Entspannter arbeiten

Besser arbeiten: Multitasking? Bitte nicht!

Kann man problemlos parallel mehrere Aufgaben erledigen? Klar – glauben die meisten. Doch eine Studie zeigt: Multitasker sind oft langsamer und machen mehr Fehler.

Multitasking Studie

Multitasking kann auch zur Folge haben, dass man unkonzentrierter arbeitet. (©Foto: Sebastian Kahnert / dpa)

Berufstätige sollten bei der Arbeit Multitasking in jedem Fall vermeiden. Denn wer mehrere Aufgaben parallel bearbeitet, ist nicht nur langsamer. Er mache auch mehr Fehler, erklärt Prof. Norbert Rohleder von der Hochschule Mainz. Er forscht zum Thema Arbeitswelt.

Er empfiehlt, folgenden Test zu machen: Beschäftigte schreiben sich am Abend eine To-do-Liste und arbeiten diese am folgenden Tag ab. Parallel checken sie regelmäßig ihre E-Mails, hören Musik und telefonieren immer wieder. Am Abend überlegen Berufstätige, wie sie sich gefühlt haben, und sie überprüfen, wie viele Aufgaben von ihrer Liste sie geschafft haben.

Dann schreiben sie erneut eine To-do-Liste für den nächsten Tag. Nun bearbeiten sie die Aufgaben nacheinander, E-Mails und Telefonate schreiben und führen Mitarbeiter zu vorher festgelegten Zeiten. Hier sollten Arbeitnehmer abends wieder überprüfen, wie sie sich gefühlt haben und wie viel sie von ihrer Liste geschafft haben. Viele werden überrascht sein, wie viel besser sie an diesem Tag vorangekommen sind.

P.S. Multitasker oder Listenabarbeiter? Welcher Typ sind Sie? Berichten Sie doch über Ihre Erfahrungen, unten in den Kommentaren.

1 Kommentare

Bastian Wilkat

08.09.2016

Ergänzend kann ich dazu die Reportage „Immer vernetzt“ auf arte empfehlen: http://www.arte.tv/guide/de/061653-000-A/immer-vernetzt. Darin wird das Thema Multitasking aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet.

Für mich persönlich: Aufteilung des Tages in Arbeits- und Managementtätigkeiten. Während der Arbeitstimeslots sind alle Devices ausgeschaltet und eine Timebox läuft, in der ich meine relevanten ToDos abarbeite.