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Arbeit & Geld

So viel (oder wenig) verdienen die Deutschen

Das Statistische Bundesamt hat wieder die Durchschnittsgehälter deutscher Arbeitnehmer veröffentlicht. Die Liste zeigt, wie groß die Unterschiede zwischen einzelnen Wirtschaftszweigen sind.

„Über Geld spricht man nicht“ – diesen alten Spruch hört man in Deutschland immer noch oft: Während man in anderen Ländern sein Einkommen offen diskutiert, halten sich die Deutschen in dieser Frage gern bedeckt. Und die Verschwiegenheit nimmt mit Höhe des Gehalts zu, so scheint es.

Vielleicht werden gerade deswegen die alljährlichen Einkommensstatistiken und Gehaltsreporte, die von Institutionen und Unternehmen ermittelt werden, immer wieder gern diskutiert. Dazu zählt auch das sogenannte Durchschnittsgehalt, das jedoch selbstredend starke Abweichungen nach oben und unten mit sich bringt. Gerade eben hat das Statistische Bundesamt wieder Zahlen veröffentlicht, die die zum Teil eklatanten Gehaltsunterschiede in den einzelnen Branchen deutlich zeigen.

Übrigens: In den letzten Jahren ist das durchschnittliche Gehalt deutscher Arbeitnehmer immer weiter gestiegen und liegt heute im Jahresschnitt bei rund 41.000 Euro brutto – ein Wert, den viele Arbeitnehmer allerdings nicht erreichen, während andere deutlich mehr verdienen.

Die Grafik unseres Kooperationspartners Statista.de zeigt das durchschnittliche Bruttomonatseinkommen* vollzeitbeschäftigter Arbeitnehmer (ohne Sonderzahlungen) nach Wirtschaftsbereichen im 3. Quartal 2016.

Statistik: Durchschnittliche Bruttomonatsverdienste vollzeitbeschäftigter Arbeitnehmer (ohne Sonderzahlungen) nach Wirtschaftsbereichen im 3. Quartal 2016 | Statista

*(Das Bruttomonatsgehalt stellt das Gesamtgehalt vor Abzug von Steuern und dem Arbeitnehmeranteil der Sozialversicherungsbeiträge dar.)

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7 Kommentare

Klaus König

11.04.2017

ich habe zwar keine Ahnung wie diese Bruttobeträge tatsächlich errechnet und in welchen Regionen die Einkommen berücksichtigt wurden, doch wenn mir das Statistische Zentralamt erklären möchte, dass eine Mitarbeiterin im der Gastronomie € 2.241,0 brutto verdient, so ist das eine Lachnummer vom Allerfeinsten. Da können getrost ca. 700,0 brutto abgezogen werden.
Selbiges gilt für den Handel: 3.401,0 brutto, das würden sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Handel gerne wünschen. Nicht einmal der überdurchschnittlich zahlende ALDI kommt auf solche Monatsbeträge.
Menschen, die im Bereich Erziehung und Unterricht tätig sind, träumen auch von € 4.319,0
Das Statistische Zentralamt behauptet sogar, dass es sich bei den ausgewiesenen Gehältern um Durchschnittseinkünfte handelt. Hinter welchem Mond leben die denn? Es gilt wohl erneut die Tatsache, dass keiner Statistik geglaubt werden darf, die man nicht selbst erstellt/gefälscht hat.

Ley

11.04.2017

Was steht hinter Dienstleistungen? Piloten und Ärzte auch? Gesundheitswesen sehe ich nicht?
Politiker im Bundes und Landtag verdienen oberhalb 150T. Soll das keiner offensichtlich lesen? Sparkassenvorstände auch in kleinen Regionen verdienen ab 300T. Krankenkassenvorstände liegen in der gleichen Liga. Wo ist das abgebildet? Die Statistik ist doch schönmalerei.

Matthias Freund

11.04.2017

Klaus König, die Durchschnittsgehälter werden schon stimmen. Das einzige Problem hieran ist, dass der Durchschnitt nur wenig aussagekräftig ist. Vielen niedrigen Gehältern stehen wenige sehr hohe Gehälter gegenüber.
Ein kleines Beispiel um den Sachverhalt zu zeigen: Wir haben 9 Gehälter zu 1000 Euro und ein Gehalt zu 11000 Euro. Zusammen ergibt das 20000 Euro und einen Durchschnittswert von 2000 Euro. Was sagt mir nun dieser Wert? Nichts, die meisten haben tatsächlich ein geringeres Gehalt.
Abhilfe schafft hier der Median, der die Stichprobe (hier die Gehälter) so aufteilt, dass die eine Hälfte kleiner oder gleich dem Median und die andere Hälfte größer oder gleich dem Median ist. Da kommen wir im Beispiel auf 1000 Euro. Damit kann man schon mehr anfangen. Jeder kann dann anhand des persönlichen Gehalts entscheiden, ob er zu der schlechter oder besser verdienenden Hälfte zählt.
Fazit: Die Statistik mag korrekt sein, lässt aber keine Aussage über die Einkommenssituation für die meisten Menschen in Deutschland zu. Eine Einkommens-Statistik, in der der Median als Mittelwert verwendet wird, hätte hier wohl eine bessere Aussagekraft.

Marcus Schürer

11.04.2017

Ich schließe mich da meinem Vorschreiber an. Es bildet ein völlig falsches Bild, wenn solche Wunschgehälter als der Durchschnitt dargestellt werden. Durchschnitt ist ja eben auch nur Durchschnitt, und wer will nicht wenigstens Durchschnitt. Das aber in einer Branche die Führungskraft mit einem Basisarbeiter in einen Topf geworfen wird, verzerrt das Bild total. Wie wäre es denn mal mit einer realistischen Statistik – eine, die auch bisschen differenziert. Mal zeigen, was man „unten“ verdient und was die „oben“ haben… Ich selbst bin Arbeitgeber einer kleinen Schokoladenmanufaktur mit 18 Mitarbeitern und kann nur bestens beurteilen, daß solche Wunschzahlen gar nicht gehen. Ich würde mir wünschen, solche Gehälter zahlen zu können, aber inzwischen kommen Bewerber mit wohl eben diesen statistischen Zahlen in die Verhandlung. So wird das nichts!

Waldemar Erdmann

13.04.2017

Das bedeutet das Sternchen und das doppelte Sternchen hinder den Bereichen Handel und Wasserversorgung? Wenn man eine Statistik veröffentlicht, dass sollten die dazugehörigen Anmerkungen natürlich nicht fehlen

Model Dieter

24.04.2017

Aua,
nachdem der Durchschnitt so gut ist, will niemand glauben wie wenig die meisten verdienen …
So,
nun fangt mal heute irgendwo an, und erfüllt die extrem hohen ausgeschriebenen Anforderungen einer heutigen Stellenanzeige nicht 100%ig …
Ne, das wollt Ihr gar nicht wissen
Oder auch die inzwischen gestrichenen 13.Monatsgehälter, Urlaubsgelder, Weihnachtsgelder …
Na gut, solange noch der Durchschnitt so gut leben kann und jeder zufrieden ist, – bin ich es auch ;-)

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