Arbeitsplatz Deutschland

Alles für den Job: In diese Bundesländer pendeln die meisten Deutschen

Die Deutschen werden mobiler: In den letzten zehn Jahren ist die Zahl der Berufspendler in Deutschland um fast ein Drittel gestiegen. Dabei zeigen sich große Unterschiede zwischen einzelnen Berufsgruppen.

Insgesamt pendelten 2014 mehr als 3,1 Millionen Berufstätige zwischen den Bundesländern, fast 30 Prozent mehr als noch 2004. Die meisten Einpendler fahren dabei nach Baden-Württemberg, gefolgt von Nordrhein-Westfalen. Hessen liegt mit etwa 340.000 Pendlern auf dem dritten Platz. Bemerkenswert sind auch die hohen Zahlen für die Städte Hamburg und Berlin.

Frauen pendeln dabei häufiger kürzere Strecken, Männer nehmen auch längere Strecken zum Arbeitsplatz in Kauf. Der Deutsche Gewerkschaftsbund nennt als Grund dafür die immer noch oft geschlechtsspezifische Arbeitsteilung in Familien, bei der die Frau näher bei den Kindern bleibt. Weitere Unterschiede zeigen sich beim Qualifikationsniveau. So gibt es weniger Pendler mit niedrigem Qualifikationsniveau als solche mit Hochschulabschluss und guter Einkommenssituation.

Die Grafik unseres Kooperationspartner Statista zeigt die Anzahl der sozialversichert Beschäftigten mit Wohnsitz in einem anderen Bundesland.

Infografik: Die meisten Pendler fahren ins Ländle | Statista

P.S. Gehören Sie auch der Gruppe der Menschen, die täglich oder wöchentlich längere Strecken zur Arbeit zurücklegen? Oder kommt Pendeln für Sie nicht infrage? Schildern Sie uns gerne Ihre Erfahrungen, hier unten in den Kommentaren.

3 Kommentare

Ursula Gringel

21.03.2016

Sehr geehrte Damen und Herren.
Arbeitnehmer pendeln nicht freiwillig. Wir haben das amerikanische Modell.
Die Arbeit kommt nicht zu Ihnen. Sie müssen der Arbeit hinterher fahren.
Keiner pendelt gern! Familien leiden, weil nur die Wochenenden bleiben.
MfG. Ursula Gringel

Mike Netzel

21.03.2016

Hallo zusammen, am Anfang war es alles noch etwas abenteuerlich. 13 Jahre zwischen Kiel und Köln können einen Menschen schon formen, oder auch etwas verformen! Die negativen Begleiterscheinungen dominieren leider oft das Reisen. Egal ob mit dem Zug, oder mit dem KFZ. Eine unglaubliche „Zeitverbrennerei“ im Zug oder auch mit dem Auto. Das Thema Homeoffice ist in Deutschland leider noch in so vielen Unternehmen unterentwickelt, oder überhaupt nicht existent. Ich kann diesem Modell des Wochenendpendelns zwischen Heimatwohnort und Arbeitsstätte nicht mehr allzu viel abgewinnen. Gruß. M. Netzel

Markus

04.11.2016

Pendeln macht keinen Spaß, Pendeln kostet Zeit, Kraft und Nerven. Homeoffice wird viel zu wenig und viel zu zögerlich angeboten. Wenn sich die Arbeitgeber dann noch das Feigenblatt des betrieblichen Gesundheitswesens vorhalten, wird es erst richtig peinlich