Hierarchie- und Dienstalter-Abstufungen, die sich in der Größe und Einrichtung der Büros niedergeschlagen hatten, jetzt doch in großen Teilen aufgehoben wurden. Jeder Schreibtisch sah annähernd gleich aus. Allerdings gab es natürlich immer noch Einzelbüros für die Höhergestellten, mehr oder weniger schick ausgestattet.

Auf Ämtern gab es ohnehin kaum Einzelbüros außer für Abteilungsleiter. Aber auch keine ausgesprochenen Großraumbüros. Viele Ämter waren in Altbauten untergebracht, wo die Raumgröße vorgegeben war und meist für jeweils 2-6 Arbeitsplätze reichte.