Entspannter arbeiten

Unglücklich im Job? Das kann dahinter stecken.

Zu viel Angst vor dem eigenen Scheitern führt auf Dauer zu Frust – vor allem bei Problemen im Beruf kann das eine große Rolle spielen. Manche Blockaden im Job lassen sich oft bis in die Kindheit zurückverfolgen. Doch es gibt Lösungswege.

Frust im Beruf hat häufig mit Versagensängsten zu tun, sagen Psychologen. (©Foto: Shutterstock)

Frust im Beruf hat häufig mit Versagensängsten zu tun, sagen Psychologen. (©Foto: Shutterstock)

Sind Berufstätige mit ihrem Job unzufrieden, können dahinter Versagensängste stecken. Mancher hat so viel Angst vor dem Scheitern, dass er sich im Beruf freiwillig in die zweite Reihe begibt, sagt die Diplom-Psychologin und Karriereberaterin Madeleine Leitner aus München. Denn dort scheint es im ersten Moment einfacher zu sein: Da man nicht die Person im Fokus von Kollegen und Vorgesetzten ist, besteht weniger Gefahr, etwas falsch zu machen. Aber gleichzeitig erfüllt einen diese zurückgezogene Rolle oft auch nicht. Und das wiederum führt zu Frust.

Jobängste resultieren oft aus negativen Kindheitserlebnissen

Betroffen sind häufig Personen, die bereits in der Kindheit gelernt haben, dass Fehler etwas Schlechtes sind, für das man sich schämen muss. Das kann etwa sein, dass die Eltern Kinder für Fehler verspottet oder sogar bestraft haben. Die Folge kann sein, dass diejenigen das Rampenlicht scheuen – und sie sich dadurch in ihrer Karriere selbst blockieren.

Dagegen hilft, sich die Ängste zunächst bewusstzumachen – etwa, dass man Angst hat, in der Öffentlichkeit zu sprechen. Anschließend kann man dann überlegen, warum es diese Angst gibt. Hat man zum Beispiel Sorge, sich in der Öffentlichkeit zu blamieren? Viele Ängste stellen sich dann als völlig irrational heraus. Und es gilt dann auch: Je öfter man sich Situationen stellt, vor denen man Angst hat, desto leichter wird es, sie zu überstehen.

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