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Konflikte

Lahmer Chef? Selbst schuld!

Ihr Vorgesetzter drückt sich vor jeder Anstrengung? Dann sollten Sie sich mal an die eigene Nase fassen. Denn wenn Mitarbeiter hohes Engagement im Job zeigen, wirkt sich das auch auf die Arbeitshaltung des Vorgesetzten aus – zumindest laut einer neuen Studie. 

Wenn die Begeisterung im Team fehlt, ist nicht immer der Chef schuld. Im Gegenteil (©Foto: Shutterstock)

Wenn die Begeisterung im Team fehlt, ist nicht immer der Chef schuld. Im Gegenteil (©Foto: Shutterstock)

Ist ein Team bei der Arbeit sehr engagiert, überträgt sich das auch auf die Führungskraft. Das legt eine aktuelle Studie nah. Dazu hatten Forscher der Universitäten Mainz und Marburg sowie Mälardarlen in Västerås in Schweden insgesamt 67 Führungskräfte und 315 Teammitglieder zweimal pro Jahr befragt.

Beide Gruppen wurden zu ihrem Arbeitsengagement interviewt. Dabei zeigte sich, dass das Engagement der Chefs stieg, wenn sie sehr engagierte Teams hatten. Gaben Mitarbeiter dagegen an, dass sie emotional erschöpft sind, führt das im Umkehrschluss nicht dazu, dass die Führungskraft diese Symptome zeigt. Sie bleibt davon vielmehr unberührt – es sei denn, sie ist nach eigener Einschätzung sehr empathisch. Wie lange Führungskräfte mit ihrem Team zusammenarbeiten, hat dagegen keinen Einfluss darauf, ob sie sich engagieren oder nicht.

„Führungskräfte sollten sich bewusst machen, dass es solche Übertragungseffekte bei Stimmungen gibt“, sagt Nina Wirtz, Psychologin an der Uni Mainz und Hauptautorin der Studie. Und Mitarbeiter sollten sich bewusst machen, dass sie auch etwas machen können bei mieser Stimmung im Team. Das funktioniere nicht nur von oben nach unten, sondern auch umgekehrt von unten nach oben, sagt sie.

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