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Miese Willkommenskultur: Woran neue Kollegen häufig scheitern

Zu Monatsanfang treten wieder viele Menschen einen neuen Job an. Doch ob die Zusammenarbeit von Dauer ist, hängt häufig von den kommenden Wochen ab. Längst nicht immer gelingt die Integration ins Team. Drei typische Fehler von Chefs und Kollegen.

Integration neue Mitarbeiter

Ob die Integration neuer Mitarbeiter gelingt, hängt nicht zuletzt vom ersten Arbeitstag ab. Neue sollten dann zum Beispiel nicht alleine in die Mittagspause gehen müssen. (©Foto: Monique Wüstenhagen / dpa)

Längst nicht alle neuen Mitarbeiter bleiben nach der Probezeit. Ob die Arbeitsbeziehung von Dauer ist, hängt nicht nur davon ab, ob der Neue fachlich etwas kann. Ebenfalls entscheidend ist: Passt der Neue ins Team?

Karriereberaterin Doris Brenner aus Rödermark bei Frankfurt am Main erklärt, welche drei Sachen typischerweise bei der Integration neuer Mitarbeiter falsch laufen.

– Unachtsamkeit am ersten Arbeitstag: Für die Abteilung ist es ein regulärer Arbeitstag. Doch für den neuen Mitarbeiter ist der erste Arbeitstag ganz besonders und ein Gradmesser. Alles, was an diesem Tag passiert, wird er mit besonderer Bedeutung aufladen. Um einen guten Start zu haben, sollte die Abteilung deshalb vorbereitet sein. Ist der Arbeitsplatz startklar? Ist seine Mittagspause organisiert, damit er am ersten Tag nicht ganz alleine ist? Gibt es vielleicht sogar einen Blumenstrauß? Unachtsamkeit am ersten Arbeitstag könne schon sehr viel kaputt machen, sagt Brenner.

– Konzentration allein auf das Fachliche:Damit ein Mitarbeiter nach der Probezeit bleibt, muss er zunächst einmal mit den Aufgaben klarkommen. Bei der Integration neuer Mitarbeiter konzentrieren sich daher sehr viele auf das Fachliche. Fast genauso wichtig ist aber für eine dauerhafte Arbeitsbeziehung, dass der Mitarbeiter sich im Team wohlfühlt. Hilfreich ist es häufig, wenn der Chef einen Kollegen als Paten des Neuen in der Abteilung abstellt. Er ist dann Ansprechpartner für alle Fragen, die auftauchen und der Neue fühlt sich nicht allein gelassen.

– Feedback vom Chef: Viele Vorgesetzte handeln nach der Devise: „So lange ich nichts sage, ist alles okay.“ Für neue Mitarbeiter ist das eine sehr schwierige Situation. Sie möchten gerne wissen: Wie werde ich von den anderen gesehen? Vorgesetzte erleichtern neuen Mitarbeitern den Start deshalb ungemein, wenn sie ihnen regelmäßig Feedback geben.

4 Kommentare

Rolf Dindorf

01.11.2016

Pay now or pay later. Dieser Grundsatz gilt auch bei der Einarbeitung neuer Mitarbeiter. Im Rahmen des Onboarding-Prozesses ist es von zentraler Bedeutung in wenigen Schritten die Seele des Neuen zu erreichen.
Nur Gefasel? 80% der neuen Mitarbeiter treffen in den ersten 100 Arbeitstagen eine Entscheidung für oder gegen das Unternehmen. Vor diesem Hintergrund ist „Touch the soul“ keine Prinzipienfrage sondern äußerst sinnvoll um rasch das volle Potential zu erschließen.

Mit einer etablierten und gelebten Vertrauenskultur gelingt dies überzeugend. Der Aufbau von Vertrauen ist dabei ein Prozess zwischen Führungskraft und Neuem, Newcomer und Team sowie Neuem und Paten. Dabei sind es die kleinen Schritte wie beispielsweise die frühe Übertragung von überschaubaren Projekten die den Vertrauensaufbau befeuern.

Frank Winkler

03.11.2016

Jenachdem in welcher Berufsrichtung man sich einen neuen Arbeitgeber sucht, erlebt man unterschiedliche Einführungsphasen. Allen gemein ist, die Einarbeitung des Neuen muss im Tagesgeschäft mit gestemmt werden. Schnell verfliegt dabei die Objektivität des alten Stammpersonals gegenüber der Neubesetzung, weil Dinge nicht wie gewünscht in kürzester Zeit einsatzsicher abrufbereit sind, ganz zu schweigen davon, das die Varianz der Anforderungen nicht im „Finger-schnipp-Verfahren“ steigen darf. Unternehmen, welche hier im Punkt Qualitätsmanagement gut aufgestellt sind und für ihre Tätigkeiten Arbeitsplatzbeschreibungen oder entsprechende Dokumentationen vorhalten können, erleichtern nicht nur eigenen, sondern auch neuen Mitarbeitern die Gewöhnungsphase. Schließlich ist nicht immer der geeignete Ansprechpartner gewillt, seine Arbeit und damit seine Konzentration zu unterbrechen wenn der Neue etwas wissen will.

Angelika Fromm

07.11.2016

Ja, Unachtsamkeit am ersten Arbeitstag kann viel kaputt machen… Der erste Arbeitstag allein genügt aber eben nicht. Vorgesetzte, Personalabteilung und ggf. die Unternehmensleitung (je nach besetzter Position) sollten sehr klug miteinander arbeiten, um eine gute Arbeitsatmosphäre zu schaffen und eine professionelle Einarbeitung zu gewährleisten. Vergessen wir nicht, dass die Bewerber sich heute ihren Arbeitsplatz aussuchen: da mag im Bewerbungsprozess alles gut laufen – im Job muss es das auch! Führungsleitlinien im Intranet oder im Bilderrahmen an der Wand genügen da nicht…

TINA

29.11.2016

Ja, aus meiner langen Berufserfahrung kann ich nur bestätigen, was meine vorherigen Kommentatoren geschrieben haben.!!!

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