Von Stechuhr bis Vertrauenszeit: Fazit der XING spielraum-Blogparade #Arbeitszeit

Wann wollen wir arbeiten? Wie lange? Und wie flexibel? Das Thema Arbeitszeit beschäftigt uns in all seinen Facetten – das zeigt das Ergebnis unserer Blogparade #Arbeitszeit.

Im November haben wir unsere Leser dazu aufgerufen, Impulse und Ideen rund um das Thema #Arbeitszeit zu Papier – oder in diesem Fall „zu Blog“ – zu bringen. Die XING spielraum-Blogparade #Arbeitszeit hat viele tolle Autoren dazu inspiriert, ihre Erfahrungen mit uns zu teilen. Die Vielzahl und Vielfalt an Beiträgen hat uns sehr gefreut und beindruckt. Auf diesem Wege möchten wir uns herzlich bei allen Teilnehmern bedanken! Alle Beiträge unserer Blogparade #Arbeitszeit haben wir hier für unsere Leser zusammengefasst. 

Das jahrelange Arbeiten in der Präsenzkultur hat Svenja Hofert geprägt. In ihrem Blogbeitrag auf ihrem Karriereblog beschreibt sie ihre persönlichen Erfahrungen als Selbstständige, die sich ihre Zeit frei einteilt, aber ihre Freiheit dennoch nicht ausnutzt, obwohl sie es könnte. Arbeiten, weil man es will, nicht weil man es muss und wann man will, denn nur das Ergebnis zählt.
Franz Langecker gibt in seinem Gastbeitrag auf dem Zukunft Personal HRM Expo Blog Denkanstöße, wie wir die Rushhour unseres Lebens meistern können – sein Tipp: Das Lebensarbeitszeitpensum stärker entzerren und Leistung unabhängig von Arbeitszeit bewerten.
Eva Ihnenfeldt von SteadyNews ließ sich durch die XING Spielraum-Blogparade dazu inspirieren, einmal aus der Sicht der neu entstehenden Schicht „Gig Economy“ über das Thema Arbeitszeit zu schreiben. Sie betrachtet Chancen und Risiken der neuen Arbeitsmöglichkeiten für Crowd-Worker, Solopreneure und Freelancer und stellt die Frage, wie sich diese neue Arbeitswelt der freien, selbstbestimmten Mitarbeit in Zukunft entwickeln muss, um ihre Akteure auch sozial abzusichern.
Blogger Lars Hahn steuert auf Systematisch Kaffeetrinken eine „kleine Historie der Arbeitszeit“ bei, um dann im Jetzt und bei Arbeit 4.0 anzukommen. Für Jobwechsler hat er Tipps, um schon vor der Anstellung bei einem neuen Arbeitgeber zu erkennen, wie das Thema Arbeitszeit dort gehandhabt wird.

„Statt mehr Leben zu leben, rennen wir nur noch schneller“

„Der OrgaMentor“ Guido Bosbach wird in seinem Beitrag nachdenklich: Warum nutzen wir die neugewonnenen Freiheiten und die Steigerung der Produktivität nicht für uns, sondern hetzen uns stattdessen immer mehr ab? „Statt mehr Leben zu leben, rennen wir nur noch schneller“, schreibt er. Der Schweizer Unternehmer Patrick Mollet kennt neben der Business-Welt auch die Seite der Freiwilligenarbeit sehr gut. Was Unternehmen von Freiwilligenarbeit lernen können, präsentiert er in seinem Beitrag zur Blogparade.
Marcus Reif beschreibt das Arbeitsmodell der Zukunft mit einem Wort: Flexibilität. In seinem Blogbeitrag auf reif.org beschreibt er seine „ganz normale Arbeitswoche“ und typische Arbeitstage, die sich bei ihm in Sachen Arbeitszeit, -ort und -umfang sehr frei gestalten. Für ihn ein Luxus, den er als Zeichen von Vertrauen empfindet.
Auch auf Berufebilder lesen wir von Vertrauen – dem Schlüssel zum Erfolg der freien Arbeitszeit? Roswitha A. van der Markt analysiert: „[…] so ist in Deutschland die „digitale Revolution“ mental noch gar nicht angekommen. Man verharrt in alten Denkmustern von Leistungskontrolle und Zeiterfassung. Nur wer anwesend ist, arbeitet richtig: […]“
In einem sehr persönlichen Beitrag lässt Raphaela Kroczek ihre eigenen Erfahrungen mit der Gestaltung flexibler Arbeitszeiten Revue passieren: Fluch oder Segen? Kennt jeder seinen persönlichen Rhythmus, oder verleitet das freie Einteilen der Arbeit zur Ineffektivität? Auf oke-management.de finden sich ihre Gedanken rund um den Mythos der idealen Arbeitszeit.

„Gute Arbeitszeit bedeutet mehr als „Partyspielchen und Konflikte weglächeln““.

Erst das richtige Arbeitsklima mache aus Arbeitszeit auch wertvolle Lebenszeit. Was Führungskräfte und ihre Mitarbeiter dazu beitragen können, beschreibt Dr. Bernd Slaghuis in seinem Beitrag auf seinem Karriere-Blog Perspektivwechsel. Gutes Arbeitsklima und somit gute Arbeitszeit bedeutet für ihn mehr als „Partyspielchen und Konflikte weglächeln“.
„Geregelte Arbeitszeiten“ sind für Martin Hahn von hahnsinn ein verstaubtes Modell. Seinen Weg zur Selbstständigkeit startete der Webdesigner unter anderem aus dem Wunsch heraus, selbstbestimmt arbeiten zu können. Von „selbst und ständig“ ließ er sich dabei nicht abschrecken.
Personalerin Anna Jaszczyk beschreibt in ihrem Gastbeitrag auf dem ENTERPRISE 2.0-Blog, welche Herausforderungen sie bei der Umsetzung von Vertrauensarbeitszeit sieht und wie man die Zusammenarbeit trotz unterschiedlicher Arbeitszeitmodelle effektiv gestalten kann.
Auf der Suche nach der perfekten Arbeitszeit sieht Christian Umbs den Teufel im Detail: Er rät Unternehmen, ihren Bewerbern genau zuzuhören. Nur so könnten am Ende beide Seiten davon profitieren, eine passende Arbeitsplatzorganisation zu finden. Seinen Beitrag veröffentlichte er auf dem Blog von Robert Half.

Für Hendrik Epe ist es wichtig, Grenzen zu ziehen. Obwohl er mit seinen persönlichen Erfahrungen im selbstbestimmten Arbeiten zufrieden ist, sieht er es als wichtig an, die verschwimmenden Grenzen zwischen Arbeit und Privatleben klar abzustecken. Sein Beitrag auf Ideequadrat dreht sich um die Arbeitszeitregelungen in sozialen Organisationen.
Wir nehmen Zeit individuell unterschiedlich wahr, schreibt Melanie Vogel auf Futability. Diese unterschiedliche Zeitwahrnehmung habe enorme Auswirkungen auf das Thema Arbeitszeit und die Flexibilisierung, die in vielen Unternehmen gerade gefordert und vorgenommen wird.
Stephan Grabmeier beleuchtet das Thema auf dem Blog von Haufe aus Sicht von Führungskräften und definiert vier Herausforderungen, denen sich Führung in der digitalisierten (Arbeits-)Welt stellen muss.
Bei Büronymus findet sich Lydia Krügers Beitrag: Sie beschreibt, warum Tatort-Kommissare schlechte Vorbilder abgeben, warum wir keine Mensch-Maschinen sind und was die 30-Stunden-Woche mit ihrer Hausärztin zu tun hat.
Maja Kuko gibt einen Einblick hinter die Kulissen der modernen Zusammenarbeit bei AviloX. Ein Best-Practice-Beispiel, denn hier wird New Work gelebt, in vielen Bereichen: Die freie Einteilung der eigenen Arbeitszeit zählt klar dazu. Konsequenz der freien Zeiteinteilung sei aber auch, dass diese zu mehr Überstunden und Stress führt. Auch hier seien persönliche Grenzen der Schlüssel zum Glück.
Bastian Wilkrats Beitrag auf medium.com nähert sich dem Thema philosophischer. Sein Stichwort für alle, die mit ihrer Arbeitszeit unzufrieden sind, heißt: Selbstverantwortung. Mit seinem Text appelliert er an unsere Mündigkeit und den Mut, sich selbst zu ändern, statt darauf zu hoffen, dass sich die Rahmenbedingungen ändern.

Alle teilnehmenden Blogs und ihre Beiträge im Überblick:

1 Kommentare

Peter Hertel

01.02.2016

Hallo,

ich finde es wichtig, dass man die Balance zwischen Arbeitszeit und Freizeit findet und einhält.

Wie schnell wird man heutzutage zum Workaholic und verpasst zugleich zahlreiche schöne Momente im Leben, nur weil man stets und ständig am Arbeiten ist?

Das fängt schon beim Angestellten an, der sich freiwillig Arbeit mit nach Hause nimmt und endet beim Selbstständigen, der nicht genug von der Arbeit bekommt.

Pausen sind wichtig, sonst streikt auch irgendwann die Gesundheit.