Besser leben. Anders arbeiten.
Das New Work Themen-Portal.

Besser leben. Anders arbeiten.
Das New Work Themen-Portal.

Arbeitsplatz Deutschland

Öfter mal was Neues: Jeder Dritte denkt an einen Jobwechsel

Obwohl die meisten deutschen Arbeitnehmer mit ihrem Job zufrieden sind, liebäugeln viele mit einem neuen Arbeitgeber. In einer Gegend herrscht besonders viel Wechsellust.

Und tschüs, Kollegen! Viele Deutsche können sich einen Jobwechsel gut vorstellen. (©Foto: file404 / Shutterstock)

Und tschüs, Kollegen! Viele Deutsche können sich einen Jobwechsel gut vorstellen. (©Foto: file404 / Shutterstock)

Von wegen stur und bodenständig: Fast jeder zweite norddeutsche Arbeitnehmer (45 Prozent) kann sich vorstellen, seinen Arbeitsplatz gegen einen neuen einzutauschen.  Deutschlandweit denkt immerhin jeder Dritte mehr oder weniger konkret über einen Jobwechsel nach. Das ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa, das im Auftrag von XING 1.010 erwerbstätige Fach- und Führungskräfte in Deutschland zu ihrer beruflichen Situation befragte.

Dabei wirken die Ergebnisse der aktuell zum Jahresanfang durchgeführten Studie zumindest auf den ersten Blick paradox. Denn die hohe Wechselwilligkeit fällt in eine Zeit, die er ein große Zahl von Erwerbstätigen mit ihrer derzeitigen beruflichen Tätigkeit zufrieden ist: 83 Prozent. Trotzdem scheint die Lust auf Neues und das Vertrauen in die Stabilität des Arbeitsmarktes so groß zu sein, dass viele den Sprung aus Altbekannten wagen wollen – das richtige Angebot vorausgesetzt.

Positive Arbeitsatmosphäre und Vorgesetztenverhalten wichtiger als das Gehalt

Und dabei sind sich die meisten Erwerbstätigen in Deutschland, nämlich 98 Prozent, weitgehend einig, dass eine positive Arbeitsatmosphäre sowie das Vorgesetztenverhalten bei einem Jobwechsel am wichtigsten sind. Die „weichen Faktoren“  gewinnen im Job also immer mehr Bedeutung. Mit etwas Abstand folgen Gehalt (88 Prozent) und Vereinbarkeit von Job und Familie (81). Und bereits 70 Prozent der Befragten sagen, dass ihnen eine sinnvolle, zum Gemeinwohl beitragende Tätigkeit wichtig bzw. sehr wichtig ist.

Für 85 Prozent aller Befragten sind zudem flexible Arbeitszeiten ein besonders wichtiges Kriterium für eine gute Work-Life-Balance. Auch eine hohe Akzeptanz von Elternzeit für Männer im Unternehmen steht für die Mehrheit (55 Prozent) oben auf der Prioritätenliste. Während in anderen Kriterien die Diskrepanz zwischen den Geschlechtern nicht mehr so groß ist wie in früheren Jahren, zeigen sich in diesem Punkt allerdings noch große Unterschiede: Während fast zwei Drittel (62 Prozent) der Frauen der Elternzeit eine hohe Bedeutung beimessen, tun dies nur 51 Prozent der Männer selbst.

Jeder dritte Befragte ist nicht bereit, für Karriere umzuziehen

Dass berufliches Vorankommen allerdings keineswegs über allem steht, beweisen die Ergebnisse der Forsa-Studie auch: Denn zugunsten der eigenen Karriere auf das gewohnte soziale Umfeld zu verzichten, kommt für die Mehrheit der Erwerbstätigen (57 Prozent) nicht in Frage, aber immerhin 33 Prozent könnten sich einen Umzug für den neuen Job vorstellen. Und in Sachen Liebe und Job sind die Deutschen vollkommen gespalten: Genau für die Hälfte wäre eine Fernbeziehung auch bei noch so schönen Karriereaussichten nicht akzeptabel. Bei den anderen 50 Prozent könnte man zumindest darüber reden.

0 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.