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Feel good @ work

Kollegin für's gute Gefühl

Die Münchner „Feelgood Managerin“ Eva Muhr über Nudelsalat, dekorative Büroräume und Spaß am Arbeitsplatz

Eva Muhr Feelgood Managerin bei Adnymics

Feelgood Managerin Eva Muhr: „Es kommt manchmal nur auf Kleinigkeiten an, dass sich jemand bei der Arbeit wohlfühlt.“ (©Foto: Adnymics)

Immer mehr Unternehmen kümmern sich bewusst um das Wohlergehen ihrer Mitarbeiter, damit sie entspannt und gut gelaunt ihrem Job nachgehen können. Mit sogenannten Feelgood-Managern soll das Betriebsklima und die Arbeitskultur verbessert werden.

Das Münchner Start-Up Adnymics, das personalisierte Paketbeilagen erstellt, will seinen Mitarbeitern mehr Annehmlichkeiten bieten als einen Tischkicker, Loungesofas und italienischen Kaffee. Eva Muhr, gelernte Landschaftsplanerin, sorgt als Feelgood-Managerin für das gewisse Atmosphäre-Extra. Im Spielraum-Interview verrät sie, wie sie das schafft.

XING spielraum: Frau Muhr, haben Sie heute schon dafür gesorgt, dass jemand sich besonders gut fühlt?

Eva Muhr: Ja, freilich. Ich habe heute schon das Mittagessen zubereitet, Nudelsalat und Joghurt mit Erdbeeren als Dessert. Es hat allen sehr gut geschmeckt. Und Essen, das gut schmeckt, ist extrem wichtig für das Wohlbefinden.

Wie sind denn die Reaktionen der Mitarbeiter und Chefs auf Ihre Arbeit?

Muhr: Wirklich sehr gut. Ich denke, es passt einfach. Wenn ich da bin und koche, kommen eigentlich immer alle Mitarbeiter – und das freut mich sehr. Ich denke, dass ich einen Anteil dazu beitragen kann, dass alle Beschäftigten zufrieden sind und sich auf ihre Arbeit konzentrieren können. Das sind manchmal Kleinigkeiten wie eine aufgeräumte Küche oder dafür zu sorgen, dass ein Raum schalldicht wird.

Worauf kommt es in ihrem Beruf an?

Muhr: Empathie ist eine wichtige Voraussetzung. Man muss sich in die Kollegen einfühlen können und herausfinden, wie sie ticken und was ihnen Spaß macht. Kommunikation spielt ebenfalls eine entscheidende Rolle. Manchmal . Außerdem muss ein Feelgood Manager kreativ sein und sich stets etwas einfallen lassen.

Ich sorge für Deko. An Ostern beispielsweise habe ich die Räume geschmückt. Das Besprechungszimmer wird verschönert, Teamevents werden von mir organisiert – Stadtrallyes oder ein Ausflug in eine Berghütte. Und jetzt steht die Wies’n an. Außerdem kümmere ich mich um Bestellungen von Arbeitsmaterialien und sorge auch mal dafür, dass der Müll wegkommt.

Was hat sich anders als erwartet entwickelt?

Muhr: Ach, meine Erwartungen sind übertroffen worden. Adnymics ist ja regelrecht explodiert und schnell von sieben auf 20 Beschäftigte gewachsen. Das ist schon eine richtige Herausforderung. Aber mir gefällt es.

Ihr Job ist es, anderen das Arbeitsleben zu verschönern. Was brauchen Sie selbst, um Ihren Beruf zu genießen?

Muhr: Am schönsten ist, dass ich viel positives Feedback erhalte. Diese unmittelbare Anerkennung und dass immer etwas los ist lässt mich diesen Job genießen. Ich bin zudem frei in der Gestaltung meiner Aufgaben.

Interview: Silja Schriever

1 Kommentare

Monika Kraus-Wildegger

31.08.2016

Hallo Frau Schriever, ergänzend zum Interview kann das Berufsprofil des Feelgood Managers, das vom Fraunhofer Institut und GOODplace entwickelt wurde, unter www.goodplace.org heruntergeladen werden. Die Rolle des Feelgood Managers entspricht einem Unternehmenskulturgestalter. Die Tätigkeit der Eva Muhr entspricht eher einem Kümmerer-Manager mit Service-Charakter. Beste Grüße Monika Kraus-Wildegger CEO + Gründerin GOODplace

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