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„Frauen aus der Digitalbranche mit ihren Geschichten sichtbar machen“

Dieses Ziel hat sich das im April bei XING stattfindende Event „New Work first – schöne neue Arbeitswelt?“ von Women in Digital verschrieben. Tijen Onaran spricht im Interview über die Initiative Women in Digital und über ihre Perspektive auf die New-Work-Bewegung. Sie postuliert: New und Old Economy können viel voneinander lernen – die Grundregeln müssen jedoch noch ausgearbeitet werden.

XING Spielraum: Frau Onaran, Sie sind Gründerin der Initiative Women in Digital. Welche Gründe sprechen für eine solche Plattform?

Onaran: Weil ein gutes Netzwerk ein Karrieremotor ist. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass durch Netzwerke ganz neue Sichtweisen, Kooperationen und auch Koalitionen entstehen. So kam mir im März 2015 die Idee eine Plattform für Frauen zu schaffen, die sie miteinander ins Gespräch bringt, ohne dabei nur über das Frau-Sein zu sprechen.

Anfang letzten Jahres habe ich mir dann unsere gemeinsame Schnittmenge angeschaut und das Thema „Digitalisierung“ identifiziert. Seitdem sind wir als gemeinnütziger Verein unterwegs und rütteln alte Denkmuster auf.

Sie bieten also mit Ihrer Plattform Gründerinnen und Entscheiderinnen aus Unternehmen, Medien, Politik, Organisationen und Verbänden eine Plattform für Kooperationen, Projekte und Austausch. Welche Ziele möchten Sie damit erreichen?

Onaran: Neben der Vernetzung ist es uns ein Herzensanliegen, die Frauen aus der Digitalbranche mit ihren Geschichten sichtbar zu machen. Ob auf unseren eigenen Events oder auf denen anderer Veranstalter – wir leben nicht nur die Vielfalt, wir zeigen sie auch.

Mittlerweile haben wir eine große Community, die die unglaublich breit gefächerte Berufswelt der Digitalbranche nahbar und greifbar macht. Und auch diejenigen Geschichten erzählt, die nicht als „digital native“ geboren sind.

„Women in Digital steht für #empowerment, #digitalleader, #network, #WIDI & #visibility“

Im April findet das erste große WIDI Event bei XING statt. Die Message lautet „New Work first – schöne neue Arbeitswelt?“. Warum mit einem Fragezeichen?

Onaran: Um genau zu sein ist hinter dem Fragezeichen noch ein Ausrufezeichen. New Work scheint das geflügelte Wort der Stunde zu sein – wir haben uns gefragt: was heißt das konkret für Unternehmen? Wie schaffen wir es alle gemeinsam den Kulturwandel so zu gestalten, dass die unterschiedlichen Generationen mitgenommen werden?

Welche Herausforderungen müssen Führungskräfte und Mitarbeiter gleichermaßen nehmen, damit die neue Arbeitswelt nicht zum Showstopper für ein Teil unserer Gesellschaft wird?

Was bedeutet denn für Sie persönlich New Work?

Onaran: New Work bedeutet für mich mehr persönliche Freiheit im Job. Tradierte Strukturen und Auffassungen müssen neu gedacht und gestaltet werden. New und old Economy können hier viel voneinander lernen, ohne dabei die Strategie des jeweils anderen direkt implementieren zu müssen.

Ein Tischkicker in einem konservativen Umfeld wird dabei aber nicht zur erhofften Start-up Mentalität führen.

„Stattdessen braucht es Menschen und damit Vorbilder, die New Work wirklich leben.“

New Work bedeutet also, dass sich Menschen und Unternehmen an neue Arbeitsstrukturen herantasten müssen.  Vor welchen Herausforderungen stellt das Unternehmen Ihrer Meinung nach?

Onaran: Vor allem noch besser und transparenter zu kommunizieren. Neue Strukturen heißt auch immer eine neue Kommunikation. In einer digitalen Arbeitswelt sind daher analoge Plattformen in Unternehmen immer wichtiger. Meine Beobachtung ist: der Sinn nach Gemeinschaft und Zugehörigkeitsgefühl ist in unserer neuen Arbeitswelt stärker ausgeprägt als es noch vor einigen Jahren der Fall war.

Info: Dieses Interview erschien zuerst auf dem XING Corporate Blog

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