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Arbeitsplatz der Zukunft

Hier arbeiten Sie morgen...

...okay, vielleicht erst übermorgen. Mit immer mehr innovativen Büroprojekten demonstrieren Architekten, wie die Arbeitswelten von morgen aussehen könnten. Für XING Spielraum erklärt Desiree Behrens vom Stuttgarter Architekturbüro Scope am Beispiel des „Innovation Center 2.0“ in Potsdam, was sich die kreativen Köpfe dabei für uns ausdenken.  

„Flexibilität, Transparenz und Offenheit – das sind Schlagworte, die heute moderne Arbeitswelten von morgen formen. Auf Grundlage dieser Parameter ließ SAP, als größtes Softwareunternehmen Deutschlands, SCOPE Architekten aus Stuttgart, das neue Innovation Center 2.0 in Potsdam gestalten. Für 160 Mitarbeiter wurden hier auf 5400 Quadratmetern Arbeitsplätze geschaffen, welche die Förderung von frischen Ideen in den Mittelpunkt stellen, die optimale Bedingungen für teambasiertes und spielerisches Denken bieten und zu innovativen Arbeitsmethoden wie Design-Thinking anregen. (Alle Fotos: ©Zooey Braun / www.zooeybraun.de)


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Die Idee, dass agiles, innovatives und kommunikatives Arbeiten nicht in tradierten Büroformen stattfinden kann, sondern ein Umfeld benötigt, das diese Arbeitsweise unterstützt, hat SCOPE bei diesem Projekt ständig begleitet. Äußerlich passt sich der neue, vierstöckige Glaskubus mit umlaufenden Balkonen dem Bestand an und ist geprägt von einer spannungsvollen Betonstützen-Struktur. Dieses Tragwerk mit industriellem Charakter durchbricht die Glasfassade in zahlreichen Diagonalen. Das Gebäude gleicht damit mehr einer offenen Werkhalle als einem klassischen Bürogebäude.

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Im Erdgeschoss befindet sich das kommunikative Herzstück jedes Gebäudes – die Küche. Beim SAP Innovation Center wird sie durch die Kaffeebar symbolisiert und bietet ausreichend Raum für Begegnungen und ein ungezwungenes Miteinander. Durch den Entwurf eines hölzernen Küchenblocks wird Intimität und Geborgenheit vermittelt. Ebenfalls für einen „geschützten“ Raum, sorgt die hölzerne Deckenlattung. Sie nimmt als wiederkehrendes Element die Faltung des Küchenblocks auf.

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Im großen Design-Thinking-Raum wird die Idee einer flexiblen Arbeitswelt am deutlichsten. Große akustisch wirksame Whiteboardflächen hängen von der Decke ab und lassen sich verschieben. Der Raum befindet sich dadurch im ständigen Wandel und ermöglicht mehreren Arbeitsgruppen, in unterschiedlichster Größe, das Zusammenarbeiten. Alle Möbel sowie eine Treppentribüne für Präsentationen befinden sich auf Rollen und unterstützen das agile Arbeiten.

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Der Luftraum mit seinen vielfältigen Verbindungen verdeutlicht den architektonischen Anspruch, Kommunikation als wesentlichen Bestandteil einer lebendigen Unternehmenskultur erlebbar zu machen. Die einläufigen Treppen des Gebäudes enden auf unterschiedlich tiefen Galerien, die Kommunikations- und Aufenthaltszonen aufnehmen. Begrünte Wände fangen dort den Blick wieder auf.

innovation-center-5Alle Ebenen sind über einen geschossübergreifenden Luftraum miteinander verbunden. Dieser wird durch mächtige Treppen aus mattem schwarzen Stahl und Stufen aus Eichenholz erschlossen. Die Polsterung an den Stützen ist aus Sicherheitsgründen auf Kopfhöhe anzubringen. SCOPE hat sich dabei aus Gründen der Aufmerksamkeit und als Kontrast zum Sichtbeton für die Signalfarbe gelb entschieden. Zusätzlich wurde die Polsterung auch außerhalb des Kopfbereichs angewendet, um damit weitere Sitzmöglichkeiten zu schaffen.

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Die Arbeitsplätze in den Obergeschossen sind ebenso flexibel gestaltet wie die Räume im Erdgeschoss, so dass sich auch hier agile Arbeitsgruppen realisieren lassen. Die hohen technischen Anforderungen an die Akustik, Kühlung und Belichtung werden über akustisch aktivierte Kühllamellen realisiert, die durch Linienleuchten durchzogen sind und den Blick auf die Sichtbetondecke freigeben. Die Lamellen an der linken Wand dienen sowohl als dekoratives wie auch funktionales Element, denn sie nehmen Pflanzentröge auf oder können als Regal genutzt werden.

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Die industrielle Gestaltung mit ihrer offenen Leitungsführung, dem Materialmix aus Seekiefer, rohen Betonwänden und bepflanzten Sideboards, ist das Ergebnis einer Architektursprache, die sich am Funktionalen orientiert und dies in den Mittelpunkt rückt. Die aufgeräumte Atmosphäre ist zugleich klar, reduziert und anregend. Da die Mitarbeiter keine eigenen Schränke, sondern nur noch Rollcontainer besitzen, haben sie die Möglichkeit persönliche Gegenstände in die Schließfächer auf der linken Seite des Bildes einzuschließen.

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An den Glaswänden der Collaboration Spaces trennen Sichtschutzgrafiken funktionale Räume von Kommunikationszonen ab und schaffen zugleich Verbindungen und Transparenz. Der ganzheitliche Ansatz aus Offenheit, Miteinander und Flexibilität ist überall spürbar. Die Grafikelemente und Infografiken, die sich auf den Sichtschutzfolien befinden, durchziehen das gesamte Gebäude und ermöglichen eine einfache Orientierung. Zudem können die Folien beschriftet und so auch funktional nutzbar gemacht werden.“


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