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Konflikte

Sie merken, dass Sie im Büro zu viel quatschen...

…wenn Sie in solche Kollegen-Gesichter sehen. Denn auch wenn das Wochenende noch so schön war, es gibt Zeiten, da ist die Arbeit wichtiger. Wie aber lassen sich Plaudertaschen stoppen?

Wenn der Kollege im Büro einfach nicht aufhört zu schwätzen, gibt es nur eine Lösung: Man muss ihn darauf ansprechen. Wichtig ist dabei, das in einer ruhigen Minute zu tun und den Kollegen nicht in eine Verteidigungshaltung zu drängen. „Das kann man etwa so sagen: `Ich rede gerne mit dir, aber in manchen Situationen muss ich mich auf meine Arbeit konzentrieren.´“ So erklärt es die Hamburger Etikette-Trainerin Imme Vogelsang. Ein solches Gespräch sollte man zunächst immer mit positiven Botschaften beginnen.

Ist man im Kollegenkreis der Auserwählte, der das Problem bei der Büro-Plaudertasche ansprechen muss, sollte man trotzdem auf Ich-Botschaften setzen. „Dann lässt sich anfügen, dass Kollegen manchmal Ähnliches erwähnt haben“, sagt Vogelsang. Dabei sollte man vorsichtig vorgehen, um nicht den Eindruck zu vermitteln, das gesamte Büro habe etwas gegen den Kollegen. Alternativ-Vorschläge könnten das Gespräch auch einfacher machen: etwa die Einladung zum Kaffeetrinken zur Unterhaltung abseits der Arbeit.

Krankheiten oder Beziehungsprobleme sind keine Bürogesprächsthemen

Wenn der allzu gesprächige Kollege allerdings noch mit Themen anfängt, die für das Büro schlicht unpassend sind, rät Vogelsang zu etwas deutlicherem Vorgehen. „In etwa: `Es gibt Themen, über die ich mich ungern mit Kollegen unterhalte. Ich fühle mich dabei nicht wohl.´ Und dann konkret aufzählen, was das ist, etwa Krankheiten, Beziehungen und so weiter.“ Aber auch in diesem Fall ist wichtig: positiv ins Gespräch einsteigen, das Gegenüber nicht in die Ecke drängen und Ich-Botschaften vermitteln. Dann liegt es am Kollegen, die Hinweise in die Tat umzusetzen.

P.S. Wie lösen Sie Probleme mit solchen gesprächigen Kollegen? Verraten Sie uns doch Ihre Tipps, unten in den Kommentaren.

2 Kommentare

Johannes Krauth

06.09.2016

Klingt gut, aber ich glaube kaum, dass sich eine echte Quasselstrippe dadurch auf Dauer vom Quasseln abbringen lässt. Diese Tipps, scheinen mir nur für den Moment geeignet. Ich kenne Kollegen, die es anscheinend kaum bemerken, wenn man während des Gesprächs den Raum verlässt - sie reden trotzdem weiter. Erhöhen vielleicht die Lautstärke ein wenig, damit man sie auch nebenan noch hören kann. Aber dass man ihnen keine Aufmerksamkeit schenkt, stört sie wenig. Einige davon wissen auch, dass sie mit ihrem vielen Reden anderen auf die nerven gehen. Anscheinend können sie nicht anders. Mir ist so ein Verhalten derart fremd, dass ich mich überhaupt nicht in sie hineinversetzen kann, daher auch keine Ahnung habe, wie ich damit umgehen kann. Hat da jemand einen Tipp?

Kerstin Mende

18.09.2016

Überraschen Sie einen so sehr gesprächigen Kollegen doch einmal mitten in dessen Ausführungen mit einer Ihnen "scheinbar" gerade ganz drängenden Fachfrage. Damit wird der Redefluss unterbrochen und der gedankliche Fokus auf ein anderes Thema gelenkt. Hat schon oft funktioniert. Ein anderes Mittel zum wertschätzenden Unterbrechen ist das Aktive Zuhören (Spiegeln). Ich gebe demjenigen zu verstehen, was von seinen Ausführungen bei mir angekommen ist und wie derjenige gerade auf mich wirkt. Dann kann ich zum Beispiel anfügen : ".... Da hast Du ja wirklich viel um die Ohren. Dann lass uns jetzt gleich mit der Arbeit loslegen, damit Du das alles schaffst!"

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