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Arbeit & Recht

Darf mein Chef... mir die Raucherpause verbieten?

Ein Zigarettchen in Ehren will auch am Arbeitsplatz niemand wirklich verwehren. Was aber, wenn die Raucherpausen (gefühlt) länger ausfallen als die Arbeitszeit?

In unserem heutigen Rechtsfall geht es um eine Frage, bei der immer wieder zwischen Kollegen selbst, als auch mit Führungskräften gestritten wird. Denn die Raucherpausen, die manche Arbeitnehmer täglich machen, summieren sich teilweise zu nicht unerheblichen Fehlzeiten. Und das nervt öfters nicht nur die nichtrauchenden Kollegen, sondern auch den auf Effizienz achtenden Chef. Antwort gibt unsere Ratgeberserie „Darf mein Chef..?“, entnommen aus dem aktuellen *Buch „Was Chefs nicht dürfen (und was doch)“ von Sabine Hockling und Ulf Weigelt. In Kooperation mit dem Ullstein Verlag präsentieren wir daraus regelmäßig interessante und relevante Fragen aus dem Arbeitsrecht.

Heute: Dürfen Arbeitgeber Raucherpausen verbieten?

Antwort: In Deutschland gilt an Arbeitsplätzen ein Rauchverbot, denn nichtrauchende Mitarbeiter haben das Recht auf einen rauchfreien Arbeitsplatz. Und stellt ein Arbeitgeber einen Raucherraum oder eine Raucherecke zur Verfügung, muss auch diese so weit geschützt sein, dass Nichtraucher dadurch nicht beeinträchtigt werden.

Einen gesetzlichen Anspruch auf einen Raucherraum oder eine Raucherecke haben rauchende Mitarbeiter nicht. Und genauso wenig haben sie einen Anspruch auf eine Zigarettenpause. Allerdings müssen Raucherpausen außerhalb der regulären Pausen explizit vom Arbeitgeber verboten werden (bevor sanktioniert wird). Wer dann dennoch zu kurzen Rauchpausen seinen Arbeitsplatz verlässt, riskiert eine Abmahnung, im Wiederholungsfall die Kündigung sowie einen Lohnabzug.

Denn Mitarbeiter dürfen nicht beliebig oft in die Pause gehen. Sogar dann nicht, wenn es eben kein explizit ausgesprochenes Verbot für Raucherpausen gibt. Denn in dieser Zeit sind Mitarbeiter im Gegensatz zu ihren nichtrauchenden Kollegen nicht tätig. Warum also sollte der Arbeitgeber die Rauchpausen bezahlen?

*Buch-Tipp:Kann mein Arbeitgeber mich zwingen, meinen Jahresurlaub komplett zu planen? Dürfen Chefs Reisen in unsichere Urlaubsgebiete verbieten? Darf der Arbeitgeber bereits genehmigten Urlaub wieder streichen? Kriege ich Schadenersatz, wenn mir der Vorgesetzte einen Klaps auf den Po gibt? Kurz: Was müssen sich Arbeitnehmer bieten lassen, und wogegen können sie sich wehren? Ulf Weigelt, Fachanwalt für Arbeitsrecht, und die Journalistin Sabine Hockling beantworten in ihrem Ratgeber „Was Chefs nicht dürfen (und was doch)“, der im Ullstein Taschenbuch erscheint, diese und viele andere wichtige Fragen und räumen mit Irrtümern und Mythen rund ums Arbeitsrecht auf.


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