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Netzwerk-App "Lunchzeit": Öfter mal wen Neues

Mittags ab 12 Uhr, in Deutschland:  Überall strömen Menschen in Kantinen, Restaurants, Fastfood-Lokale. Oft sind es immer die selben Kollegen, die sich zum Essen verabreden – und über die immer gleichen Themen reden.. Das sollte man ändern, meinen die Gründer einer neuen Vernetzungsidee.

Viele gute Kontakte, Ideen (und Karrieren) können am Mittagstisch beginnen. Doch in vielen Unternehmen bleiben die meisten Teams unter sich, Einzelgänger und Schüchterne finden nur schwer Anschluss. Dabei wird die Vernetzung und der Wissensaustausch über Abteilungsgrenzen hinweg in New-Work-Zeiten immer wichtiger – ganz abgesehen von den interessanten persönlichen Begegnungen, die man erleben kann, wenn man sich einmal mit jemanden anderen als den „üblichen Verdächtigen“ trifft.

Lunchzeit ist eine neue App, die dieses Networking besonders in großen Unternehmen fördern soll. Mit dem Tool können sich Mitarbeiter ganz einfach zum Lunch oder Kaffee verabreden können. Im Interview mit XING Spielraum erklärt Lunchzeit-Gründer Florian Gansemer die Idee.

"Lunchzeit"-Gründer Florian Gansemer

„Lunchzeit“-Gründer Florian Gansemer: „Wir bringen Menschen zusammen, die sich sonst nicht getroffen hätten.“

Spielraum: Verabredungen zum Mittag sind in Firmen doch schon längst Tradition. Wieso braucht es jetzt dazu eine neue App?

Florian Gansemer: Es gibt viele Mitarbeiter, die immer wieder mit den gleichen Personen zum Mittagessen gehen. Unsere App ist daher insbesondere für neue Mitarbeiter oder diejenigen, die sich auch mal mit Kollegen außerhalb der eigenen Abteilung austauschen möchten, spannend. Für alle, die schon gut vernetzt sind, bieten wir zum Beispiel eine „Random Lunch“ Funktion, bei der die App zufällig zwei Kollegen zusammenbringt. Eine wunderbare Möglichkeit sich mit Menschen zu vernetzen, die man so vielleicht nicht getroffen hätte.

Welche Kollegen sollen denn von Lunchzeit mehr profitieren? Die Schüchternen oder die Karrierebewussten?

Gansemer: Wir bieten natürlich beiden Gruppen Vorteile. Die Karrierebewussten können sich aus einer Liste ihrer Kollegen passende Gesprächspartner auswählen und damit sehr gezielt neue Leute kennenlernen und ihr Wissen erweitern. Für tendenziell eher schüchterne Mitarbeiter senkt die App die Hemmschwelle, neue Kollegen anzusprechen. Sie können nämlich davon ausgehen, dass jeder Nutzer der App für informelles Networking offen ist.

Warum sind Mittagsverabredungen eigentlich besser zum Kennenlernen als zum Beispiel ein After-Work-Getränk?

Gansemer: Nicht alle Mitarbeiter möchten ihren Feierabend für das berufliche Netzwerken verwenden. Diese Zeit des Tages ist oftmals für Familie und Freunde reserviert. Mittagessen muss dagegen jeder und die Dauer des Treffens ist meist auf etwa eine Stunde begrenzt. Da ist es auch nicht so schlimm, wenn das Gespräch mal nicht so richtig in Gang kommen will ;-)

Lunchzeit ist erst ganz frisch gestartet, wie sind die ersten Erfahrungen von Euch und Euren Kunden?

Gansemer: Wir sind seit Mitte April in den App Stores verfügbar und sprechen auch erst seitdem Unternehmen in DACH an. Die App ist mittlerweile bei einigen Kunden im Einsatz und bisher ist die Resonanz durchweg positiv. Wir haben offensichtlich einen ganz guten Zeitpunkt getroffen, weil sich viele große Unternehmen gerade in einem Veränderungsprozess befinden und mit Themen wie New Work, Arbeit 4.0 etc. beschäftigen. In diese Konzepte passt unsere Idee natürlich gut hinein.

Die App soll ja erst der Anfang sein, was habt Ihr sonst noch geplant?

Gansemer: Die Art, wie wir arbeiten, verändert sich ja bereits stark und das wird noch weiter zunehmen. Wir begleiten und unterstützen sowohl Mitarbeiter als auch Unternehmen dabei aktiv. Wir werden den Weg, wie sich Menschen in Unternehmen und darüber hinaus verbinden, verändern. So haben wir zum Beispiel bereits begonnen, Unternehmen in anderen Ländern auf unser Konzept aufmerksam zu machen.


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