Arbeitsplatz der Zukunft

Neuer Platz für Neues Arbeiten

Studierende der Hochschule Mainz gewinnen Architekturwettbewerb für das Frankfurter New-Work-Space-Konzept VABN

„Offene“ Ecken, Schiebetüren, absolute Flexibilität in der Raumgestaltung, dezente Optik – das wünschen sich junge Unternehmen für ihre Arbeitsplätze. Davon war jedenfalls die Jury eines Architekturwettbewerbes überzeugt, der die Gestaltung eines New-Work-Space-Konzepts in Frankfurt zur Aufgabe hatte. Das Gebäude mit dem Namen VABN (gesprochen: Waben) liegt im Stadtteil Bockenheim der Mainmetropole.  Drei Monate arbeiteten Studierende der Hochschule Mainz und der Hochschule für Technik in Stuttgart an ihren Entwürfen. Insgesamt hatten elf Teams aus dem Fachbereich Innenarchitektur ihre Entwürfe eingereicht.

Durchsetzen konnte sich am Ende das Konzept „Space follows function“ von Stefanie Kleinpeter, Valerie Krancan und Clara Roth, drei Studentinnen der Hochschule Mainz. Sie dürfen nun ihr Konzept gemeinsam mit dem Architekturbüro „meyer schmitz-morkramer“ bis Ende des Jahres umsetzen. Darüber hinaus erhalten sie ein zusätzliches Preisgeld von 3.500 Euro.

Zur Verfügung gestellt wurde das Gebäude von dem Immobilienunternehmen „Aurelis Real Estate“, das damit ein besonderes Konzept verfolgt: VABN soll auf insgesamt 570 Quadratmetern zukunftsorientierte Arbeitswelten bieten und vor allem Start-ups, speziell Fintech-Unternehmen in der frühen Gründungsphase, ansprechen. Die besondere Herausforderung für die Wettbewerbsteilnehmer bestand darin, die hohe Flexibilität, die Start-ups benötigen, in die Raumgestaltung zu übertragen. Durch das Siegerkonzept können mittels geschickt platzierter Schiebetüren knapp 60 unterschiedliche Raumkonfigurationen auf der zur Verfügung stehenden Fläche erschaffen werden. Diese für Startups notwendige hohe Flexibilität des Raumes war für die Jury neben der „generellen Harmonie und Schlüssigkeit des Konzeptes“ ausschlaggebend für die Entscheidung. Die sich durch die Gesamtheit der Büroetage hindurchziehende Deckenverkleidung aus Holzlamellen, die dezente, geschmackvolle und überaus funktionale Inneneinrichtung sowie das Konzept für den mittig gelegenen Gemeinschaftsraum. „Ich bin überzeugt, dass der Gewinnerentwurf (s. folgende Fotos und Grafiken) die Raumanforderung von Jungunternehmern optimal erfüllt. Das Konzept bietet viel Flexibilität und schafft trotzdem eine räumliche Einheit“, so Elmar Schütz von Aurelis.

Ab Herbst diesen Jahres ist ein weiterer Wettbewerb geplant: Dann können sich Start-ups mit ihren Gründungsideen für den Einzug in die Immobilie bewerben. Im Rahmen eines Pitch-Days wählt eine Expertenjury das Gewinnerunternehmen aus, das dann neun Monate miet- und nebenkostenfrei die umgebauten Räume nutzen darf. Darüber hinaus hat der künftige Nutzer Zugriff auf die Angebote der Partner, unter anderem dem High-Tech Gründerfonds, Amazon Web Services und der Wirtschaftskanzlei FPS.

„Wir möchten mit VABN neue Wege gehen und im direkten Austausch mit Jungunternehmern lernen, wie die Zukunft des Arbeitens aussehen kann. Dabei sehen wir uns als Partner der Gründer und als Teil des wachsenden Fintech-Ökosystems in Frankfurt“, so Elmar Schütz.

Mehr Infos finden sich auf der Projektwebsite vabn.de

1 Kommentare

Stefan Roth

01.08.2016

Aus meiner Sicht ist das genau der richtige Ansatz. Die Arbeitswelt wird (muss) sich wandeln. Unternehmen der Zukunft bieten flexible Raumkonzepte in welchen die Kreativität gefördert, das Setting sich den Anforderungen anpassen lässt und schaffen Begegnungsflächen an welchen aktiver Informationsaustausch sowie offene Kommunikation stattfinden kann.

Ein sehr schönes Projekt, welches ich gerne weiterverfolgen werde.

Viele Grüße aus Obernburg
Stefan Roth