Change 2017

Strukturiert in den Burnout: 10 Tipps zum Ausbrennen

Sie fühlen sich leicht und frei, fröhlich und voller Enthusiasmus? Das können Sie ändern. Lesen Sie unsere 10 sehr ernst gemeinten Tipps, wie Sie sich erfolgreich und zielorientiert ausbrennen.

1. Nehmen Sie sich möglichst viel auf einmal vor. Sie sollten alle Lebensbereiche gleichzeitig optimieren. Agieren Sie aus Unzufriedenheit und sehen Sie, was andere schon geschafft haben. Denen werden Sie es zeigen.

2. Unterstützen Sie Kollegen und Freunde, indem Sie bei allem helfen und sofort unterstützen. Lassen Sie Ihre Dinge dabei liegen. Sie laufen Ihnen nicht davon. Sorgen Sie dafür, dass andere Sie mögen, weil Sie immer da sind, wenn Sie gebraucht werden.

3. Surfen Sie ausgiebig im Internet. Besonders spannend sind die Nachrichten. Sie sollten sich gut über alles informieren.

4. Trinken Sie viel Kaffee und vertrauen Sie auf Kohlehydrate und Weißmehlprodukte. Verzichten Sie auf zu viel Obst und Gemüse. Besonders lecker sind Alkoholika, Nikotin und Zucker. Die halten wach.

5. Nutzen Sie die Nächte zum Arbeiten. Da haben Sie nämlich die besten Ideen und keiner stört.

6. Legen Sie Ihre Termine und Meetings möglichst nacheinander. Verzichten Sie auf Pausen, das lenkt nur ab.

7. In Ihrer Freizeit sollten Sie auf Abwechslung achten. Machen Sie möglichst viele aufregende Dinge. Wer rastet, der rostet.

8. Sport sollten Sie entweder richtig machen oder lassen. Ein Marathon, eine Alpenüberquerung oder Trail-Run sind in Ordnung. Ansonsten nutzen Sie lieber den Verstand und lassen den Körper in
Ruhe.
9. Achten Sie penibel darauf, was über Sie gesprochen wird. Reagieren Sie auf Kritik sofort und erbarmungslos mit einem Gegenschlag.

10. Haben Sie stets alle Ihre Baustellen im Blick. Achten Sie auf negative Zeichen. Sie dürfen nicht locker lassen, sonst entgeht Ihnen etwas wichtiges.

(Den Text haben wir mit freundlicher Genehmigung der Autorin Malaika Loher aus ihrem Blog „Motivation4Success“ übernommen.)

18 Kommentare

Daniel Göhrs

12.01.2017

Normaler Alltag 😉 In gewissen Positionen muss das so sein.

Alexander Brauer

12.01.2017

Endlich mal etwas erfrischendes zum Thema Burnout. Danke :)

Sinta Dewi Sun

13.01.2017

😹😹😹😹😹😹 Super!!!! Nur leider bei vielen Alltag!!!

franz

13.01.2017

Volltreffer genau so schaffst du es

Holger Pommert

13.01.2017

Ich erlebe es gerade bei einem Freund, ohne auch nur Ansatzweise helfen zu können, weil bei ihm nicht selbst gemacht, sondern ein Unternehmensproblem. Die einzige Lösung die ich sehe, ist der gelbe Schein :-(
Und das will er (noch) nicht.

Martina Frenzel

13.01.2017

Leider liegen diese Dinge nur zum Teil in der Verantwortung von uns.
Da wir meist indirekt gesteuert werden, bleibt uns nichts anderes übrig.
Wir müssen uns dies System bewusst machen.
Literaturtipp: Burnout – eine Folge der neuen Organisation der Arbeit.

Speedy

13.01.2017

Lange nicht mehr einen so hilfreichen Beitrag gelesen!!! Volle Punktzahl.

Heiko

13.01.2017

Na klasse, nu kann ich mich zusätzlich noch auf die Suche nach den Kameras und Mikophone machen. Hab ja sonst nix zu tun. Musstet ihr gerade meinen Alltag auswählen?!?

Malaika

13.01.2017

Sie sind Spitze!! Wer Tipps will, wie er mit etwas mehr Leichtigkeit einige der Punkte ändern kann, darf mich gerne kontaktieren. Ich weiß nämlich nicht nur, wie Sie rein, sondern auch wieder raus kommen. Wer gerne noch ein paar Tipps von Lesern möchte, kann auf meinem Blog die großartigen Ergänzungen lesen.

LG,
Malaika

Schmidt-Lademann

13.01.2017

Und:
– Bloß nicht freuen, insbesondere nicht über die kleinen Erfolge, das ist billig!
– Immer erst den inneren Schweihehund niederringen, also mit den Aufgaben anfangen, die unsinnig und lästig erscheinen, die aber bis zur Perfektion treiben.
Für die wichtigen und erfolgversprechenden Tätigkeiten bleibt dann kaum Zeit, aber das geht einem ja ohnehin leicht von der Hand. Und Fehler passieren halt mal.
– Lob und Anerkennung kommen auch nur von Speichelleckern, also nicht glauben, nicht ernst nehmen!

Linda Schmittner

13.01.2017

Super Beitrag :-) Wie einige bereits geschrieben haben, leider oft Alltag. Manchmal ist es auch schwierig, es zu erkennen, weil es schleichend anfängt.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man wenig Anerkennung bekommt, wenn man immer auf 150% läuft. Das wird irgendwann als selbstverständlich erachtet. Schraubt man mal auf ’nur‘ 100% runter, wird man schief angeschaut. Und dann wundert man sich, dass der Kollege, der sonst immer ’nur‘ auf 80%-Level läuft und die Dinge lockerer angeht, der aber, wenn es sein muss, direkt 100% geben kann, mehr Lob erntet… Oft stellt man an sich selbst zu hohe Ansprüche, nimmt alles zu ernst, macht alles, hilft allen (siehe aufgelistete Punkte )… und rennt damit direkt in sein eigenes Verderben. Und merke: man nützt weder der Firma noch sich selbst etwas, wenn man dann mit Burnout monatelang ausfällt. Kein Job ist das wert. Sollte es wirklich an der Firma liegen: bitte nicht mit einem Schulterzucken abtun und weiter das Hamsterrad betreiben. Wenn man an der Situation nichts ändern kann, sollte man sich nach Alternativen umschauen. Wenn das alle so machen würden, müsste sich eine solche Firma irgendwann auch überlegen, ob das der richtige Weg ist, mit seinen Mitarbeitern umzugehen. Ich weiß, ist leichter gesagt, als getan…

Christa

13.01.2017

Habe es ausprobiert. Es funktioniert!

Götz

13.01.2017

Endlich mal ein systematischer Ansatz, um das persönliche Stressniveau auch bei sinkendem Arbeitsoutput zu steigern :-)

Daniela

13.01.2017

Perfekt! Genau so mache ich es. 😳😊😉

Oliver Landeck

13.01.2017

Eine sehr schöne, gelungene und amüsante Lektüre zum Wochenende, DANKE! :-)

Burni

13.01.2017

Sehr gelungene Umschreibung der Lösungsformel: love it – change it oder leave it…

Kisi

16.08.2017

Finde mich im Artikel genau wieder. Leider etwas zuuu Spät, denn mich hat es richtig krank
gemacht!!! Also an Alle – mal den Ball flach halten- davon geht die Welt nicht unter. Der Chef , der kein Verständnis hat ist keine gute Führungskaft.

Frank

17.08.2017

Klingt lustig, ist es aber nur zum Teil. Wir haben im Rahmen des BGM viele Clienten im Coaching, die kurz vor dem Burnout stehen – die im Text genannten Dinge haben nur wenig mit Burnout zu tun. Burnout ist fast immer eine Kombination aus beruflichen und privaten (Selbst-)Überforderungen. Im privaten Bereich spielen meist Beziehungssituationen, Krankheiten und seelischer Stress eine Rolle, im beruflichen Kontext meist die Arbeitsbelastung, schlechte Führung und narzistische Vorgesetzte – interessanter Weise sind Burnout-Falle bis auf wenige Ausnahme fast nie in den Führungsebenen 1 und 2 anzutreffen, sondern meist in den Ebenen 3 und 4.
Ich kann nicht beurteilen, wieviel Erfahrung die Autorin selbst im angestellten Arbeitsverhältnis gemacht hat, die oben suggerierte Selbstbestimmtheit, die man nur richtig nutzen muß, um einen Burnout zu vermeiden, ist in den meisten KMU und Konzernen faktisch nicht vorhanden.
Von daher: nett zu lesen, aber inhaltlich unsinnig.