Hunde am Arbeitsplatz: Das sagen die Schweizer

In immer mehr Unternehmen dürfen Hunde mit an den Arbeitsplatz gebracht werden. Während dies für Hundehalter eine wichtige Anstellungsbedingung sein kann, sorgen die Haustiere bei den Gegnern für Nasenrümpfen und viel Diskussionsstoff. Wie akzeptiert ist der Bürohund in der Schweiz?

Im weissen Haus und bei internationalen Firmen wie Google und Amazon sind sie ausdrücklich erlaubt. Im Hundeland Schweiz, in dem über eine halbe Million registrierte Hunde leben, heisst mit Nestlé ein erstes Grossunternehmen die Vierbeiner am Arbeitsplatz offiziell willkommen. Laut jüngsten Studien erhöhen diese die Arbeitsmoral und reduzieren den Stress. Doch was halten Schweizerinnen und Schweizer von dieser Entwicklung? Können Arbeitgeber gar ihre Attraktivität steigern, wenn sie Haustiere am Arbeitsplatz erlauben?

Am 24. Juni ist der offizielle „Nimm-deinen-Hund-mit-zur-Arbeit“-Tag, ins Leben gerufen von der internationalen Vereinigung der Tiersitter. XING hat dies zum Anlass genommen, Personen in der Deutschschweiz nach ihrer Meinung zum Thema Hunde am Arbeitsplatz zu befragen. Nachfolgend die wichtigsten Ergebnisse der repräsentativen Studie, die das Meinungsforschungsunternehmen Marketagent im Auftrag von XING durchgeführt hat:

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  • Jeder 11. Berufstätige in der Deutschschweiz nimmt seinen Hund zumindest gelegentlich mit zur Arbeit.
  • Knapp ein Drittel der Befragten stört sich daran, wenn Kollegen ihren Hund mit zur Arbeit bringen. Jeder Vierte heisst die Vierbeiner hingegen willkommen. Einen deutlichen Unterschied gibt es zwischen den Geschlechtern: Frauen heissen Büro- Hunde eher willkommen, Männer stören sich eher daran.
  • Hunden am Arbeitsplatz wird eine ganze Reihe von positiven Effekten zugesprochen. So finden 50% der Befragten, dass Hunde die soziale Gemeinschaft unter Kollegen stärken können. Zudem fördern Hunde die Bewegung (finden 50%), senken das Stresslevel (finden 44%) und spenden Trost (finden 44%).
  • Bedenken gibt es in olfaktorischer Hinsicht. Zu Deutsch: 29% der Befragten finden, dass Hunde stinken.
  • Dass Hunde von der Arbeit abhalten, sagen 26%. 13% finden hingegen, dass Hunde die Produktivität sogar steigern.
  • Mehr als ein Drittel der Befragten sagt, dass Arbeitgeber ihre Attraktivität erhöhen, wenn sie Haustiere am Arbeitsplatz erlauben. 16% finden, dass Unternehmen damit weniger attraktiv werden. Tolerante Arbeitgeber haben vor allem bei den Frauen die Schnauze vorn: 45% der weiblichen Befragten finden Arbeitgeber mit einem Herz für Haustiere attraktiver.

Dass Frauen und Männer zum Thema Hund am Arbeitsplatz unterschiedliche Meinungen haben, mag auch daran liegen, dass es Männern um die Vierbeiner nicht immer ganz wohl ist. Jeder Zehnte gibt an, Angst vor Hunden zu haben. Bei den Frauen sind es nur 7%.

Darf ich meinen Hund mit zur Arbeit bringen oder nicht? Diese Frage spielt auch bei der Suche nach einem neuen Job immer häufiger eine Rolle. XING Schweiz Geschäftsführer René Maeder sieht darin einen allgemeinen Trend: „Anstelle der reinen Lohnhöhe oder Zusatzleistungen wie Firmenwagen und Diensthandy, zählen bei der Stellensuche immer öfter Kriterien, die es Arbeitnehmern erlauben, Arbeit und Leben optimal in Einklang zu bringen.“

 

Befragt wurden 501 Personen aus der Deutschschweiz im Alter von 14-65 Jahren mittels Online-Interviews. Die Befragung wurde im Zeitraum vom 1.6.2016 bis 8.6.2016 vom Markt- und Meinungsforschungsunternehmen Marketagent basierend auf einer quotengesteuerten Zufallsstichprobe durchgeführt.

 Das PDF zur Umfrage finden Sie hier: Hundestory

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