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Entspannter arbeiten

Pendeln für Profis: 8 Tipps für Ihren entspannten Arbeitsweg

Stau, Verspätungen, Enge: Wer längere Strecken zur Arbeit pendeln muss, ist stark stressgefährdet. Aber mit unseren Tipps können Sie lernen, Ihren täglichen Arbeitsweg positiv und sinnvoll zu gestalten.

1. Timing ist alles – auch beim Pendeln

Der größte Stress auf dem Pendlerweg entsteht durch Zeitdruck. Wer knapp losfährt oder zu spät zum Bus oder Zug kommt, setzt sich unnötigem Druck aus. Also, auch wenn es morgens besonders schwerfällt: rechtzeitig starten. Und wer seine Arbeitszeit flexibel gestalten kann, sollte testen, ob seine Fahrten eine Stunde früher oder später entspannter ablaufen.

2. Gib Bussen und Bahnen (und Fahrrädern*) eine Chance

Wo immer es geht und zeitlich halbwegs sinnvoll ist: Pendler sollten öffentliche Verkehrsmittel ihrem Auto vorziehen. Der Gewinn an Entspannung, sich nicht auch noch auf den Verkehr konzentrieren zu müssen, ist enorm. Und durch die Fußwege von den Haltestellen nach Hause und Arbeitsplatz bekommt man zusätzlich wenigstens etwas Bewegung. Aber Vorsicht: Machen Sie aus Ihrer Bahn- oder Busfahrt kein Racing und springen Sie von Verbindung zu Verbindung, nur um ein paar Minuten zu sparen. Umsteigen stresst auch.

(*Einige User haben uns darauf aufmerksam gemacht, dass in den Tipps nicht das Fahrrad als alternatives Verkehrsmittel erwähnt wird (s. Kommentare). Das ist natürlich ein richtiger Hinweis, darum haben wir das hier ergänzt. Gerade in Großstädten und / oder als E-Bike-Variante ist das Fahrrad natürlich eine gute Alternative. Jetzt müssen nur noch gute Radwege her. Gruß aus der Redaktion.)

3. Defensiver Autofahren

Wenn es denn doch das eigene Auto sein muss oder soll, versuchen Sie auch hier aus dem Rennmodus zu kommen: Häufige Spurwechsel, ständiges Beschleunigen und Abbremsen bringen einen nicht schneller voran, erhöhen aber den Stresspegel signifikant. Ebenso .

4. Flexibel bleiben

Nicht nur bei Stau lohnt es sich, immer mal wieder andere Wege einzuschlagen. Wer regelmäßig einen alternativen Arbeitsweg wählt, egal ob im Auto oder mit S- und U-Bahn, verfällt nicht in lähmende, frustrierende Routine. Das Gleiche gilt übrigens auch für den Wechsel zwischen eigenem KFZ und Öffis.

5. Pendeln sinnvoll nutzen

Ob erste berufliche Telefonate am Morgen oder das Abarbeiten von Mails in der Bahn auf dem Weg nach Hause – wer seine Pendelzeit strategisch sinnvoll nutzt, kann viele Aufgaben bereits auf dem Arbeitsweg erledigen. Ein Mail-Ordner „U-Bahn“ auf dem Smartphone wird so beispielsweise zum Sammelort für all jene Kommunikation, die nicht sofort oder nur kurz Antworten benötigt. Aber, es muss natürlich nicht nur Arbeit sein: Ein spannendes Hörbuch oder gute Musik verkürzen die gefühlte Fahrzeit. Auch für Weiterbildungen wie einen Sprachkurs lässt sich der Arbeitsweg nutzen.

6. Das richtige Outfit

Wer lange unterwegs ist, sollte Kleidung tragen, in der er sich wohl fühlt. Auch als Mann kann man die bequemen Sneaker auf dem Arbeitsweg benutzen und dann im Büro gegen förmlichere Schuhe tauschen. Und nach der Arbeit bewirkt schon dieses Gefühl allein Feierabendwunder. Wer täglich lange im Auto sitzt, sollte auf jeden Fall Geld in gute Sitze investieren, für Komfortfunktionen wie Sitzheizung oder sogar Massageeffekt.

7.Gesundes Essen

Oft ist falsche Ernährung ein Hauptgrund für Stress: Viele Pendler greifen am Bahnhof oder an Tankstellen permanent zu pappigen Brötchen oder süßen Sünden – die aber tun weder der Seele noch dem Körper langfristig gut. Sie werden anfälliger für Stress und Übergewicht. Besser ist es, gutes Essen von zu Hause mitzunehmen und bewusst zu planen, was man tagsüber isst.

8. Entspannung üben

Rote Ampeln sind nervig, verspätete und überfüllte Busse auch. Aber ändern können Sie daran nichts. Darum: Bewahren Sie Ruhe. Atemübungen helfen dabei, entspannter mit stressigen Situationen umzugehen: einfach tief und ruhig vom Bauch in die Nase atmen. Zehn Sekunden reichen schon.

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7 Kommentare

Jacqueline Richter

04.05.2017

Öffentliche Verkehrsmittel sind nur eine Alternative, wenn man keinen längeren Anfahrtsweg und somit direkten Anschluss hat und nicht umsteigen muss. Ich fahre seit Jahren via Jahresabo. Stress pur, wenn man in fahrplanmäßig vorgesehenen 5 Min von Gleis 1 auf Gleis 6 wechseln muss. Ein paar Minuten Verspätung ermöglichen einen längeren Aufenthalt am Bhf. Ich fahre ab Juni wieder Auto.
Appelle, die den Verkehr auf die Schiene verlagern wollen, belächle ich. Da müsste man kräftig am ÖPNV arbeiten.

Martin

04.05.2017

Interessant, dass in dem Artikel nur Kfz und ÖPNV vorkommen, wo doch das Fahrrad für viele eine Lösung darstellen kann. Das entspannt in vielerlei Hinsicht: Gerade bei innerstädtischen Strecken ist das Rad zeitlich betrachtet dem Auto mindestens ebenbürtig, die Parkplatzsucherei wird einfacher, ein Teil des Fitnessprogramms ist damit schon absolviert und günstiger ist es letztlich auch noch.
Bevor jetzt jemand sagt, dass in der Einleitung etwas von „längeren Arbeitswegen“ steht: Das ist bekanntlich relativ und beispielsweise mit Velomobilen gibt es auch flotte Fahrräder für längere Überlandstrecken.

S. Hartmann

04.05.2017

bezeichnend, das mit keinem Wort das Fahrrad erwähnt wird.
bis 10 km Weg ist Radfahren durchaus eine gute Alternative, gerade in der Stadt.
und mit E-Unterstützung auch sind längere Strecken entspannt möglich. Ja, das Wetter ist manchmal nicht optimal, ja und man schwitzt, man braucht also Wechselklamotten(und manche AG stellen auch Duschen zur Verfügung), aber der Gewinn an Gesundheit, Kopf frei bekommen, keine Parkplatzsuche sind es wert mal über den Wechsel auf ein zweirädriges Gefährt nachzudenken.

H. Haug

04.05.2017

Tatsächlich vermisse auch ich den Hinweis auf das Fahrrad als Pendleralternative.
Das sollte zumindest jeder mal ausprobieren und die Fahrtzeit mal gegen die REALE durchschnittliche Fahrtzeit mit Auto oder Öfis abgleichen. Das Rad kann durchaus eine Alternative darstellen.
So brauche ich, bei real betrachteten Fahrzeiten im Ballungsraum für meine 17km Fahrtstrecke mit allen Alternativen gleich lang. Egal ob Auto, Öfi oder Fahrrad – es sind ca. 45 min.
Zwar ist die Strecke bei Optimalbedingungen mit dem Auto natürlich in knapp 20min geschafft … am Sonntagmorgen oder nach Mitternacht. Zur Rush-Hour nie!
Natürlich kommt beim Fahrrad noch die Dusch- und Umziehzeit dazu. Glücklicherweise bietet mein Arbeitgeber diese Möglichkeit. Dafür habe ich dann gleich den Weg zur Arbeit als Sportmöglichkeit genutzt und somit eher Zeit eingespart.

Al

04.05.2017

Herr Hartmann hat recht.
Unsere Altvorderen sind geritten. Nun kann ich ein Pferd nicht gut in der Chemiefirma parken, ein Motorrad aber schon. Bei 40km Distanz habe ich so die Freiheit des Pferderückens, die Geschwindigkeit des Automobils und (fast) den Platzbedarf des Fahrrades.
Was will Mann mehr?

Michael M

04.05.2017

Ernsthaft jetzt? Dienstliche Telefonate in Bus und Bahn erledigen (Punkt 5)? Mal ganz abgesehen von Dienstgeheimnissen und Datenschutz nerven die Telefonate der ’so wichtigen‘ Mitreisenden alle anderen Fahrgäste. Diesen Tipp kann nur ein rücksichtsloser Bahn-Telefonierer geschrieben haben oder jemand, der in seinem Leben noch nie Bahn gefahren ist.
Die anderen Punkte klingen hingegen sehr vernünftig.

Vielfahrer

06.05.2017

Ich bin seit einem Jahr gezwungen, jeden Tag morgens und abends jeweils gut 2 Stunden mit dem Auto zu pendeln. Nahverkehrsverbindungen gibt es nicht. Das meiste ist Landstraße, aber auch Ortsdurchfahrten, anspruchsvolle Bergstrecken und Stadtverkehr. Also bin ich sozusagen zum Verkehrs-Stressexperten geworden.
Besonders nervenaufreibend sind Situationen, wo man nicht weiterkommt, ohne etwas dagegen tun zu können, z.B. im ewigen Ampelstau oder an den zahllosen Baustellen. Die Straßen sind zudem sehr stark mit Schwerlastverkehr befahren – oft muss man sehr lange hinterherschleichen, bevor sich eine Chance zum Überholen ergibt. Besonders bei schlechter Sicht, nachts, im Regen oder Schnee. Da ist Entstressen nicht immer ganz einfach.

Was es tatsächlich ein wenig leichter macht:

– Das Stammhirn machen lassen. Ein routinierter Fahrer muss nicht ständig über das Autofahren nachdenken. Bekannte Bewegungsabläufe und automatische Reaktionen werden viel effizienter vom Stammhirn gesteuert, das z.B. auch das Gehen, Essen, Schwimmen koordiniert. Einfach mal entspannt rollen lassen, an etwas anderes denken. Die Landschaft genießen, den Lieblingssong im Radio mitsingen, einen Roman als Hörbuch verfolgen. Wenn es nicht vorangeht, sei’s drum, dann gibt es einen Bonbon oder einen Schluck Sprudelwasser.

– Abstand lassen. Nicht dem Vordermann auf der Stroßstange kleben, besonders wenn er gar nicht so langsam fährt. Ob es nun mit 95 km/h vorangeht oder mit 105 km/h, ist faktisch irrelevant. Die als sicher geltende Formel „Halber Tacho“ bedeutet: bei Tempo 100 den Abstand zwischen 3 Seitenpfählen frei lassen. So kann man vorausschauend mitschwimmen und muss nicht hektisch bei jedem Aufleuchten der Bremslichter in die Eisen steigen. Das bringt enorm viel, hätte ich vorher selbst nicht gedacht!

– Nicht ins Rasen verfallen. Natürlich muss man schon beherzt zufahren, um nicht noch länger unterwegs zu sein als nötig. Aber es ist nur unnötig gefährlich uns stressig, immer weit über dem erlaubten Limit dahinzubrettern, stets darauf bedacht, schnellstmöglich voranzukommen. Riskante Überholmanöver gehören auch dazu – meist hat das überholte Auto einen an der nächsten Ampel sowieso wieder eingeholt.

– Finger weg vom Handy! Wenn überhaupt, dann nur Telefonate über die Freisprechanlage annehmen. Ansonsten bin ich eben nicht verfügbar, wenn ich unterwegs bin. Das Handy steckt unterwegs immer fest in den Tiefen der Handtasche. Whatsapp, Email und andere Messages müssen warten, anrufen kann ich auch niemanden. Nur Sklaven sind ständig erreichbar.

– Sicherheit geht vor. Das Fahrzeug selbst muss immer gewartet und technisch einwandfrei sein. Die Investition lohnt sich. Nichts ist so nervig, wie ständig auf irgendein Klappern, Schaben oder Quietschen zu lauschen, immer mit dem Hintergedanken: Hoffentlich bleibt jetzt nicht das Auto liegen! Es ist auch ziemlich aufreibend und zudem gefährlich, nachts mit halber Beleuchtung zu fahren, weil eine Birne kaputt ist. Oder nichts zu sehen, weil man zu faul war, die Wischflüssigkeit nachzufüllen.

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