Arbeit & Bildung

"Meine Brüste behindern mich beim Programmieren"

Frauen sind in der IT immer noch in der Minderheit. Warum das so ist, verraten nun einige von ihnen in einem Video. Und meinen es total ernst. Echt jetzt.

Programmieren sei eher Männersache, lautete ein gängiges Klischee. Dieses Video scheint das zu bekräftigen – und lässt Frauen dafür selbst zu Wort kommen. „Ich bin zu emotional fürs Programmieren“, sagt ein Mädchen und schmeißt mit steinerner Miene die Tastatur vom Tisch. „Wenn ich gerade nicht meine Tage habe, ovuliere ich, also bleibt keine Zeit fürs Programmieren“, erklärt eine andere junge Frau. Eine dritte fügt hinzu: „Meine Brüste hindern mich echt am Programmieren.“ Aber sehen Sie selbst.

Das Video ist natürlich eine Satire. Dahinter steckt die amerikanische Initiative Girls Who Code, die Mädchen ermutigt, Programmieren zu lernen. Mit dem Video zieht sie die Vorurteile gegenüber Frauen ins Lächerliche. Schließlich leidet die Qualität des Codes nicht unter den physiologischen Besonderheiten der Frau.

Dass Stereotype unberechtigt, aber immer noch präsent sind, belegt eine aktuelle Studie: Code-Beiträge von Frauen auf der Plattform für Open-Source-Software Github werden sogar häufiger akzeptiert als die von Männern – aber nur, wenn sie ihr Geschlecht nicht angeben. Vielleicht gelingt es ja Girls Who Code, der Öffentlichkeit zu zeigen, dass Frauen ebenfalls coden können. Das Ziel der Initiative ist, in sechs Jahren einer Million Mädchen in den USA das Programmieren beizubringen.

Text: Anna Bezrogova / Good Impact


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