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Die wichtigsten Regeln für den "Flurfunk"

Zu einer Firma gehören Klatsch und Tratsch dazu. Dem berüchtigten Flurfunk können und sollten sich Arbeitnehmer nicht ganz entziehen. Wer aber zu begeistert mitmacht, könnte seine Karriere gefährden.

Regeln für den Flurfunk

„Hast Du das schon gehört?“ – Vor allem Firmenneulinge sollten sich beim Tratschen zurückhalten. ©Foto: dpa / Andrea Warnecke

Wer neu in einer Firma ist, sollte in der Anfangszeit besonders diskret sein. Der Flurfunk liefert auch den Neulingen schnell viele Informationen unter der Hand: Wer kann mit wem gut oder schlecht? Welcher Kollege ist schwierig? Welche Kunden machen Probleme? „Ohren auf und Mund zu“, rät Karrierecoach Carolin Lüdemann aus Heilbronn.

Für Neueinsteiger seien solche Gespräche ein schmaler Grat, sagt Lüdemann. Einerseits sollten sie nicht mit tratschen oder lästern. Auch als „begeisterter Zuhörer“ outen sie sich lieber nicht. Andererseits ist es auch keine allzu gute Idee, sich dem Flurfunk zu verschließen. „Sonst wird man auch schnell mal ins Abseits gestellt.“

Nicht abblocken, aber auch nicht vertiefen, könnte also eine Faustregel für den Flurfunk lauten. Ergibt sich eine Gelegenheit zum Themawechsel, sollten Neulinge sie nutzen. Denn der Flurfunk könne auch hilfreiches Wissen liefern, sagt Lüdemann. Ein Kollege hat einen guten Draht zum Chef? Wer eine eigene Idee bei dem Vorgesetzten durchbringen will, sollte sie diesem Kollegen eventuell vorstellen. Das könnte die Chancen beim Chef erhöhen.

Gerüchte können die Karriere kosten – auch für den, der sie erzählt

Wer dagegen Gerüchte und Halbwahrheiten weitererzählt oder gegenüber Kollegen andere Mitarbeiter in die Pfanne haut, kann nur verlieren. Das gefährdet möglicherweise die Karriere im Unternehmen, bevor sie richtig begonnen hat. „Das kann zu einer großen zwischenmenschlichen Problematik führen, die sich auf den Job auswirkt“, sagt Lüdemann.

Sie rät Neulingen auch: Unter den neuen Kollegen nicht zu früh Freunde suchen. Unabhängig von dem Gerede im Flurfunk sollten sie sich von den Mitstreitern ein eigenes Bild machen. Gerade am Anfang sollten Einsteiger mit möglichst vielen Kollegen Kontakt suchen. Bei einer gemeinsamen Mittagspause kann man sich näher kennenlernen. Die engeren Kontakte können sie nach und nach mit Bedacht auswählen.

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