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Arbeitnehmer fordern: Traut uns mehr zu!

Immer mehr Menschen verbinden mit ihrem Beruf mehr als einen 9-to-5-Job. Eine neue Studie zeigt: Der Wunsch nach mehr Mitbestimmung und freier Gestaltung ihrer Arbeit ist bei Berufstätigen groß wie nie. 

fuehrung_studieTraut uns mehr! Und traut uns mehr zu! So lassen sich die Ergebnisse einer aktuellen Studie (Download-Link) zusammenfassen, die die Einstellungen deutscher Arbeitnehmer zu ihrem beruflichen Alltag abfragte. Dabei wurde deutlich, dass der Ruf nach freiheitlichem Arbeiten  stark ist wie nie zuvor: Zwei von drei Berufstätigen wollen mehr Freiheit und Souveränität bei der Gestaltung ihrer Arbeit.

Dies sind die Kernergebnisse einer empirischen Befragung von knapp 1.200 Berufstätigen, die die TU München im Auftrag der ZukunftsAllianz Arbeit & Gesellschaft, der Gesellschaft für Wissensmanagement und des Personaldienstleisters Hays durchgeführt hat.

Auch in Sachen Mitbestimmung wünschen sich viele Arbeitnehmer mehr Möglichkeiten zu direkter Demokratie in ihren Unternehmen: Drei von vier würden  ihr Engagement erhöhen, wenn sie über neue Produkte und Entwicklungen mitentscheiden dürften. Beeindruckende 80 Prozent meinen sogar, dass mit einer stärkeren Teilhabe an firmenrelevanten Entscheidungen die Produktivität ihres Unternehmens steigern würde.

Stärker Einfluss nehmen möchten Berufstätige auch beim Thema Führung: 85 Prozent der Befragten möchten schlechte Führungskräfte gerne abwählen, 70 Prozent möchten Führungskräfte nur auf Zeit wählen. Aus gutem Grund: Vier von zehn Berufstätigen finden, dass die Führungskräfte in ihrem Unternehmen Veränderungen blockieren und neue Ideen abprallen lassen.

Für Thomas Sattelberger, Vorstandsvorsitzender der Zukunftsallianz, belegt „die Studie glasklar: Demokratisierung in Unternehmen ist keine Esoterik. Mitarbeitende brauchen und wollen innovatives Arbeiten. Vor dem Hintergrund der Innovationsschwäche von Konzernen und Mittelstand ist endlich Handeln angesagt.“

 

hindernis_innovation_studieAuch in Sachen Freiheit zählen für die befragten Berufstätigen ihre individuellen Freiheitsräume deutlich mehr als strukturelle innerhalb ihrer Organisation. So erzielen die freie Wahl von Arbeitszeit und -ort, Vertrauen in die Mitarbeiter und Freiheit für den eigenen Stil stärkere Zustimmungen als flexible Organisationsstrukturen. Neben der Einflussnahme auf ihre eigenen Arbeitsbedingungen erwarten die Befragten vor allem eine Stärkung der Experimentierkultur in ihrem Unternehmen, um innovativer zu agieren.

Für die Studie befragte der Lehrstuhl für Strategie & Organisation der Technischen Universität München im Februar insgesamt 1.180 Berufstätige im Alter von 16 bis 65 Jahre über Branchen, Unternehmensgrößen und Positionen hinweg. Im Rahmen der Online-Befragung bewerteten sie, welche Dimensionen und Kriterien ein innovatives Arbeitsumfeld auszeichnen.

1 Kommentare

Lars Gunmann

05.10.2016

Ist im 6-to-2- und 7-to-3-Job nicht anders.

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