Entspannter arbeiten

Smartphone-Zwang: So schalten Sie den Job richtig ab

Feierabend? Langes Wochenende? Viele Berufstätige können sich einfach nicht von ihrem Job trennen – per Smartphone sind Sie quasi immer am Arbeitsplatz. Feste Regeln können gegen den Dauerempfang helfen.

E-Mail-Check nach Feierabend: Die Arbeit bleibt immer im Kopf (©Foto: Kathleen Finlay / Getty Images)

E-Mail-Check nach Feierabend: Die Arbeit bleibt immer im Kopf (©Foto: Kathleen Finlay / Getty Images)

Statt am Abend oder am Wochenende sich ganz Familie, Freunden oder Hobbys zu widmen, checken viele Arbeit noch einmal ihre beruflichen E-Mails, sind für Kunden, Kollegen und Chefs rund um die Uhr erreichbar. Allein die theoretische Möglichkeit stresst schon, denn im Kopf kann man dadurch die Arbeit gar nicht ruhen lassen. Prof. Tim Hagemann von der Fachhochschule der Diakonie in Bielefeld ist Arbeitspsychologe und gibt vier Erst-Hilfe-Tipps gegen den Smartphone-Zwang:

1. Diensthandy nur dienstlich nutzen

Viele nutzen ihr Diensthandy zunehmend auch für private Zwecke. Das hat den Vorteil, dass man nicht immer zwei Telefone mit sich herumträgt. Im Idealfall sollten dienstliche und private Kommunikation aber über zwei verschiedene Geräte laufen, sagt Hagemann. Viele brauchen ihr Smartphone auch nach Feierabend – und es ist schwer, neue, dienstliche E-Mails dann zu ignorieren.

2. Smartphonefreie Zeiten festlegen

Im Idealfall schaffen sich Berufstätige für den Abend smartphonefreie Zeiten. Das kann zum Beispiel so aussehen: Wer auf dem Heimweg mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ist, kann sich vornehmen, dort ein letztes Mal die beruflichen E-Mails abzurufen und dann das Smartphone wegzulegen, sobald man zu Hause angekommen ist.

3. Notfall-Software nutzen

Ganz das Smartphone weglegen wollen viele aber auch nicht. Was ist, wenn es Anrufe bei Notfällen gibt? Hier kann Software helfen. Der „Do not Disturb“-Modus bei Apple oder Android-Geräten blockiert Anrufe oder Benachrichtigungen.
Dabei kann man Ausnahmen wie den Wecker oder Anrufe bestimmter Personen erlauben. Die Notfall-Einstellung lässt Anrufe etwa nur durch, wenn eine Person innerhalb weniger Minuten mehrmals anruft.

4. Smartphone-Nutzung analysieren

Wer einen Überblick bekommen will, wie viel Zeit und aus welchen Gründen man täglich mit dem Smartphone verbringt, kann zu Apps wie Moment (iOS) greifen. Das kleine Programm hält fest, wie häufig man das Telefon aktiviert und welche Programme am meisten Zeit fordern. Auf Wunsch kann man auch Nutzungsgrenzen setzen. Einige Funktionen von Moment sind kostenpflichtig. Checky für Android und iOS ist kostenlos und bietet ähnliche Funktionen.

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