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Arbeit & Geld

Hip, jung, mau bezahlt: Das verdient die Onlinebranche

In Berlin trifft sich auf der Konferenz re:publica in diesen Tagen die versammelte „Digitale Gesellschaft“ Deutschlands. Zwar wächst die Onlinebranche immer noch kontinuierlich – aber nicht alle Gehälter entsprechen dem Stellenwert, den das Netz mittlerweile im Alltag eingenommen hat. 

Die Onlinebranche boomt, aber wie steht es um die Gehälter? In einer aktuellen Studie* des Hamburger Vergleichsportals Gehalt.de belegen Informatiker mit jährlich rund 48.400 Euro den Spitzenplatz. Das Gehalt der IT-Profis liegt damit deutlich über dem der Kollegen anderer Bereiche. „Der Mangel an qualifizierten IT-Fachkräften sorgt für ein branchenübergreifend hohes Gehalt der IT-Profis“, so Philip Bierbach, Geschäftsführer von Gehalt.de.

Anders sieht es bei vielen anderen Berufen der Digitalwirtschaft aus, die auch im Vergleich zu traditionellen Branchen eher mittelmäßig abschneiden. So liegen laut der Auswertung Online Marketing Manager etwa bei 41.000 Euro jährlich. Je nach Unternehmens- und Abteilungsgröße übernehmen die Online Marketers verschiedene Aufgaben wie beispielsweise Performance- oder E-Mail-Marketing. SEO-Manager gehören ebenfalls in den Bereich Online Marketing und liegen laut Gehalt.de mit rund 38.480 Euro im Jahr auf einem ähnlichen Finanzniveau.  Auch Sales Manager kommen in etwa auf ein Jahresgehalt von 39.000 Euro. Sie allerdings  erhalten „in der Regel zusätzlich Provisionen und Bonuszahlungen“, so Bierbach weiter.

Niedrige Gehälter für Social Media Manager und Grafiker

Die niedrigsten Gehälter in der Branche erhalten Beschäftigte im Social-Media- und Content-Management sowie in der Grafik. Zu ihren Aufgaben zählen unter anderem die Erstellung von redaktionellen und grafischen Inhalten auf der eigenen Webseite oder den Social Media Kanälen. Social Media Manager beziehen in der Onlinebranche ein Jahresgehalt von 37.330 Euro, Content Manager liegen mit 37.057 Euro nur knapp dahinter. Den letzten Platz belegen Grafiker. Laut Auswertung kommen sie auf ein Jahresgehalt von 36.870 Euro. 

(*Bei allen befragten Beschäftigten handelt es sich um Fachkräfte ohne Personalverantwortung aus der Onlinebranche)

Hier ist noch einmal eine Übersicht über die untersuchten Berufe. Das Ranking wurde nach dem sogenannten „Median“ sortiert. Der Median beschreibt die Mitte aller Daten: 50 Prozent liegen über dem Wert, 50 Prozent darunter. Der Median ist daher genauer als der Durchschnittswert, der durch Ausreißer verzerrt werden kann. Q1 bedeutet, 25 Prozent der Gehälter liegen unter diesem Wert, Q3 bedeutet, 25 Prozent der Gehälter liegen über diesem Wert.

 

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3 Kommentare

Itop teamleiter

11.05.2017

Ich finde diesen gehaltreport fragwürdig. Für die median werte aller berufe kann man sich in münchen als alleinverdiener mit familie gerade einmal die miete leisten!!?!

Susanne Vieser

11.05.2017

Die Digitalisierung Deutschlands stockt auch aus diesem Grund: Wer möchte schon schlecht bezahlt wichtige Arbeit machen? Die schlechte Bezahlung ist außerdem Grund dafür, dass nur wenige Ältere in der Digitalbranche zu finden sind – auch schlecht für die Branche: Social Media beschränkt sich daher einseitig auf einige wenige Themen, die Sitegestaltung wiederholt sich.
Eine Nachricht aus der Münchner Handelsszene bestätigt das Bild: Dort werben größere Handelsunternehmen gerade kein E-Commerce-Know-how aus Internet-Unternehmen ab, weil sie das (angeblich) nicht bezahlen wollen/können. Die Händler lassen stattdessen Dienstleister ran, vergeben so die Chance eigenes Wissen aufzubauen und den Online-Handel besser mit Alt-geschäft zu verzahnen. Intern koordinieren Mitarbeitende im Junioren- oder Seniorenlevel die Zusammenarbeit: So kanns nix mit der Digitalisierung im Handel werden.

Werner

12.05.2017

Hauptsache ein geiler Titel
…überall nur noch Manager

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