Arbeit & Recht

Dauerstreitfall Überstunden: Das sind Ihre Rechte (und Pflichten)

Sechzig Prozent aller Berufstätigen arbeitet mehr als vertraglich verlangt. Wenn der Chef wieder mit Überstunden kommt, sollten Sie lernen, Nein zu sagen.

Überstunden bis spät in die Nacht? Das muss nicht sein. Mitarbeiter sollten Mehrarbeit ablehnen, wenn sie zu viel Zeit beansprucht. (©Foto: Oliver Berg / dpa)

Überstunden bis spät in die Nacht? Das muss nicht sein. Mitarbeiter sollten Mehrarbeit ablehnen, wenn sie zu viel Zeit beansprucht. (©Foto: Oliver Berg / dpa)

Mehr als die Hälfte der Beschäftigten in Deutschland macht laut einer DGB-Studie Überstunden (s.u.*). 60 Prozent (!) arbeiten mehr, als in ihrem Arbeitsvertrag vereinbart ist. Wollen Mitarbeiter sich gegen die Mehrarbeit zur Wehr setzen, hilft oft schon ein ganz einfacher Trick: „Es ist wichtig, sich nicht überrumpeln zu lassen“, sagt Barbara Berckhan. Sie ist Kommunikationsberaterin aus Hamburg.

Kommt der Chef mit Mehrarbeit, kann man sich erst einmal eine kurze Bedenkzeit ausbitten und sich überlegen: Schaffe ich das?

Wird es einem zu viel, ist es dann in einem zweiten Schritt wichtig, die Absage kooperativ zu formulieren. Positiv ist, dass der Chef einem die Aufgabe zutraut – dafür könne man sich erst einmal bedanken, rät Berckhan. Dann stellt man dar, welche Aufgaben man jetzt schon hat und lehnt weitere ab. In einem dritten Schritt sollte man dann anbieten, gemeinsam zu überlegen, wie man das Problem lösen kann.

Im für den Mitarbeiter schlechtesten Fall lässt sich der Chef jedoch nicht beirren – und ordnet die Mehrarbeit an. Dann müsse auch der Arbeitnehmer sich in seiner Reaktion steigern. „Schade, dass Sie zu solchen Maßnahmen greifen“, empfiehlt Berckhan als Aussage. Sie rät nun dazu, die bereits übernommenen Aufgaben noch einmal darzustellen und zu fragen: „Von welchen Aufgaben können Sie mich denn entbinden?“

Bei einer solchen Eskalation hilft es natürlich auch, die Rechtslage in Punkto Überstunden genau zu kennen. Björn Gaul, Fachanwalt für Arbeitsrecht, klärt die wichtigsten Fragen:

1. Müssen Arbeitnehmer überhaupt Überstunden leisten?

Zu Überstunden sind Arbeitnehmer nur verpflichtet, wenn das im Arbeits- oder Tarifvertrag steht oder in einer Betriebsvereinbarung festgelegt ist. Da finden sich dann zum Beispiel Formulierungen wie: «Sie sind im Bedarfsfall dazu verpflichtet, Überstunden zu leisten.» Steht nichts im Vertrag, gilt die vereinbarte regelmäßige Arbeitszeit.

2. Ist bei vertraglicher Verpflichtung alles erlaubt?

Der Arbeitgeber muss beim Thema Überstunden immer auch die Interessen des Arbeitnehmers berücksichtigen. Muss jemand sein Kind vom Kindergarten abholen, kann der Arbeitnehmer in dem Fall keine Überstunden machen. Der Arbeitgeber muss eine Interessenabwägung vornehmen. Wenn Mitarbeiter aber nur mit einem Bekannten verabredet sind, und dem Arbeitgeber droht eine Vertragsstrafe, weil zum Beispiel ein wichtiges Projekt fertig werden muss, dann ist das Interesse des Arbeitgebers höher zu bewerten. Mitarbeiter müssen die Überstunden dann hinnehmen. Außerdem muss der Arbeitgeber beim Thema Überstunden die Obergrenzen des Arbeitszeitgesetzes beachten. Danach sind in der Regel maximal pro Tag acht, im Ausnahmefall zehn Stunden Arbeit erlaubt. Außerdem muss der Betriebsrat einer angeordneten Überstunde zustimmen. Sonst ist die Weisung unzulässig.

3. Was kann passieren, wenn Mitarbeiter Überstunden verweigern?

Wenn Mitarbeiter berechtigterweise eine Überstunde verweigern, kann ihnen nichts passieren. Dann gilt das Maßregelungsverbot. Der Arbeitgeber darf niemanden bestrafen, weil er von seinen Rechten Gebrauch macht. Wenn die Weisung allerdings zulässig war, kann die Weigerung im schlimmsten Fall zur Kündigung führen.


*Hintergrund-Info:  Neue Studie belegt: Überstunden sind an der Tagesordnung

60 Prozent arbeiten mehr, als sie laut Arbeitsvertrag müssten. 33 Prozent der Vollzeitbeschäftigten verbringen wöchentlich 45 Stunden und mehr am Arbeitsplatz, 17 Prozent aller Vollzeitbeschäftigten geben sogar an, über 48 Stunden pro Woche zu arbeiten. Das geht aus einer repräsentativen Beschäftigtenbefragung des Deutschen Gewerkschaftbundes (DGB) hervor.

Zwischen den verschiedenen Branchen gibt es große Unterschiede. 59 Prozent der Fahrzeugführer etwa geben an, überlange Arbeitszeiten zu haben. Den Spitzenwert erreicht die Hotel- und Gaststättenbranche: 63 Prozent der Vollzeitbeschäftigten arbeiten länger als vereinbart. Den geringsten Anteil an Überstunden leisten der Studie zufolge die Beschäftigten in der Finanz- und Versicherungsbranche.

Wer mehr als 45 Stunden die Woche am Arbeitsplatz verbringt, steht der Studie nach oft unter Zeitdruck. 70 Prozent der Befragten, die überlang arbeiten, gaben an, sich sehr häufig gehetzt zu fühlen. Bei den Arbeitnehmern, die 35 bis 44 Stunden die Woche arbeiten, stehen 49 Prozent unter Zeitdruck.

Viele Beschäftigte arbeiteten nicht freiwillig 45 Stunden und mehr pro Woche, sagt DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach. Sie erinnert an die gesetzlichen Höchstarbeitszeiten: Meist seien mehr als 8 Stunden am Tag verboten. «Wir brauchen neue Regeln, damit die Beschäftigten ihre Arbeitszeit flexibel und selbstbestimmt gestalten können.»

17 Kommentare

Jutta E.

23.02.2016

Bei Tchibo wurde ganz klar vorausgesetzt, dass jeder ohne Kinder Überstunden macht.
sie hätten locker noch zwei Arbeitnehmer einstellen können, um ein angenehmeres arbeiten zu ermöglichen. ich würde sagen, viele haben 10 Stunden und mehr gearbeitet.
ich war sehr froh, dass ich gleich am Anfang klar gestellt habe, dass ich nicht lebe, um zu arbeiten….und auch NOCH ein Leben nach der Arbeit habe, was bei vielen schon nicht mehr existiert hat. sehr traurig !

Peter Schönle

23.02.2016

Mir fehlt in diesem Artikel ein gravierender Aspekt und deshalb klingt er für mich etwas „naiv“. Für mich gibt es zwei Kategorien von Menschen (Angestellten), die ein Problem mit nicht Nein zu sagen haben.
Zur ersten Gruppe passt der Artikel, diese Menschen können sich aus meiner Beobachtung sowohl beruflich wie aber privat nur schlecht abgrenzen, also entsprechend ausdrücken, wo etwas zu weit geht.
Die zweite Gruppe gibt es im Arbeitsleben leider häufig auch, diese können trotz Gesetzen hin oder her nicht nein sagen, dal der Arbeitgeber irgendwie immer noch am längeren Hebel sitzt und die Gefahr des Arbeitsplatzverlust droht. Hier bin ich aber froh, dass es durch den Fachkräftemangel mehr Menschen die Möglichkeit gibt, Ihre Interessen besser zu vertreten.

gk

23.02.2016

Ich persönlich beobachte zunehmend das der Arbeitsplatz immer mehr einer „Soll-Erfüllung“ gleich kommt und der Arbeitnehmer seinen „Job“ als Mittel zum Zweck sieht um sich selbst, nach monetärer Vergütung, zu verwirklichen. Die Identifikation mit einem Unternehmen wird hierbei zweitrangig. Der Arbeitnehmer sieht sich selbst immer weniger in der Rolle des Dienstleisters und eigene Profilneurosen die durch Medien hinreichend genährt und letztendlich ausgelebt werden, verletzte Eitelkeiten und unstrukturiertes abarbeiten von Vorgängen stehen meist in direktem Konflikt zur gewünschten Außendarstellung die sich ein Unternehmen vorstellt. Irgendwie zählt nur noch „Erfinde dich selbst neu“ ……eine höchst unbefriedigende Entwicklung die zu beobachten ist. Engagement, Zielstrebigkeit oder Motivation, gar Corporate Identity und mal über eigene Grenzen hinausgehen, und ich meine damit jetzt nicht den Stepper im Fitnesscenter, wird durch derartige Beiträge mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht genährt Eigentlich sollte der Beitrag heißen….. „Wie kann ich mich erfolgreich gegen Arbeit zur Wehr setzen“.

Thomas Franz

23.02.2016

Blöde Tipps. Gehen Sie mal als Kellner / Zimmermädchen / Putze / Verkäuferin / LKW-Fahrer zu ihrem Chef und sagen Sie, „Schade dass Sie zu solchen Mitteln greifen müssen.“ Er kann Sie zwar nicht DESWEGEN rausschmeißen, aber wer sucht, der findet einen Grund (und wenn es das Handy ist, was mal zum Laden an die Steckdose gehängt wurde).

Und wenn Kollegen krank sind (oder auch manche krank feiern), die Arbeit aber gemacht werden muss…

Marc

23.02.2016

Die Studie des deutschen Gewerkschaftsbundes ist vorab zweckorientiert und gilt alsdann nur für Deutschland. Der DGB hat wohl noch nie eine Studie über die unter dem Krankheitsvorwand bezogenen freien Tage der Arbeitnehmenden erstellt, einschliesslich der Erfassung jener Arbeitenden, die zu spät kommen und zu früh wieder weggehen oder längere Pausen machen. Der Bericht stellt deshalb nicht etwa die Realität dar, sondern eine verkappte ideologische Anspruchshaltung mit Blick auf künftige Gesetzesvorlagen.

Wolfgang

23.02.2016

Viele Arbeitnehmer werden ausgenutzt. Sie trauen sich natürlich nicht Nein zu sagen, weil sie ihren Job wollen, brauchen und ev. auch weiterkommen wollen. Man steckt sein Herzblut rein und der Arbeitgeber denkt immer da geht noch mehr und die Arbeit wird immer mehr, der Druck immer grösser und irgendwann kommt der Zusammenbruch und man wird entsorgt.
Ich habe 10 Jahre einem Arbeitgeber verschenkt mit dem Ziel Teilhaber zu werden. Danach der Abschuss. 4 Jahre Streit vor dem Arbeitsgericht. Ich habe alles bekommen was mir zusteht. Heute bin ich froh mein Geld passiv online im Internet zu verdienen. Nicht mehr abhängig zu sein von einem Chef.

Lange

23.02.2016

Sorry, es geht immer darum, etwas zu erhalten oder mehr Freizeit zu haben. Am besten, bald arbeitet man nur noch 20 Stunden. Dann muss natürlich auch das Geld her, um die Freizeit zu gestalten. Das wird es aber nicht geben, bzw. kann es gar nicht geben. Wirtschaftlich dürfte das in mehr als 60% aller Betriebe in Europa nicht möglich sein. Wir haben unseren Zenit überschritten, und es ist den meissten Leuten noch nicht klar, dass wir zurück krebsen müssen. In ca. 5 Jahren werden wir haarsträubende Vorfälle haben in Europa. Das, weil sich die Welt verschiebt. Hier müssen politische und Wirtschaftliche Neuausrichtungen stattfinden. Ich denke, lieber Überstunden leisten, als sich alsbald einen neuen Job zu suchen, da die alte Firma zunichte gemacht wurde. Dies betrifft sicher die KMU’s .

HH

23.02.2016

Ich mache gerne Überstunden, wenn ich sie irgendwann wieder ausgleichen darf. Das verweigert mein Chef jedoch mit der Begründeung, er könne sich das ja auch nicht leisten und meine persönliche Zeitaufschreibung sei nicht ausschlaggebend (eine regelrechte Zeiterfassung gibt es für unsere Stellen nicht).

Bernd

23.02.2016

Überstunden, das ist deas Grundübel unserer Gesellschaft. Man stelle sich vor der Kollege macht nach Feuerabend weiter und verdient da zusätzliches Geld. Was dem alles abgeht: Er muß für die Urlaubsreise keinen Kredit mehr aufnehmen, das Vergnügen mit dem Wohngeldantrag fällt weg, der Gang zur Beantragung der Aufstockung im Jobcenter fällt weg: Kurzum, er entzieht seiner Familie Freizeit, aber dafür sparen sie ja lieber an Allem damit sie das haben. …und im Betrieb? Der Kollege ist ein Pharisäer, er verhilft dem Unternehmen und sich tatsächlich zu einem Vorteil. Dieser Verräter gehört rausgemobbt, schließlich durchbricht er den konspirativ angelegten Zerstörungsprozeß durch die organisierten Industrieterroristen.

Josef Riedl

23.02.2016

Nur Theorie. Die das schreiben haben noch nie eine Firma geleitet. Sollten die mal tun, dann würden sie anders reden.

Andrea Hampe

24.02.2016

Dieser Artikel über Überstunden gehört in ein Büro,nicht in die Allgemeinheit.Wie Thomas Franz schon schrieb,wie soll das im Verkauf funktionieren? Ich habe schon mehr als einmal Doppelschicht machen müssen,weil gleich zwei Kolleginnen krank waren.Da kann man nicht von der Kasse aufstehen und sagen :“sehen sie mal zu,wer jetzt den Kunden abkassiert,ich habe Feierabend.“
LG

mh

24.02.2016

Ich arbeite in einer österreichischen Steuerberatungskanzlei und habe 2 Chefs. Der eine (eine Frau) besteht darauf, welche Arbeit gemacht werden muss, und lehnt viele Urlaubsanträge ab. Der andere weigert sich weder Überstunden noch Mehrstunden zu bezahlen, von Mehrstunden-Zuschlägen gar nicht zu sprechen. Wir müssen auch auf eine neue Software umstellen die Chefetage behauptet aber „es gibt keine Mehrarbeit“. Das weitere Problem ist, dass ja Termine eingehalten müssen. Eine Kollegin fühlt sich verpflichtet teilweise am Wochenende gratis zu arbeiten. Ein weiteres Problem – die einen trauen sich nicht zu kündigen, weil sie die Abfertigung verlieren würden, die anderen sind bereits älter und haben Angst keinen Job mehr zu finden.
Wie wir das lösen, weiß ich nicht.

Herbert

26.05.2016

Ich arbeite mit meinen fast 60 Lebensjahren notgedrungen als Fahrer im Stückgutverkehr.
Das ArbZG ist noch nicht mal das Papier wert, auf dem es gedruckt ist. Das ArbZG, welches ja dem Arbeitsschutz dienen soll, ist, zumindest für meine und eine ganzen Menge anderer Berufsgruppen, schlichtweg ein Hohn.
Da heißt es z.B., für nicht eingehaltenen Pausen fällt pro angefangener 15 Minuten ein Bußgeld von 60,00 € an.
Gesetzt der Fall, dass ist die überwiegende Situation der meisten Fahrer, dass er die Pause nicht einhalten kann (darf) um sein tägliches Pensum zu schaffen, würde er wohl sein monatliches Gehalt nur für die Bezahlung der Strafe ausgeben müssen. Abgesehen davon würden die Fahrer, wenn sie sich gesetzeskonform verhalten, sehr
schnell ihren Job verlieren, um dann vom Staat deswegen ggf. mit Hartz IV bestraft werden. Desweiteren besteht nach Art 2 GG, das recht auf körperliche Unversehrheit. Diese Recht wird mit Füssen getreten, wenn man von den Fahrern verlangt täglich 9, 10 und noch mehr Stunden, natürlich ohne Bezahlung , zu arbeiten.
Eine darartige tägliche (Über) belastung führt zwangsweise zu Konzentrationsmängeln und leider auch in Folge davon zu sehr schweren Unfällen.
Stellt sich doch die Frage, warum dies vom Gesetzgeber schlicht ignoriert wird.

Wolf

15.07.2016

Viele Arbeitgeber halten sich für Götter!
Arbeit -Freizeit und Familie sind schon lange nicht mehr in Einklang,
mir kommt es eher vor ,das es eine Taktig ist um den Familienfrieden zu stören.
Mein ehemaliger Arbeitgeber(Einzelhandel) wollte, das ich zum Urlaub immer erreichbar bin.
Was ich auch verneinte,lange Rede kurzer Sinn-ich wurde damals gefeuert.(Nach meinen Herzinfarkt)
Habe damals bis zu 14 Stunden gearbeitet,statt in Arbeitsvertrag die 8 Stunden pro Tag und dafür 280 Überstunden kassiert allein in Jahre 2001,die man als unbezahlten Urlaub abfeiern durfte!!!
Die Mehrstunden haben sich nach und nach eingeschlichen,der Anfang war erst eine Bitte von seitens des Chef in Jahre 2000—einmal in der Woche um eine Stunde mehr zu arbeiten,später wurde es daraus täglich und die Stundenzahl pro Tag stiegen innerhalb von einen Jahr erheblich.
Aus regulären 8 Stunden wurden dann 14 Stunden!!
Der Betriebsrat tat bei uns nichts,er schwieg nur und auch die Gewerkschaft half nicht viel.
Leider ist die Gesetzeslage (nachteilig für die Arbeitnehmer) dehnbar wie ein Gummi für die Arbeitgeber,sagt man nein als Arbeitnehmer ist es eine Arbeitsverweigerung und kann mit einer Abmahnung gestraft werden!!
Viele Arbeitnehmer und incl. meine Gattin nehmen leider aus Angst vor der Arbeitslosikeit die Arbeit mit,seitdem einige Kollegen gefeuert wurden.
errichten sich ein Homebüro und merken nicht den schleichenden Verlust ihrer kostbarer Freizeit.
Das Wochenende ist immer für mich gelaufen,
früher gingen ins Tanzlokal od. machten Wochenendausflüge.
Schon ist der Arbeitgeber mit in der Familie unsichtbar intregiert!!
Das Wochenende sollte der Familie gehören und nicht der Firma!!!
Eine Familie sollte immer tabu sein von Arbeitgebern!!

Kai

16.07.2016

Sind Überstunden „gut“ oder „schlecht“?
Sowohl aus Arbeitgeber- als auch Arbeitnehmersicht kann diese Frage nicht pauschal beantwortet werden. Letztlich ist es immer ein geben und nehmen im alltäglichen Arbeitsleben. Leider gibt es Branchen, Berufsgruppen und Betriebe die die Möglichkeit der Überstunden schamlos ausnutzen. Grenzwertig (naja, eigentlich nicht mehr) sind permanente, unentgeldlich geforderte Überstunden – hier müssen sich aber vor allem die Arbeitnehmer eindeutig positionieren, da letztlich nur sie die „Macht“ haben die Arbeitgeber zu „erziehen“.

Phil

11.08.2016

Wir brauchen garantiert keine neuen Arbeitszeitgesetze! Arbeitnehmer brauchen jedoch die Möglichkeit, auf Augenhöhe mit Ihrem Arbeitgeber zu verhandeln. Dazu benötigt der Arbeitnehmer aber einen effektiven Schutz vor möglichen Repressalien seitens des Arbeitgebers bei einer Weigerung, Überstunden zu leisten. Diesen Schutz erhalten wir aber nicht durch neue Gesetze… Vielleicht sollten die bestehenden Regelungen erstmal auf ALLE Beschäftigten ausgeweitet werden (so dass z.B. auch Firmen mit weniger als 10 Beschäftigten den Kündigungsschutzgesetzen unterliegen).

Larissa

26.10.2018

Ich arbeite, in einem Pflegedienst und meine Sollzeit beträgt 180 Stunden im Monat, tatsächlich jedoch arbeite ich 210 Stunden der Chef verlangt Überstunden, und völlig normal ist für Ihn das wenn eine Kollegin krank wird das man dann einspringt, auch aus dem Urlaub holen, ist bei ihm völlig normal, Dienstpläne werden mit dem Bleistift geschrieben, so das man wieder ausradieren kann, falls dann doch mal der MDK kommt, Leistungsnachweise, werden auch mit Bleistift geschrieben, und kurz vor der Abgabe am Ende vom Monat, wird mit Kugelschreiber drüber geschrieben, und wieder radiert, Doppeldienste werden erwartet, und den Mitarbeitern wird vorgemacht, das sie das auch machen müssen, weil Kollegen krank, oder im Urlaub sind, und wenn man mal wirklich krank war hat das wenn man wieder gesund ist auch Folgen, man muss diese Dienste nacharbeiten, ein Kollege von mir musste einmal die Mappen, bei den Kunden einsammeln, weil der MDK sich angekündigt hatte, der Chef, sprang aus seinen Auto, und unterschrieb die Leistungsnachweise, obwohl er gar nicht bei dem Kunden war, aber der besagte Kollege, hatte keine Ausbildung im Pflegebereich