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Arbeit & Geld

9 Dinge, die Sie nie nie nie in einer Gehaltsverhandlung sagen sollten

Mehr Gehalt zu fordern, ist das gute Recht jedes Arbeitnehmers. Leider argumentieren Viele, wenn es darauf ankommt, aber falsch. Wir haben die größten Fehler einmal zusammengestellt – dazu noch einige bissige (fiktive) Kommentare des Chefs. Nur so zur Übung.

1.   „Ich weiß, der Zeitpunkt ist nicht perfekt, aber…“

Genau, so ist es! Denn der ist es, für die meisten Chefs, nämlich nie. Ein klassisches Eigentor noch vor dem Anpfiff. So wird das nie was. Also, bitte, nächster Versuch.

2. „Ich hatte keine Erhöhung seit…“

Klingt wie ein gutes Argument, ist aber keins. Denn Sie sollten grundsätzlich nicht mit einem negativen Argument aufwarten. Ihr Chef käme sonst in die (für ihn) Verlegenheit, die lange Nicht-Gehaltserhöhung rechtfertigen zu müssen. Und dann besteht die Gefahr einer Verlängerung.

 3. „Ich mache die Arbeit von drei Leuten!“

Klingt auch wie ein Vorwurf, und dazu noch weinerlich. Das kommt auch nicht gut…

4. „Ich bin jetzt ein Jahr hier…“

Anwesenheit ist noch lange kein Grund für eine Belohnung.

5. „Ich habe alles gemacht, was von mir erwartet wurde“

Ja, sehr schön, dafür haben Sie ja auch genau das Geld bekommen, was dafür verabredet war.

6. „Ich brauche eine Erhöhung, weil ich persönliche Probleme habe“

Ohoh, das läuft in eine falsche Richtung… Merken Sie selber jetzt, oder?

7. „Ich möchte eine Million pro Jahr“

Witze über Geld macht man nicht. Schon gar nicht, wenn es ernsthaft haben will.

8. „Ich habe herausgefunden, dass Kollege XY mehr verdient als ich“

Nie nie nie sollten Sie sich direkt mit einem Kollegen vergleichen, um mehr Geld zu bekommen. Das bringt nacheinander den Chef, den Kollegen und Sie in eine unangenehme Situation. Die im schlimmsten Fall darauf hinauslaufen kann, dass Sie von ihrem Chef hören, wie viel besser der Kollege ist. Wenn Sie sich schon vergleichen wollen, dann besser allgemeiner: mit Durchschnittsgehältern in der Abteilung, wenn Sie die kennen sollten.

9. „Wenn ich keine Gehaltserhöhung bekomme, kündige ich“

Stellen Sie sich doch bitte nicht freiwillig mit dem Rücken an die Wand. Was soll nach so einer Aussage passieren? Sie gehen wirklich oder haben für lange Zeit schlechte Karten. Es sei denn, Sie sind ein Liebling vom Chef. Aber dann hätten Sie Ihre Gehaltserhöhung ja schon längst bekommen.

P.S. Entschuldigung, liebe User. Uns war ein wichtiger Link abhanden gekommen ( siehe auch Kommentare). Alles zum Thema Gehalt, inkl. guter Verhandlungstipps finden Sie in unserer Artikelsammlung nun unter diesem Link

11 Kommentare

Friedrich Müller

30.12.2017

Also, jetzt wissen wir was man NICHT sagen soll … Schön wäre des Rätsels Lösung, was man sagen soll, damit der Geldsegen über einen kommt. Diese Antwort bleibt der Author nämlich schuldig. Also, was sind denn nun die Zauberworte?

Hans Scholz

30.12.2017

@Friedrich Müller: Bitte! ;)

Ruedi Ernst

30.12.2017

Guten Tag allerseits
Ich gehe mit Friedrich Müller einig: Es ist für einen Leser, Kunden, Klienten, Interessierten erfahrungsgemäß hilfreich, wenn er weiß, was er machen kann, um zum Ziel zu gelangen. Deshalb: Wenn schon Rat-Schläge ( ;-) ), dann solche, die Motivieren. – Ein „aha“-Erlebnis ist doch etwas Anstrebendes!

Martin

30.12.2017

Sei vorbereiteter als dein Vorgesetzter, das ist mehr die halbe Miete.

Björn Wick

30.12.2017

Schönen guten Tag am Vortag des scheidenden Jahres und kann mich nur den Worten meines Vorredners anschließen. Bitte überprüfen Sie die Einstellungen und senden uns die Erlösung und Erleuchtung zu.
Herzlichen Dank und viel Erfolg für 2018
B.W.

Peter Gerdes

30.12.2017

>>P.S. Wie Sie eine Gehaltsverhandlung richtig angehen, lesen Sie unter anderem hier:<<

Wo denn. Fehlt da der Link?

Willi Spies

30.12.2017

Also was man sagen soll und was nicht kommt doch ganz auf den Gegenüber an, da gibt es kein Patentrezept.
So eine Zusammenstellung schreckt wirklich nur ab und ist bestimmt von einem Chef geschrieben worden.
Aussage – wie es das Foto schon sagt – Halt bloß den Mund.

Michael

30.12.2017

„Tue Gutes und rede darüber“ ist eine einfache Formel. Denn nur Leistung die sichtbar ist, kann auch honoriert werden.

Tobias Neusetzer

31.12.2017

Ein guter Ansatz ist mit Sicherheit, dem Chef aufzuzeigen, dass man ein Mehrwert fürs Unternehmen ist. Dies kann geschehen indem man Leistung nachweist, die über das Soll hinausgehen oder in dem man als Ideengeber für Einsparungen sorgt, Verbesserungen herbeiführt die indirekt für einen Gewinn sorgen, usw.
Wie bereits gesagt erhält man seinen Lohn für ein vereinbartes Maß an Arbeit. Geht man über dieses Maß hinaus, stehen die Chancen gut, dass dies zusätzlich entlohnt wird.
Der zweite mögliche Weg sind die s.g. Geldwerten Vorteile. Warum immer nach mehr Netto fragen? Je nach Position im Unternehmen ist es für beide Seiten viel vorteilhafter, wenn der Chef z.B. ein Handy, Laptop, Zugfahrkarte oder Firmenwagen zur Verfügung stellt. Sie haben Netto mehr zur Verfügung und der Chef spart Steuern = WinWin

Ralf Klassen

31.12.2017

Tatsächlich, da ist etwas schief gelaufen. Alles zum Thema Gehalt, inkl. guter Verhandlungstipps finden Sie hier:
https://spielraum.xing.com/?s=Gehalt

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