Entspannter arbeiten

Vier Erste-Hilfe-Schritte gegen Jobstress

Planung, Kollegen, Chef – auch wenn alles stimmt, lässt sich Stress im Job mitunter nicht vermeiden. Bevor Sie hektisch werden: Hier sind vier schnelle Tipps*, wie Sie die Lage (und sich) wieder unter Kontrolle kriegen. 

Die Akten türmen sich auf dem Tisch: Auch bei großem Stress ist es wichtig, innezuhalten. (©Foto: Monique Wuestenhagen)

Die Akten türmen sich auf dem Tisch: Auch bei großem Stress ist es wichtig, innezuhalten.
(©Foto: Monique Wuestenhagen)

1. Entspannen: „Oh nein!!!“ ist der erste Gedanke, und dann rattern im Kopf die negativen Gedanken los. „Das schaffe ich nie!“ Trotz guter Planung bleibt es manchmal nicht aus, im Job in riesigen Stress zu geraten. Um jetzt nicht kopflos zu werden, hilft folgende kurze Übung: So tief wie möglich durch die Nase ein und dann langsam wieder ausatmen, so als würde man eine Kerze ausblasen. Das Ganze wiederholt man zweimal.

2. Planen: Viele haben den Impuls, bei großem Stress sofort hektisch loszuarbeiten. Doch dabei verzettelt man sich leicht. Besser ist, sich kurz ein paar Minuten Zeit zu nehmen und zu klären: Welche der Aufgaben eilt wirklich? Welche hat noch Zeit? Was lässt sich delegieren? Was von den übrigen Dingen muss sofort erledigt werden?

3. Stille Stunde: Nun gilt es, die selbst aufgestellte To-do-Liste so konzentriert wie möglich abzuarbeiten. Dabei kommt das Handy weg, und das E-Mail-Fenster am Computer macht man zu, wenn es irgendwie möglich ist. Ideal ist, sich für eine „stille Stunde“ zurückzuziehen, in der man für Kunden und Kollegen nicht erreichbar ist.

4. Pausieren: Genauso wichtig: Trotz großem Stress sollte man mindestens alle zwei Stunden kurz innehalten und eine kleine Pause machen. Denn ohne Auszeit geht die Konzentration verloren.

*(Die Tipps stammen von Kommunikationsberaterin Sabine Neuwirth aus München)

4 Kommentare

Karin Brochhaus

10.05.2016

Die Tipps sind wirklich sehr nützlich, allerdings dürfte Tipp Nr. 3 nicht immer machbar sein, das geht eigentlich nur, wenn man in einem Einzelbüro sitzt – wenn man mit mehreren Kollegen ein Büro teilt, dürfte das mit dem Zurückziehen etwas schwierig werden…

Roswitha Bauer

10.05.2016

Die Tipps sind wirklich nützlich. Theoretisch kennt sie auch fast jeder, nur an der Umsetzung fehlt es meist. Persönlich habe ich auch festgestellt, dass man sich oft viel zu früh unter Druck setzt und unter Stress gerät. Meist war das Ganze unnötig. Man sollte eher abwarten, wie sich die Dinge entwickeln und dann besonnen handeln.

Nadine

10.05.2016

Ich habe nach Rücksprache mit den Kollegen schon mal das Telefon für eine Stunde umgestellt und entweder Musik über Kopfhörer gehört oder mit Ohrenstöpseln die Außenwelt abgeschottet, das klappt dann auch im Großraumbüro

Robert placek

11.05.2016

Der Druck steigt, die Leistungsgesellschaft fordert mehr und mehr und so werden Grenzen oft überschritten. Die hier genannten Tipps und Tricks sind wertvoll – leider bleibt es aus meiner beruflichen Erfahrung meist beim Vorsatz. Oft ist die Experimentierfreudigkeit zu gering. Der richtige Umgang und Kontakt mit sich selbst muss gelernt und geübt werden. Mit der Übung kommt dann der Erfolg und ein förderliches neues Verhalten und Erleben stellt sich in weiterer Folge ein.
Ich wünsche allen ein bisschen mehr Mut solche Tipps auszuprobieren.
Die Realität ist nicht veränderbar, aber der eigene Umgang und die damit verbundene förderliche, persönliche Einstellung ist erlernbar.