ARD Themenwoche "Zukunft der Arbeit"

Test: Ist Ihr Job vor den Maschinen sicher?

Viele Arbeitnehmer haben Angst vor den Maschinen der Zukunft. Nicht immer, aber immer öfter ist die auch berechtigt. Der „Job-Futuromat“ der ARD zeigt Ihnen, ob (und ab wann) eine Software oder ein Roboter Ihren Job übernehmen könnte.

koop_ard_spielraum_aufmacherWenn es um die Zukunft der Arbeit geht, gibt es derzeit vor allem ein Thema, das zu heftigen Diskussionen führt: Wie viele Arbeitsplätze werden schon bald durch Roboter, Software und sonstige künstliche Intelligenz übernommen? Während Fortschritts- und Technikgläubige die neuen Zeiten und ihre Erfindungen bejubeln und entweder schon von fast arbeitsfreier Lebenszeit oder vielen neuen Jobs DANK der Digitalisierung schwärmen, sind andere skeptischer. Sie befürchten einen Wegfall von mehreren Millionen Arbeitsplätzen mit verheerenden sozialen Folgen.

Was stimmt denn nun? Wie zuverlässig sind solche Prognosen? Daten zu allen knapp 4.000 in Deutschland ausgeübten Berufen, die der ARD exklusiv vorliegen, zeigen: Die Angst ist oft nicht gerechtfertigt. Zwar könnten viele Berufe schon heute zu großen Teilen von Maschinen erledigt werden. Das muss aber keine schlechte Prognose bedeuten. Die Berufsdaten stammen vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), das zur Bundesagentur für Arbeit (BA) gehört, und umfassen alle Jobs, die der BA bekannt sind.

Eine Analyse des IAB-Datensatzes bringt Entwarnung: Nur für gut 15 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten wird die Automatisierbarkeit des Jobs als „hoch“ eingeschätzt. Das klingt deutlich weniger dramatisch als die 42 Prozent im „Spiegel“ oder die 59 Prozent in einer Studie der Direktbank ING DiBa. Betroffen wären davon auch nicht 18 Millionen Arbeitnehmer (Spiegel), sondern nur 4,7 Millionen. Die Automatisierbarkeit eines Berufs gilt als „hoch“, wenn mehr als 70 Prozent der wesentlichen Tätigkeiten bereits heute maschinell durchführbar sind.

Ebenfalls ablesen lässt sich an den Daten, was am besten gegen eine hohe Automatisierbarkeit des eigenen Jobs hilft: Eine möglichst gute Ausbildung. Während unter den sogenannten „Helfern“, die keine oder nur eine kurze berufliche Ausbildung haben, 46 Prozent aller Beschäftigten einen Beruf mit einer hohen Automatisierbarkeit ausüben, sind es unter „Spezialisten“ (Meisterausbildung oder Bachelor-Abschluss) nur 33 Prozent. Unter den „Experten“ mit mindestens vierjähriger Hochschulausbildung liegt die Quote sogar nur noch bei 18 Prozent.

Die ARD macht im Rahmen ihrer Themenwoche „Zukunft der Arbeit“ in einem beeindruckenden Online-Tool  die Zukunftsaussichten für jeden Beruf abrufbar. Der „Job-Futuromat“  (siehe Link unten) zeigt an, zu welchem Prozentanteil Maschinen heute schon die wesentlichen Tätigkeiten unserer Arbeit erledigen könnten. Im Detail listet das Tool auf, aus welchen Tätigkeiten ein Berufsbild besteht – von A wie „A-la-carte-Service“ bis Z wie „Zucker herstellen“ – und ob sie automatisierbar sind (wie etwa Zucker herstellen) oder nicht (wie A-la-carte-Service).

Machen Sie doch selbst die Probe und testen Sie, wie „gefährdet“ oder „sicher“ Ihr eigener Job ist: Hier geht es zum Job-Futuromaten der ARD (Bitte auf die Grafik klicken).

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